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Interview

Rahman Jamal spricht von TSN, IIoT, AI und NI

| Autor: Sariana Kunze

Was bringt uns 2018 und an welchen Trendthemen kommt man in diesem Jahr nicht vorbei? Wir uns zum Start ins neue Jahr mit Rahman Jamal, Global Technology & Marketing Director bei NI, darüber unterhalten welche Technologien wichtig sind und wichtig werden.

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Rahman Jamal, Global Technology & Marketing Director bei NI, erklärt, welche Technologien NI vorantreiben will.
Rahman Jamal, Global Technology & Marketing Director bei NI, erklärt, welche Technologien NI vorantreiben will.
(Bild: National Instruments )

Eines der großen Themen ist OPC UA TSN als offener Standard. Die Avnu Alliance, das Industrial Internet Consortium und die OPC Foundation haben ihre Zusammenarbeit mit führenden Unternehmen aus IT und OT, mit dem Ziel die Interoperabilität industrieller Geräte auf Basis von OPC UA over Time Sensitive Networking (TSN) zu gewährleisten, verstärkt. Seit Beginn dieser Initiative im Jahr 2016 ist einiges passiert: Die Testpläne für die Konformitätsprüfung der TSN-Zeitsynchronisation wurden von Avnu fertiggestellt und sind für Testhäuser verfügbar.National Instruments (NI) gehört bei der OPC-UA-TSN-Initiative zu den Gründungsmitgliedern. Rahman Jamal, Global Technology & Marketing Director bei NI, treibt die Standardisierung weiter voran. Wir haben uns zum Start in das neue Jahr mit ihm über die wichtigen Trendthemen unterhalten sowie erfahren, welche Technologien NI vorantreiben will.

Herr Jamal, warum ist Ihnen ein einheitliches Protokoll für die Kommunikation im Industrial Internet of Things (IIoT) so wichtig?

Zur Grundphilosophie der NI-Plattform zählen seit jeher ihre Offenheit und Interoperabilität, die eine Anbindung an Produkte von Drittanbietern gestatten. Wir freuen uns sehr, dass wir mit unserem Engagement dazu beitragen dürfen, den offenen Standard OPC TSN von Anfang an mitzugestalten und zu einer Lösung für synchronisierte, deterministische Kommunikation zu machen. Wir wollen so sicherstellen, dass unsere Kunden interoperable Test-, Mess-, Steuer- und Regelsysteme erstellen können. Deshalb engagieren wir uns auch bei zwei physikalischen Ausführungen des IIC-Testbeds, von denen sich eines im NI IoT Lab an unserem Hauptsitz in Austin befindet, das andere bei Bosch in Deutschland. Zudem hat NI den Vorsitz der Arbeitsgruppe inne, die den Standard für OPC UA over TSN entwickelt.

Nicht nur TSN ist für NI ein wichtiges Thema. Welche Trends sehen Sie bzw. was bewegt den Markt?

Zu allererst ist hier natürlich das IIoT zu nennen. Das IIoT umfasst weit mehr als nur die smarte Fabrik von morgen. Es deckt auch alle anderen smarten Bereiche ab, sei es Smart Grid, Smart Health oder Smart Vehicle. 95 Prozent der Unternehmensleitungen rechnen damit, dass ihre Firma innerhalb der nächsten drei Jahre auf den IIoT-Zug aufspringen wird. Und das ist auch nicht verwunderlich, denn das IIoT entwickelt sich rasant, immer mehr Dinge werden intelligent und miteinander vernetzt. Dies bedeutet aber auch, dass Unmengen an Daten anfallen – etwas, das wir bei NI gerne als Big Analog Data bezeichnen. Doch die Daten allein sind nicht viel wert. Damit aus dieser Datenflut wirklich nützliche Informationen gezogen werden können, müssen die Daten erst einmal analysiert werden, Stichwort Data Analytics. Erst die dadurch gewonnenen Erkenntnisse ermöglichen es, weitere Schritte einzuleiten und letztendlich Vorteile daraus zu ziehen. Somit lassen sich etwa Betriebszeiten maximieren oder Produktinnovationen vorantreiben. IIoT-fähige Anwendungen sind also ein klarer Wettbewerbsvorteil. Mit heutiger Analysesoftware und Edge-Hardware ist es sogar relativ einfach, aus kleineren IIoT-Pilotprojekten geschäftliche Vorteile zu ziehen.

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Über den Autor

Sariana Kunze

Sariana Kunze

Redakteurin online/print bei elektrotechnik AUTOMATISIERUNG, elektrotechnik