Rittal - Cideon - Eplan - Kiesling Rittal auf dem Weg zu Industrie 4.0

Redakteur: Dipl. -Ing. Ines Stotz

Unter dem Leitthema „Next level for industry“ präsentierte Rittal auf der Hannover Messe gemeinsam mit den Schwesterunternehmen Cideon, Eplan und Kiesling zukunftsweisende Lösungen für integrierte Wertschöpfungsketten im Steuerungs- und Schaltanlagenbau.

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Uwe Scharf, Geschäftsbereichsleiter Produktmanagement, Rittal: „Softwareanbindung, Datenbereitstellung sowie die Beherrschung von Schnittstellen werden zukünftig alles bestimmen – dabei wird das Bindeglied zwischen kaufmännischer und technischer Software immer wichtiger.“
Uwe Scharf, Geschäftsbereichsleiter Produktmanagement, Rittal: „Softwareanbindung, Datenbereitstellung sowie die Beherrschung von Schnittstellen werden zukünftig alles bestimmen – dabei wird das Bindeglied zwischen kaufmännischer und technischer Software immer wichtiger.“
(Bild: Ines Näther)

„Auch wenn die Vision von Industrie 4.0 noch einige Jahre benötigt, bis sie in der Industrie umgesetzt ist, sind vielversprechende Ansätze schon heute bei Rittal, Cideon, Eplan und Kiesling konkret verwirklicht“, erklärt Uwe Scharf, Geschäftsbereichsleiter Produktmanagement bei Rittal. Im Steuerungs- und Schaltanlagenbau liegt das Hauptaugenmerk der aktuellen Entwicklung darauf, den Engineering-Prozess in seiner Gesamtheit zu optimieren.

Ziel ist die verstärkte Integration von Produktentwicklungs- und Produktionsprozessen sowie das zunehmende Zusammenwachsen von virtueller und realer Welt. „Eine wesentliche Voraussetzung für die Realisierung von Industrie 4.0 sind konsequente Standardisierung, ganzheitliche Produktdaten-Modelle, durchgängige Datenhaltung, datenkompatible Werkzeuge, abgestimmte Prozesse entlang des Engineerings sowie neue automatisierte Maschinentechnik und Verfahren“, so Scharf.

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„Wir unterstützen Steuerungs- und Schaltanlagenbauer die gesamte Prozesskette nach Industrie 4.0 abzubilden und rationalisieren mit Software, Systemtechnik und Maschinen die Wertschöpfungskette – damit sind wir in der Branche mit weitem Abstand der Einzige, der so etwas anbieten kann“, ergänzt Dr. Thomas Steffen, Geschäftsführer Forschung und Entwicklung bei Rittal.

Innerhalb der Friedhelm Loh Group bieten die Unternehmen Cideon, Eplan, Rittal und Kiesling Maschinentechnik bereits weit fortgeschrittene Lösungen an. Die gute Abstimmung der Unternehmen innerhalb der Gruppe bietet hier einen enormen Vorteil, der gerade dem Anwender im Schaltanlagenbau zugutekommt.

Bereits heute lässt sich durch die Nutzung von M-CAD- und E-CAD-Produktdaten (RiCAD 3D, Eplan Data Portal), vernetzten Software-Tools (Eplan Electric P8, Eplan Pro Panel, Rittal Therm und Rittal Power Engineering) sowie automatisierter Maschinentechnik von Kiesling – wie den jetzt serienreifen Verdrahtungsroboter Averex – die Effizienz im Schaltanlagenbau deutlich erhöhen.

Zur Hannover Messe stellte Rittal die Bauteilebibliothek RiCAD 3D mit einem kompletten Daten-Update vor. Zusätzlich zur Eplan View App stehen die Software-Tools Rittal Therm und Eplan Data Portal ebenfalls als App-Versionen zur Verfügung.

Partnerschaft: Ri4Power

Mit seinem Technology-Partner-Programm rund um die Schaltanlagen-Plattform Ri4Power demonstrierte Rittal, wie sich normgerechte Steuerungs- und Schaltanlagen nach DIN EN 61439 aufbauen lassen und wie eine Zusammenarbeit mit namhaften Unternehmen im Bereich elektrischer Schaltanlagen aussehen kann. In 2014 beteiligten sich wieder namhafte Unternehmen darunter die Hersteller ABB, Eaton, GE, Siemens und Terasaki sowie die Anwender Frako, Janitza, Kesselhut, Trips und Majo.

Produktseitig erweitert Rittal mit einem neuentwickelten 185-mm-Sammelschienensystem seine Ri4Power Produktplattform. Damit lassen sich kompakte Energieverteilungen in der Industrie und in größeren Gebäuden einfach realisieren.

Als weiteres Messe-Highlight stellte Rittal seinen montagefreundlichen System-Einzelschrank SE 8 jetzt als NEMA 4/4x-Version und als Weiterentwicklung zum PC-Schranksystem vor.

Mit einer neuen TS Trennschalterhaube sorgt Rittal zudem für eine einfachere Montage von Schaltschränken mit Trennschalter für den nordamerikanischen Markt.

Auch beim Thema Energiespeicherung setzt der Systemanbieter deutliche Akzente. Das zeigen aktuelle Anwendungsbeispiele mit Energiespeicherschränken für Unternehmen wie ads-tec, LG Chem, Sonnenbatterie und Varta.

Data Center Infrastructure Management

Der Systemanbieter Rittal präsentiert sich ebenfalls als Experte für IT-Infrastruktur. So zeigt der Hersteller vorkonfigurierte Lösungen mit dem TS IT Rack für Netzwerk- und Serveranwendungen, das Micro Data Center sowie das vollständig standardisierte Rechenzentrum RiMatrix S.

Mit RiZone 3.5, der Plattform für Data Center Infrastructure Management (DCIM), ist jetzt – zusätzlich zur Überwachung der physischen Infrastruktur – auch das Kapazitätsmanagement möglich. In Verbindung mit der Online-Erfassung per RFID und Dynamic Rack Control (DRC) oder mittels manueller Eingabe garantiert RiZone 3.5 eine lückenlose Dokumentation von Servern und bietet damit eine optimale Grundlage für die Überwachung und Planung der Ressourcen, wie z.B. Leistung, Klimatisierung und Höheneinheiten im Rechenzentrum.

Zudem stellt Rittal die neue Brandmelde- und Löschanlage DET-AC III, die durch VdS mit positiven Ergebnissen geprüft wurde, für den Einsatz in geschlossenen Serverschränken vor. Die neu integrierte CAN-Bus-Schnittstelle bietet eine direkte Anbindung an das Monitoringsystem Computer Multi Control III und integriert so die Anlage optimal in „Rittal – Das System“.

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