Sicherheitstechnik Sicherheitseinrichtung sorgt in Chemiebetrieb für eine ungestörte Produktion

Redakteur: Dipl. -Ing. Ines Stotz

Die Herstellungsprozesse von Katalysatoren sind komplex und bergen zahlreichen Gefahren für den Bediener. Um diese zu verringern und einen reibungslosen Maschinenbetrieb sicher zu stellen, setzt BASF Catalysts auf ein – dafür maßgeschneidertes - Sicherheitssystem von Euchner.

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Sicherheitssystem, das Schutztüren an Maschinen und Anlagenabsichert, verhilft BASF Catalysts zu einer gefahrlosen und reibungslosen Produktion.
Sicherheitssystem, das Schutztüren an Maschinen und Anlagenabsichert, verhilft BASF Catalysts zu einer gefahrlosen und reibungslosen Produktion.
(Bild: Euchner)

Neben Abgaskatalysatoren für Fahrzeuge fertigt der Chemiekonzern BASF Catalysts auch Ozon abbauende Katalysatoren. Damit lassen sich zahlreiche Oberflächen beschichten, um schädliches bodennahes Ozon – der Hauptbestandteil von Smog - schon in der Luft zu zerstören.

In den verschiedenen Produktionsabschnitten kommen Roboter und pneumatisch bewegte Maschinenteile oder Rundschaltanlagen zum Einsatz, mit denen die Anwender achtsam umgehen müssen, um gesundheitliche Schäden zu vermeiden. Gleichzeitig sollen die Anlagen vor unbefugtem Zugriff geschützt werden.

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Unter dem Gesichtspunkt des Personenschutzes benötigt besonders die Mensch-Maschine-Schnittstelle eine normgerechte Absicherung - etwa bei Materialschleusen. Hier wird in der Regel ein PLd (PL – Performance Level) nach DIN EN13849-1 benötigt.

Ein Sicherheitssystem für alle Unternehmensbereiche

BASF Catalysts suchte deshalb nach einer geeigneten Sicherheitseinrichtung. Die zunächst in Betracht gezogenen Lösungen waren den Verantwortlichen zum einen zu aufwendig, zum anderen mangelte es ihnen an Freiheitsgraden für die Konstruktion. Schließlich wurden sie bei Euchner fündig: Mit dem Sicherheitssystem MGB des Sicherheitstechnik-Spezialisten aus Leinfelden-Echterdingen lassen sich alle Anforderungen des Chemie-Unternehmens normenkonform realisieren.

Mit einer einzigen Version dieser Gerätereihe können alle Unternehmensbereiche abgesichert werden – das war ein weiterer Grund für diese Entscheidung. Weil das Sicherheitssystem zudem neben zwei Drucktastern einen Not-Halt-Taster integriert, entfällt das normalerweise erforderliche Control Panel an den Zugangsbereichen. Dies minimiert den Verdrahtungs- und Installationsaufwand deutlich.

Reibungsloser Produktionsprozess steht im Vordergrund

Die Anforderungen von BASF Catalysts hinsichtlich der Türensicherung in der Katalysatorfertigung beschränkten sich auf den Prozessschutz. Die Zuhaltung wurde nicht aus sicherheitstechnischen Gründen benötigt, im Vordergrund stand der ungestörte Betrieb der Maschinen: Es sollte nicht jeder Mitarbeiter die Tür öffnen und damit den Prozess unterbrechen können.

Erst der Druck auf einen Taster gibt der Steuerung das Signal, den Prozess zu unterbrechen und die Tür freizugeben. Sobald er unterbrochen ist, wird die Zuhaltung freigegeben und der Mitarbeiter kann den gesicherten Raum betreten. Da in diesem Produktionsbereich keine Maschinenbewegung nach dem Stoppen nachläuft und damit keine Gefahr für Menschen entsteht, ist hier kein spezieller Personenschutz erforderlich.

Aufgrund der beschriebenen Anforderungen nahm Euchner entsprechende Modifikationen am Sicherheitsschalter vor, so dass die Zuhaltungsüberwachung deaktiviert werden kann. Somit lassen sich die Sicherheitsausgänge nun erst beim Öffnen der Tür und nicht schon beim Deaktivieren der Zuhaltung abschalten.

Prozess stoppt erst beim Tür öffnen – das spart Zeit

Mittlerweile steht diese Funktion bei allen MGB-Systemen standardmäßig zur Verfügung. Sie spart gerade bei verketteten Anlagen wertvolle Produktionszeit ein: Denn erst beim Öffnen der Tür wird der Prozess tatsächlich gestoppt und nicht bereits beim Deaktivieren der Zuhaltungsfunktion, was meist zentral erfolgt.

Fluchtentriegelung ist jederzeit nachträglich montierbar

Am Sicherheitssystem an der Innenseite der Tür befindet sich ein roter Griff. Hat sich jemand eingesperrt, kann er durch Drücken des Griffs jederzeit die Türe öffnen – unabhängig vom jeweiligen Systemzustand. Diese Fluchtentriegelungs-Funktion lässt sich jederzeit nachträglich montieren. Bei anderen Lösungen muss man bereits zum Zeitpunkt der Installation wissen, ob diese Funktion benötigt wird.

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