„Oncite powered by IBM“ Oncite wird um Komponenten von IBM Cloud Paks erweitert

Redakteur: Katharina Juschkat

IBM erweitert die Industrial-Edge-Appliance Oncite um die Cloud-Pak-Lösung, basierend auf Red Hat Openshift. Möglich soll damit eine schnellere Inbetriebnahme und flexiblere Integration der Appliance werden.

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Mit „Oncite powered by IBM“ adressieren German Edge Cloud und IBM die Digitalisierungsbedürfnisse der Fertigungsindustrie durch Shopfloor-Funktionen als All-In-One Hybrid-Cloud-Lösung.
Mit „Oncite powered by IBM“ adressieren German Edge Cloud und IBM die Digitalisierungsbedürfnisse der Fertigungsindustrie durch Shopfloor-Funktionen als All-In-One Hybrid-Cloud-Lösung.
(Bild: IBM)

Oncite, entwickelt von German Edge Cloud (GEC), ist die erste datensouveräne Industrial Edge Appliance für echtzeitfähige industrielle Anwendungsfälle. IBM hat die Appliance jetzt um die „Cloud-Pak-Lösung“ erweitert, die auf Red Hat Openshift basiert. Das Ergebnis für die Industrie-Anwender: Schnellere Inbetriebnahme und flexiblere Integration der Appliance in alle Leitebenen der Fertigung.

Das Paket besteht aus Hardware-, Software- und Application Management Services und ist für Produktionsbetriebe, OEM-Hersteller sowie die Zulieferindustrie gedacht, die damit von der Digitalisierung durch den Einsatz der Hybrid-Cloud profitieren können – mit wenig eigenen Ressourcen und Fachwissen.

Visualisierung und Analyse der Produktionsdaten

GEC liefert eine sichere lokale Netzwerkanbindung. Hinzu kommt die industrietaugliche Technologie des IT-Infrastruktur-Spezialisten Rittal. Darüber hinaus ermöglicht die GEC mit ihrem „Smart Manufacturing Operations Management“ – kurz „smart MOM“ und der darin integrierten GEC Analytics Plattform die Visualisierung und „near Realtime“-Analyse der Produktionsdaten aus allen Quellen.

Was zunächst einfach klingen mag, ist immer noch eine der größten Herausforderungen in modernen Fertigungsumgebungen: das Sichtbarmachen der relevanten Produkt- und Prozessdaten während des laufenden Transports – lückenlos von Station zu Station bis zur Qualitätskontrolle und Auslieferung der serialisierten Produkte an den Kunden. Hier kommt IBM ins Spiel.

Die produzierenden Unternehmen profitieren durch den Einsatz von Hyperscaler-Technologie schnell von einem hohen Digitalisierungsgrad in ihrer Fertigung, ohne selbst umfassendes Know-how dafür entwickeln zu müssen.

Sebastian Ritz, Geschäftsführer der German Edge Cloud

Daten in Echtzeit aus der gesamten Automatisierungs-Pyramide zusammenführen

Damit diese Visualisierung gelingt, müssen in nahezu Echtzeit alle relevanten Daten zusammengeführt werden – entlang der gesamten Automatisierungs-Pyramide der Fertigung: Von den lokalen IT-Systemen der Fabrik mit ERP an der Spitze, über PLM, MES und SCADA bis zu den Sensoren und Aktoren der verarbeitenden Maschinen an der Basis.

Die ersten eingesetzten Module aus den IBM Cloud Paks adressieren die OT-IT-Integration durch die IBM-Lösung Plant Service Bus. Sie basiert auf IBM App Connect for Manufacturing und bietet eine universelle Integration in den Shopfloor auf Basis von MQTT, OPC UA und weiterer Protokolle. Zusätzlich kommt der IBM Operational Decision Manager zum Einsatz, der es Nicht-IT-Mitarbeitern ermöglicht, das Verhalten und die Datenflüsse im Shopfloor über Geschäftsregeln zu steuern. Dabei werden alle Daten aus dem operativen Bereich (OT) erfasst und mit den IT-Systemdaten vereinheitlicht, um sie dann dem „Smart MOM“ zur Verfügung zu stellen.

Die Lösung läuft auf Red Hat Openshift, womit nicht nur die von GEC und IBM zur Verfügung gestellten Komponenten, sondern auch weitere Lösungen von Drittanbietern in einer modernen Container-, Automations- und virtualisierten Umgebung als die neue Fertigungs-IT laufen. Mit Red Hat Openshift bekommen Kunden die Flexibilität, ihre Anwendungen lokal oder in der Cloud-Umgebung auszuführen – der große Nutzen einer Hybrid-Cloud-Umgebung.

Pilotprojekt zeigt 250 vernetzte Maschinen

Die Perspektiven von Oncite zeigt das Pilotprojekt im digital integrierten Produktionswerk von Rittal im hessischen Haiger. 250 vernetzte Maschinen produzieren dort bis zu 18 Terabyte Daten jeden Tag, die analysiert, in nahezu Echtzeit verarbeitet und zur Optimierung der Produktion genutzt werden – und zwar mit der notwendigen Datensicherheit und -souveränität. Bei der Planung des Werks im Jahr 2015 war noch keine passgenaue, datensouveräne Lösung verfügbar – das war der Anstoß zur Entwicklung von Oncite. Mit Hilfe der IBM-Lösung erweiterten sich die Möglichkeiten: Produktinformationen aus dem SAP-System wurden mit Echtzeit-Stationsdaten zusammengeführt. Damit konnte schnell und einfach visualisiert werden, in welchem Bearbeitungszustand sich die jeweiligen Produkte befinden und wie der Produktionsprozess insgesamt verläuft.

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