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Temperaturregler und -begrenzer

Rohrbegleit-Heizung in explosionsgefährdeter Atmosphäre nach ATEX-Richtlinien

| Autor/ Redakteur: Rainer Staaf* / Ines Stotz

Im Anlagenbau oder in der Prozesstechnik müssen Rohrleitungen, Behälter und Armaturen gelegentlich beheizt werden, um bestimmte Eigenschaften von Produktionsstoffen zu gewährleisten - oder auch nur, um sie im Außenbereich vor Frost zu schützen. Die üblicherweise eingesetzten Widerstandsheizungen werden durch Temperaturregler und Sicherheits-Temperaturbegrenzer kontrolliert, die in Bereichen mit Explosionsgefahr den ATEX-Richtlinien entsprechen müssen.

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Bei der Verarbeitung temperaturempfindlicher Produktionsstoffe werden elektromechanische Thermostate zur Regelung und Begrenzung der Rohrtemperatur eingesetzt.
Bei der Verarbeitung temperaturempfindlicher Produktionsstoffe werden elektromechanische Thermostate zur Regelung und Begrenzung der Rohrtemperatur eingesetzt.
(Bild: Corgarashu - Fotolia)

Der Wärmeverlust beim Transport oder bei der Verarbeitung unterschiedlicher Produktionsstoffe ist zum Beispiel abhängig vom Durchmesser eines Rohres oder der Oberfläche eines Behälters, von der Wärmeleitzahl der Isolierung, sowie von der Temperaturdifferenz zwischen Produkt und Umgebung. Um Wärmeverluste auszugleichen kommen so genannte Rohrbegleit-Heizungen zum Einsatz.

Es hat sich gezeigt, dass in explosionsgefährdeten Bereichen die Beheizung von Rohrleitungen mit elektrischem Strom die einzig praktikable und wirtschaftlich vertretbare Technik ist. Als Heizelemente haben sich in der Praxis Heizungen nach DIN VDE 0253 und die so genannten selbstregelnden Heizbänder bewährt.

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Sie sind in verschiedenen Ausführungen und mit unterschiedlichen Leistungen am Markt verfügbar. Heizleitungen aus hochwertigem Widerstandsdraht und einer Kunststoffisolierung werden mit ihrem Widerstandswert genau auf die vorgegebene Länge und Heizleistung entsprechend der Anschlussspannung abgestimmt.

Heizbänder richtig montiert

Die Wärmeabgabe der Heizleitung hält Rohre oder Flächen eng toleriert auf der gewünschten Temperatur und gleicht Unterschiede in der Umgebungstemperatur partiell aus. Rohrbegleit-Heizbänder werden gestreckt oder spiralförmig am Rohr verlegt.

Bei waagrecht verlaufenden Rohren wird das Heizband an der unteren Seite auf der Vier-Uhr- und der Acht-Uhr-Position montiert und an Rohrbögen auf der Außenseite des Bogens. Die Befestigung erfolgt mittels Kabelbindern oder spezieller Klebebänder frei von Halogenen oder Weichmachern. An Guss-, Glas und Kunststoffrohren wird das Heizband zusätzlich mit Aluminiumklebeband der Länge nach ganzflächig überklebt, um eine bessere Wärmeverteilung zu erzielen.

Die Wärmedämmung und das Anbringen von Verkleidungen erfolgt unmittelbar nach der Montage der Heizbänder um Beschädigungen zu vermeiden. Vor allem beim Einsatz an Heizungsrohren, dampfgespülten Anlagen usw., bei Öltanks oder Ölleitungen sowie in explosionsgefährdeten Bereichen ist besonders auf die Temperaturbeständigkeit der Heizbänder zu achten.

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