Engineering-Software

Prozessmodell für IEC 61508 Projekte verringert den Aufwand

08.12.2010 | Autor / Redakteur: Jens-Uwe Schuster / Reinhard Kluger

Die Startseite des Prozessbeschreibung fürs Management funktionaler Sicherheit ist eine klickbare Map
Die Startseite des Prozessbeschreibung fürs Management funktionaler Sicherheit ist eine klickbare Map

Im TFS von Mircosoft lassen sich Abläufe wie sicherheitsgerichtete Projekte nach IEC 61508 oder abgeleitete Sicherheitsnormen darstellen, Templates ablegen und Abläufe hinterlegen die Anforderungsverfolgung mittels TFS kann durchgeführt werden. infoteam hat eine Vorlage für functional safety management erarbeitet. Der Nutzen: Die einzusetzende Toolwelt kann homogenisiert, der Aufwand enorm verringert werden.

Software entwickeln heißt heute, im Team mit komplexen Werkzeugketten arbeiten. Bei sicherheitsbezogener Software sind darüber hinaus auch normative Anfordeungen in den Entwicklungsprozessen abzubilden. Application Lifecycle Management (ALM) Systeme, wie der MS Visual Studio Team Foundation Server (TFS) bieten genau dafür Lösungen.

Prozesse sollen gelebt werden und keine Papiertiger bleiben. Aus diesem Grund sollen sie einfach und ihre Beschreibung möglichst schnell zugänglich sein. Die Prozessbeschreibungen für das Management der funktionalen Sicherheit sind über das Projektportal zu erreichen. Die Startseite der Prozessbeschreibung ist eine klickbare Map, um das Navigieren zu vereinfachen. Für jede Phase des Sicherheitslebenszyklus ist eine Beschreibung vorhanden, die konkrete Verweise auf die Norm, die Eingangsdokumente, die Aktivitäten und Verantwortlichen sowie die Ausgangsdokumente einer Phase enthält. Für die Aktivitäten sind Anleitungen hinterlegt z.B. zur Durchführung von Reviews oder FMEDAs.

Objekte per Link zuordnen

Die Workitems sind verfolgbare Objekte im Team System. Sie werden in der Datenbank abgelegt und können einander durch Links zugeordnet werden. Das hier vorgestellte Prozessmodell enthält folgende Workitemtypen: Requirement, Task, TestCase und ChangeRequest. Für Requirements sind wiederum Typen entsprechend der Entwicklungsphasen Konzept, Anforderungen und Entwurf definiert. Innerhalb einer Phase ist es möglich die Requirements hierarchisch zu strukturieren (z.B. System-, Komponenten-, Software-, Hardwareanforderungen). Für jeden Workitemtyp werden Masken und Abläufe in den Prozessvorlagen definiert. Dabei werden die Attribute der Workitems festgelegt. Für Requirements sind solche Attribute z.B. die Sicherheitsklassifizierung oder die Priorität. Die Abläufe werden als Zustandsmodell hinterlegt. Der aktuelle Zustand eines Workitems ist ebenfalls ein Attribut. Um die Abläufe einfach zu halten, sind die Zustände der Workitems mit den Dokumentenzuständen abgestimmt.

Für jedes Workitem vom Typ Requirement wird mindestens ein Workitem vom Typ TestCase erstellt und mit dem Requirement verbunden (Link). Requirements aus der untersten Entwurfsphase (Modulspezifikation) werden Task, das sind konkrete Implementierungsaufgaben, zugeordnet. Diese Verbindung der Workitems ist die Basis für die Verfolgung innerhalb des Projekts (Tracing).

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