Software & Engineering Sechs neue Software- und Engineering-Tools

Von Lilli Bähr

Vom digitalen Typenschild für mehr Transparenz und Schutz über eine KI-basierte Software für weniger Datenchaos bis hin zu einer LIN-Monitoring-Software mit Scripting – Wir stellen Ihnen sechs Neuheiten aus dem Bereich Software & Engineering vor.

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Im digitalen Typenschild sind alle produktrelevanten Daten gespeichert und können einfach weiterverarbeitet werden.
Im digitalen Typenschild sind alle produktrelevanten Daten gespeichert und können einfach weiterverarbeitet werden.
(Bild: Sigmatek)

1. Transparenz und Schutz mit digitalem Typenschild

Klassische Typenschilder werden in den Smart Factories zu einem Auslaufmodell bzw. sind nur der Ausdruck der wichtigsten Produktdaten. Immer mehr relevante Informationen und die laufende Miniaturisierung der Produkte sprechen für die Digitalisierung des Typenschildes.

Sigmatek-Systemkomponenten verfügen bereits seit vielen Jahren über ein digitales Typenschild. Hier sind produktrelevante Informationen gespeichert wie beispielsweise Artikelbezeichnung, Seriennummer, Hardware-Stand, Bildschirmgrößen, Speicherausbau, MAC-Adresse und vieles mehr – inklusive Checksummen über den gesamten Datensatz, um die Gültigkeit zu verifizieren.

Die Neuheiten im Überblick finden Sie hier:

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Alle vorhandenen Informationen lassen sich laut Unternehmen mit dem Engineering Tool Lasal jederzeit in Form eines Hardware-Trees auslesen. Die Daten können in der Maschinen-/Anlagen-Historie hinterlegt, weiterverarbeitet und auf der Bedienoberfläche angezeigt werden. So weiß der Maschinenbauer jederzeit, welche Systemkomponenten in der ausgelieferten Maschine bzw. Anlage verbaut sind. Die gesammelten Daten sollen sich vor allem im Service-Fall als hilfreich erweisen – sei es bei der Diagnose, der Fehlersuche oder der Ersatzteilbeschaffung bei fehlender Dokumentation.

2. Sichere Kommunikation zwischen Maschinen

B&R ermöglicht eine sichere und zugleich flexible Kommunikation zwischen sicheren Steuerungen. Somit lassen sich die Vorzüge der programmierbaren Sicherheitstechnik auch für Sicherheitsfunktionen im Maschinenverbund einsetzen.
B&R ermöglicht eine sichere und zugleich flexible Kommunikation zwischen sicheren Steuerungen. Somit lassen sich die Vorzüge der programmierbaren Sicherheitstechnik auch für Sicherheitsfunktionen im Maschinenverbund einsetzen.
(Bild: B&R)

B&R will die sichere Kommunikation zwischen Maschinen und Maschinenteilen vereinfachen. Mit einem Update der Software Mapp Safety lassen sich programmierbare Sicherheitsfunktionen nun ohne nennenswerten Mehraufwand auch in komplexen Maschinenverbünden einsetzen. Der Zeitaufwand für die Umsetzung von maschinenübergreifenden Sicherheitsfunktionen sinkt laut Unternehmen.

Neue Anlagenteile lassen sich auch zu einem späteren Zeitpunkt hinzufügen, ohne dass die sichere Applikation neu geschrieben werden muss. Bei der Inbetriebnahme eines neuen Maschinenteils passt der Bediener einfach die notwendigen Parameter auf der Benutzeroberfläche an.

Mit den Sicherheitssteuerungen von B&R können Anwender bis zu 150 Kommunikationsverbindungen zu anderen Sicherheitssteuerungen einrichten. Auch die besonders kompakten sicheren Steuerungen des Typs Safelogic-X unterstützen diese Funktionen und können Teil eines Anlagenverbundes sein. Die Daten werden mit dem sicheren Protokoll Open Safety wahlweise über Powerlink oder UDP übertragen. Als Übertragungsmedium können alle bewährten Kabel- sowie Wireless-Technologien eingesetzt werden.

3. Datenchaos ade mit KI-basierter Software

Die KI-basierte und beliebig skalierbare Software von Qualityline erfasst kontinuierlich die Fertigungsdaten mehrerer Standorte in Echtzeit.
Die KI-basierte und beliebig skalierbare Software von Qualityline erfasst kontinuierlich die Fertigungsdaten mehrerer Standorte in Echtzeit.
(Bild: Qualityline)

Qualityline hat mit der gleichnamigen Software ein nach eigenen Angaben weltweit einzigartiges Programm entwickelt, das jegliche Datenformate automatisch harmonisiert und analysiert. Die KI-basierte und beliebig skalierbare Software erfasst dazu kontinuierlich die Fertigungsdaten mehrerer Standorte in Echtzeit. Mit Hilfe eines Diagnostic-Moduls werden die Angaben einzelner Fertigungs-, Test- und ggf. auch Reparaturschritte in einer digitalen Zwillingsdatenbank formatunabhängig entschlüsselt.

Ein Capture-Tool harmonisiert die unterschiedlichen Daten wie etwa Seriennummern, Zeitstempel und Testresultate auf Basis codierter Mustererkennung vollautomatisch. In einem nächsten Schritt überprüft das Tool das Datenmaterial auf Anomalien und korreliert Parameter und Daten. Deckt die Software Verbesserungspotenziale auf, lassen sich diese umgehend auch in anderen Werken zur Steigerung der Produktqualität implementieren.

4. Produktion immer im Blick mit IoT-Plattform

Der Shopfloor Navigator bietet Schichtverantwortlichen, Produktions- und Werksleitern jeweils das passende Informationsangebot.
Der Shopfloor Navigator bietet Schichtverantwortlichen, Produktions- und Werksleitern jeweils das passende Informationsangebot.
(Bild: Contact)

Contacts IoT-Plattform ermöglicht Produktherstellern den Aufbau smarter Mehrwertdienste und die Digitalisierung ihrer Fertigungsanlagen. Nun hat der Softwarehersteller eine neue Version von Elements for IoT veröffentlicht, die Unternehmen noch mehr Wertschöpfungspotenzial im Shopfloor erschließen soll.

Der Shopfloor Navigator bietet Schichtverantwortlichen, Produktions- und Werksleitern jeweils das passende Informationsangebot. Für jede Schicht lassen sich in der Software die festgelegten KPIs berechnen, Produktionsvorgänge ausführen, die Gründe für Stillstände und Ausschuss analysieren – und alle relevanten Daten für eine reibungslose Schichtübergabe protokollieren.

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Die Dashboards der Lösung sind je nach Informationsbedarf flexibel zu nutzen: Auswertungen zur Produktivität sind für eine einzelne Maschine oder Schicht, den kompletten Arbeitstag wie auch über einen längeren Zeitraum möglich. Mit MQTT und OPC UA bedient Contact zwei wesentliche Industriestandards für die Maschinenanbindung mit IoT-Plattformen.

5. Plattform minimiert Entwicklungsaufwand und verkürzt Entwicklungszeit

Immer kürzere Entwicklungszyklen und stets wachsende Anforderungen, z. B. an die Funktionssicherheit, stellen Entwickler oft vor große Herausforderungen. Entwicklungsplattformen mit einem Referenzdesign und einer abgestimmten Softwarebibliothek können hier viel Zeit und Aufwand sparen und Designrisiken minimieren. NT-Safe-Flex STM32, eine neue Safety-Engineering-Plattform von Newtec, soll nun die Integration von STM-32-Microcontrollern in sicherheitskritische Umgebungen erleichtern und eine um 35 Prozent verkürzte Entwicklungszeit ermöglichen.

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Das Referenzdesign und die dazugehörige umfassende Safety Library (inkl. Firmware) wurden gezielt für Industrieanwendungen mit hohen Safety-Anforderungen entwickelt und können bis SIL 3 zertifiziert werden. Damit eignet sich die Plattform dem Unternehmen zufolge besonders dort, wo es um die Umsetzung von hohen Sicherheitsanforderungen geht, beispielsweise zur Überwachung von schnellen Maschinenbewegungen in der Robotik. Das Referenzdesign bietet eine zweikanalige Architektur mit zwei STM-32-G-070-Mikrocontrollern und eine mit STM Nucleo und Arduino kompatible Anschlussleiste.

6. LIN-Monitoring-Software mit Scripting

Für PC-Interfaces von Peak-System mit LIN-Anbindung (PCAN-USB Pro, PCAN-USB Pro FD, PLIN-USB) ist die LIN-Monitoring-Software PLIN-View Pro in der Version 3 erschienen.
Für PC-Interfaces von Peak-System mit LIN-Anbindung (PCAN-USB Pro, PCAN-USB Pro FD, PLIN-USB) ist die LIN-Monitoring-Software PLIN-View Pro in der Version 3 erschienen.
(Bild: Peak-System)

Für PC-Interfaces von Peak-System mit LIN-Anbindung (PCAN-USB Pro, PCAN-USB Pro FD, PLIN-USB) ist die LIN-Monitoring-Software PLIN-View Pro in der Version 3 erschienen. Neu ist die Möglichkeit von Skriptcode-Implementierungen für verschiedene LIN-Elemente in der Software. Die Umsetzung erfolgt mit der Programmiersprache Microsoft C#. Die Daten von Publisher-Frames aus der Transmit- und der Publish-Liste sind veränderbar ebenso wie Einträge von Schedule-Tabellen. Für verschiedene Events zu diesen Elementen kann jeweils ein C#-Script angegeben werden.

Das neue Ausgabefenster (ab Programmversion 3.1.0) gibt dem Anwender diverse Feedbackmöglichkeiten, beispielsweise zu Ladevorgängen von Projekten oder LDF-Dateien und eine zusätzliche Ausgabemöglichkeit für C#-Scripts. PLIN-View Pro ist für alle Anwender der oben genannten PC-Interfaces frei verfügbar.

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