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Sichere Sensorik Sicher auch in rauesten Umgebungen: erste sichere Radarsystem-Lösung

| Redakteur: Ines Stotz

Neu im Portfolio der sicheren Sensorik bei Pilz: eine Komplett-Lösung zur Schutzraumüberwachung basierend auf Radartechnologie – geeignet in extremen Produktionsumgebungen und komplexen Anlagenstrukturen.

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Die sichere Radarsystem-Lösung erweitert den Bereich der sicheren Sensorik PSEN von Pilz.
Die sichere Radarsystem-Lösung erweitert den Bereich der sicheren Sensorik PSEN von Pilz.
(Bild: Pilz)

Die sichere Radarsystem-Lösung umfasst je nach Anwendung bis zu sechs Radarsensoren und eine Control Unit. Dazu kommt die konfigurierbare sichere Kleinsteuerung PNOZmulti 2, in der Lösung für die Sicherheit zuständig ist. PNOZmulti sorgt etwa im Fehlerfall und bei Verletzung des Schutzbereichs bzw. Schutzraums dafür, dass eine sichere und zuverlässig erfolgende Reaktion eingeleitet wird. Einsetzbar ist die sichere Radarsystem-Lösung bis SIL 2, PL d, Kategorie 2.

Zu den sicherheitsgerichteten Funktionen, die die System-Lösung abdeckt, gehören die „Erfassungsfunktion“, d. h. das Versetzen der Maschine in einen sicheren Zustand, sobald ein Gefahrenbereich verletzt wird sowie die Wiederanlaufsperre, die verhindert, dass die Maschine selbständig wieder anläuft, wenn sich im Gefahrenbereich noch Personen befinden. Maximal kann jeder Sensor eine maximale Reichweite von 4 m abdecken und einen engen bzw. weiten Bereich von 50° horizontal und 15° vertikal bzw. 110° horizontal und 30° vertikal abdecken.

Radarsystem: modular für flexiblere Anwendungen

Am Einsatzort der, nach Aussage des Unternehmens, weltweit ersten sicheren Radarsystem-Lösung können Schutzraum sowie System modular eingerichtet werden: Mehrere Sensoren, von denen jeder individuell konfiguriert werden kann, lassen sich frei miteinander kombinieren. Je nach Eigenschaft des zu überwachenden Bereichs kann entweder ein weiter oder ein schmaler Schutzraum eingerichtet werden. Der tatsächliche Schutzraum des Sensors ist davon abhängig, in welcher Höhe der Sensor installiert wird, welche Neigung (horizontal/vertikal) der Sensor hat und von der Konfiguration des Warnraums. Dazu kann die System-Lösung selbst über Anzahl und Anordnung der Sensoren unterschiedliche Schutzbereich-Zonen ausbilden, z. B. eine Kreisanordnung bilden.

Das Radarsystem ist modular ausgelegt, ein bis sechs Sensoren können konfiguriert werden. Das integrierte Muting kann zeitweise Sensoren – eingeteilt in bis zu drei Gruppen – inaktiv schalten. Auswahl und Konfiguration der Sensoren erfolgt über das kostenlose Safety Softwaretool von Inxpect. Optional kann hier ein zusätzlicher Warnraum konfiguriert werden. Das spart Zeit und die Maschine kann schneller in Betrieb genommen werden.

Staub und Schmutz sind kein Problem für die Radartechnologie

Die sichere Radartechnologie, auf die die System-Lösung beruht, ist grundsätzlich unempfindlich gegenüber äußeren Einflüssen wie z. B. Staub, Regen, Licht, Funkenflug oder auch Erschütterungen. Daher hat die sichere Radarsystem-Lösung überall dort ihren Einsatzbereich, wo optoelektronische Sensoren bzw. Technologien die Verfügbarkeit nicht gewährleisten können.

Als Ergänzung zur sicheren Überwachung von Räumen mit dem sicheren Laserscanner PSENscan oder den Lichtgittern PSENopt bietet die sichere Radarsystem-Lösung auch in extrem rauen Umgebungen – etwa für den Bereich Outdoor, die Schwerindustrie oder die Holzverarbeitung – eine produktive Lösung.

Typische Einsatzorte finden sich in der Schwerindustrie, wo Schmutz, Staub, Späne oder Schweißfunken, grelles Licht sowie Erschütterungen vorherrschen. Dazu gehören etwa die Stahlverarbeitung, Gießereien oder aber die Holzverarbeitung. Im Outdoorbereich sichert die Radarsystem-Lösung auch bei Nebel, Schnee und bis zu mäßig starkem Regen Krane und Flurförderanlagen wie Schüttguthäfen oder -lager.

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