Forschung Neuer Sensor ermöglicht eine bessere Auslastung des Schienennetzes

Quelle: KIT

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Der Sensor kann die Position von Zügen mittels magnetischem Fingerabdruck genau ermitteln. Die Nachteile von herkömmlichen Methoden zur Positionsbestimmung gleicht er problemlos aus.

Mithilfe eines Sensors können Forscher des KIT die genaue Position eines Zuges bestimmen und so den Schienenverkehr effizienter machen.
Mithilfe eines Sensors können Forscher des KIT die genaue Position eines Zuges bestimmen und so den Schienenverkehr effizienter machen.
(Bild: Bosch Zünder/Jan Potente)

Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) hat eine neue Technologie entwickelt, mit der die Auslastung des Schienennetzes um 35 Prozent verbessert werden kann. Laut einer Mitteilung kann mithilfe eines Magnetic Railway Onboard Sensors (Maros) innerhalb eines engeren Zeitraums mehr Züge auf einem Gleis fahren. Die Kapazität pro Gleiskilometer steige somit.

Erste Testfahrten abgeschlossen

Für die genaue Lokalisierung machen sich die Forscher den Fingerabdruck des Metalls zu Nutze. Der Maros könne diesen Fingerabdruck genau erkennen. „Dazu erzeugt der Sensor, befestigt an der Fahrzeugunterseite, ein elektromagnetisches Feld, das von den ferromagnetischen Stoffen wie den Schienen oder dem Befestigungsmaterial der Schienen beeinflusst wird. Der Sensor misst, wie stark das elektromagnetische Feld verändert wird. So lässt sich jedem Streckenabschnitt ein exakter elektromagnetischer Fingerabdruck zuteilen“, sagt Martin Lauer vom Institut für Mess- und Regelungstechnik (MRT) des KIT.

Das KIT hat erste Testfahrten auf unterschiedlichen Streckenabschnitten in Österreich bereits abgeschlossen. Laut den Forschern konnte belegt werden, dass der Sensor funktioniert. Auf den Markt kommen soll Maros bis Anfang 2025. Ihre Ergebnisse wollen die Wissenschaftler zudem auf der Fachmesse Innotrans in Berlin vom 20. bis 23. September präsentieren.

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