Frequenzumrichter Mitsubishi Electric vollzieht kompletten Generationswechsel

Redakteur: Wolfgang Leppert

Mit den Frequenzumrichter-Baureihen FR-D700 und FR-E700 stellt Mitsubishi Electric die neue Einstiegs- und Mittelklasse seiner jüngsten Antriebsgeneration für die Industrie- und Gebäudeautomation vor. Die robusten Klein- und Kompaktumrichter bieten dank ihrer bisher nur aus größeren Baureihen bekannten Regelungstechnik eine präzise Drehzahl-Steuerung und ein hohes Anlauf-Drehmoment.

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Kompakt und effizient: die vektorgeregelten Klein- und Kompaktumrichter von Mitsibishi Electric im Leistungsbereich bis 15 kW.
Kompakt und effizient: die vektorgeregelten Klein- und Kompaktumrichter von Mitsibishi Electric im Leistungsbereich bis 15 kW.
( Archiv: Vogel Business Media )

Die für Antriebsaufgaben mit kleinen bis mittleren Leistungen entwickelten Frequenzumrichter der Baureihe FR-D700 kombinieren hohe Funktionalität mit einfacher Bedienung in einer besonders kompakten Bauform. Kern der Regelungstechnik ist die aus den größeren Baureihen bekannte geberlose Flussvektor-Regelung mit Schlupfkompensation. Zusätzlich steht eine Spannungs-Frequenzsteuerung zur Auswahl. Zur Serienausstattung gehören neben neuen Technologie-Funktionen wie „Sicherer Halt“ (nach EN 954-1 Kategorie 3), Passwortschutz und Parametergruppierung eine Bedieneinheit mit Anzeige, wartungsfreie Federzugklemmen und ein eingebauter Bremstransistor bei allen Modellen ab 0,4 Kilowatt Leistung. Ebenfalls neu sind die Tänzer- und Traverse-Funktionen speziell für Wickelvorgänge.

Das Tempo für den Datenaustausch vervierfacht

Für kostengünstige serielle Netzwerke mit bis zu 32 Frequenzumrichtern ist eine RS485-Schnittstelle mit Modbus-RTU-Protokoll vorhanden. Ein neu entwickeltes Kommunikationsprotokoll unterstützt die Übertragung von frei definierbaren Datensätzen an die Steuerung. Der Datenaustausch über das Netzwerk ist hierdurch vier Mal so schnell wie bisher.

Ergebnis dieser Technik ist eine in dieser Klasse beispielhafte Präzision und Leistungsfähigkeit, die auch die Vorgänger-Baureihe FR-S500 deutlich übertrifft. Mitsubishi Electric hat deshalb für die jüngste Generation seiner Kleinumrichter die neue Typenbezeichnung FR-D700 (D für Dynamics) eingeführt. Die Antriebe sind abwärts kompatibel zu den Vorgängermodellen und passen auf die gleichen Montageflächen. Sie sind in zwei Serien im Leistungsbereich von 0,1 bis 2,2 Kilowatt (FR-D720S) und von 0,4 bis 15 Kilowatt (FR-D740) erhältlich und für den ein- oder dreiphasigen Betrieb mit Eingangsspannungen von 170 bis 264 Volt und 325 bis 528 Volt (bei 50 bzw. 60 Hertz) ausgelegt.

Kompaktumrichter dringen in neue Einsatzfelder vor

Mit der Baureihe FR-E700 führt das Unternehmen zudem die Nachfolger seiner vielseitigen Kompaktgeräte-Serie ein. Verbesserte Leistungsmerkmale für die Drehzahl- und Drehmoment-Regelung, eine einfache Bedienung, die umfassende Grundausstattung mit zahlreichen Technologie-Funktionen und einem Bremstransistor ab 0,4 Kilowatt Leistung sowie flexible Erweiterungsmöglichkeiten bieten maßgeschneiderte und wirtschaftliche Antriebslösungen. Die höhere Funktionalität der jüngsten Antriebsgeneration eröffnet gerade im Maschinen- und Anlagenbau neue Einsatzfelder, die einem Kompaktumrichter bisher verschlossen waren. Und ein Wechsel ist problemlos: Die Steuer- und Regelungsabläufe sind kompatibel, ebenso der abnehmbare Klemmenblock für die Steuerkreis-Anschlüsse und Montageflächen.

Für jede Aufgabe eine passende Betriebsart

Zentrales Software-Element der Regelungstechnik ist die erweiterte magnetische Flussvektor-Regelung, die einen präzisen Betrieb ohne Drehzahl-Rückführung ermöglicht. Für weniger anspruchsvolle Antriebsaufgaben stehen mit der Flussvektor-Regelung und der Spannungs-Frequenzsteuerung zwei weitere Betriebsarten zur Auswahl.

Die Umrichter lassen sich über den austauschbaren Klemmenblock und über Erweiterungsmodule individuell ausbauen und in Netzwerke integrieren. Dafür steht ein Einsteckplatz für E/A- und Kommunikationskarten zur Verfügung. Das Produktportfolio umfasst zum Beispiel eine E/A-Karte mit zwei RS485-Schnittstellen, einen Pulsketteneingang sowie eine hochauflösende Analogkarte. Die Funktion „Sicherer Halt“ verhindert ein unerwartetes Anlaufen des Motors. Schnittstellen zu verbreiteten Industriebus-Systemen sind ebenfalls über Optionskarten verfügbar. Standard sind eine RS485-Schnittstelle mit Modbus-RTU-Protokoll und eine USB-Schnittstelle in der Gehäusefront. Die Frequenzumrichter (Nachfolger der Baureihe FR-E500) sind für Leistungsbereiche von 0,4 bis 15 Kilowatt (FR-E740) und 0,1 bis 2,2 Kilowatt (FR-E720S) ausgelegt und ebenfalls mit Weitbereichs-Eingängen für den drei- oder einphasigen Anschluss ausgestattet.

Der schon begonnene Wechsel ist nun komplettiert

Mit der Vorstellung der neuen Frequenzumrichter auf der Hannover Messe 2008 (Halle 11 Stand C47) vollzieht sich ein kompletter Generationswechsel, den das Unternehmen mit den besonders für Pumpen und Lüfter sowie anspruchsvolle Antriebsaufgaben im Maschinen- und Anlagenbau entwickelten Baureihen FR-F700 und FR-A700 eingeläutet hat. Die neue Antriebsgeneration zeichnet sich durch zahlreiche, alle vier Geräteserien umfassende Qualitäts- und Leistungsmerkmale aus.

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