+++Aktualisiert+++Wettbewerb Drones for Good 2016

Moskitocopter im Kampf gegen Malaria, Zika und Dengue

| Autor: Sariana Kunze

Bei den "The UAE Drones for Good Awards 2016" stehen 20 hilfreiche Drohnen im Halbfinale. Auch ein Prototyp des Moskitocopters zur Bekämpfung von Krankheiten wie Malaria, Zikafieber und Dengue des Flugroboter-Unternehmesn Height Tech steht in Dubai in der Endrunde.
Bei den "The UAE Drones for Good Awards 2016" stehen 20 hilfreiche Drohnen im Halbfinale. Auch ein Prototyp des Moskitocopters zur Bekämpfung von Krankheiten wie Malaria, Zikafieber und Dengue des Flugroboter-Unternehmesn Height Tech steht in Dubai in der Endrunde. (CC0 Public Domain, pixabay.com)

Drohen können auch viel Gutes tun, das beweist der internationale Wettbewerb "Drones for Good" in Dubai. Hier stehen momentan 20 besondere Drohen-Projekte im Halbfinale. Einer davon ist der Flugroboter ROMEO, der Moskitocopter widmet sich der Geburtenkontrolle von Stechmücken und sagt so Malaria, Zika und Dengue den Kampf an.

Drohen werden derzeit in den Medien als mögliche Terrorwerkzeuge verschrien. Sogar die Bundeskanzlerin Angela Merkel wurde erst vor kurzem auf einer Wahlkampfveranstaltung von einer Piratenpartei-Drohne bedrängt. Was sich als Scherz entpuppte, sorgt bei vielen Sicherheitsdiensten und der Polizei für tiefe Sorgenfalten. Denn Drohen wurden auch schon als Drogenkuriere für Gefängnisse genutzt und nicht zuletzt besteht die Möglichkeit einer "Bomben-Drohne". Aber die fliegenden Roboter können auch Gutes tun. Dies beweist der internationale Wettbewerb "Drones for Good" der von den Vereinigten Arabischen Emiraten ausgelobt wird. In Dubai stehen derzeit 20 besondere Drohnen-Projekte im Halbfinale. Die Finalisten wurden von dem Organisationskomitee der Regierung der Vereinigen Arabischen Emiraten aus über 1017 eingereichten Projekte aus 165 Ländern ausgewählt. Dem Gewinner des "Drones for Good Awards 2016" winkt ein Preisgeld von 1 Mio. US-Dollar. "Drones for Good" prämiert und fördert Projekte, die intelligente Drohnentechnologie für humanitäre Zwecke auf pragmatische Weise einsetzen. Auch das Projekt ROMEO (Remotely Operated Mosquito Emission Operation) des deutschen Flugroboter-Unternehmen Height Tech ist mit seinem Mositocopter in der Endrunde.

20 Finalisten-Drohnen, die Gutes tun

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Der Flugroboter-Hersteller Height Tech hat mit dem Moskitocopter den vierten Platz des internationalen Wettbewerbs Drones for Good in Dubai erreicht. Die Multi-Rotor-Drohne von Loon Copter aus den USA gewann den Preis von 1 Mio. USD beim internationalen Wettbewerb um den "UAE Drones for Good Award 2016". Der Loon Copter ist ein Amphibien-Quadrocopter, der nicht nur fliegen und schwimmen, sondern auch tauchen kann. Im Loon Copter ist eine Kamera verbaut, mit der sich der vielseitige Quadrocopter zum Beispiel als Aufklärungsdrohne für Rettungseinsätze auf dem Meer nutzen lässt. Im Flugmodus sei er deutlich schneller als ein ferngesteuertes Robo-U-Boot, könne am Ziel aber trotzdem unter Wasser agieren. Die Drohne soll daher auch für die Beobachtung von Meerestieren oder die Überwachung von Umweltverschmutzungen über und unter Wasser geeignet sein.

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In Zusammenarbeit mit dem gemeinsamen Programm der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) und der internationalen Atomenergie-Organisation (IAEA) hat Height Tech, ein Unternehmen der Spectair Group, einen Flugroboter entwickelt, mit dem sterilisierte Stechmückenmännchen einfach und schnell in Risikogebieten verteilt werden können. Die Mücken werden gekühlt in kleinen Containern im Fluggerät transportiert. Jeder Container fasst rund 1000 Mücken. Mückenweibchen, die Überträger der gefährlichen Viren, paaren sich mit den ausgesetzten Männchen, bekommen aber keinen Nachwuchs. Mit Hilfe dieser Methode können Mückenpopulationen bei regelmäßigem Einsatz langfristig und nachhaltig verkleinert werden. Dies senkt das Risiko einer Weiterverbreitung von durch Mücken übertragenen lebensbedrohlichen Viren erheblich und schützt die Gesundheit der Menschen vor Malaria, Zika und Dengue in den betroffenen Regionen.

Schnelle Hilfe gegen Moskitoplage

Durch den Einsatz von Flugrobotern können auch entlegene und schwer zugängliche Gebiete erreicht und die Mückenmännchen dort verteilt werden. Da sich die Transport- und Verteilungsvorrichtung in unterschiedlichen Größen realisieren lässt, kann das System in Zukunft skaliert werden. Es lässt sich sowohl in ländlichen als auch städtischen Regionen und verschieden großen Arealen einsetzen. Das Labor der FAO/IAEA forscht bereits seit mehreren Jahren an der Behandlung von Mücken mit Gammastrahlen, um sie im Kampf gegen gefährliche Krankheiten einzusetzen. Mit Height Tecg hat die UN-Behörde einen Praxispartner aus der Flugrobotik gefunden, der die biologische um die technische Seite ergänzt.

Ergänzendes zum Thema
 
Mit einem kleinen Stich zur Tropenkrankheit

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