Hannover Messe 2019

Sieben Unternehmen gründen Allianz für Industrie 4.0

| Redakteur: Katharina Juschkat

Die Unternehmen verpflichten sich gegenseitig zur Schaffung eines standardisierten und offenen Ökosystems zum Betrieb hochautomatisierter Fabriken und verfahrenstechnischer Anlagen unter Einbindung von Logistik und Services.
Die Unternehmen verpflichten sich gegenseitig zur Schaffung eines standardisierten und offenen Ökosystems zum Betrieb hochautomatisierter Fabriken und verfahrenstechnischer Anlagen unter Einbindung von Logistik und Services. (Bild: Endress+Hauser)

Um gemeinsam an einem offenen Ökosystem für die digitale Transformation industrieller Anlagen zu arbeiten, haben sich sieben Unternehmen aus Maschinenbau, Automatisierung und Software zusammengeschlossen.

Sieben Unternehmen aus Maschinenbau, Industrieautomatisierung und Software haben auf der Hannover Messe 2019 die Gründung der „Open Industry 4.0 Alliance“ angekündigt. Sie wollen mit der Kooperation proprietäre Insellösungen überwinden und der digitalen Transformation der europäischen Industrie den entscheidenden Schub geben.

Gemeinsam offenes Ökosystem schaffen

Gründungsmitglieder sind die Firmen Beckhoff, Endress+Hauser, Hilscher, IFM, Kuka, Multivac und SAP. Die Allianz steht grundsätzlich allen Unternehmen offen. Weitere Unternehmen wie Balluff, Gebhardt, Pepperl+Fuchs und Wika sind der Allianz als Mitglieder beigetreten. Die Unternehmen verpflichten sich gegenseitig zur Schaffung eines standardisierten und offenen Ökosystems zum Betrieb hochautomatisierter Fabriken und verfahrenstechnischer Anlagen unter Einbindung von Logistik und Services.

„Die offene Architektur der Open Industry 4.0 Alliance erfüllt alle Anforderungen der Prozessindustrie“, sagt Matthias Altendorf, CEO der Endress+Hauser Gruppe. „Sie baut auf Standards auf, sorgt für Transparenz über alle Geschäftsprozesse hinweg und garantiert die Integrität der Systeme. Damit können Betreiber von verfahrenstechnischen Anlagen das Potenzial der Industrie 4.0 heben.“

Vom Objekt bis zum Service

Die Mitglieder der Allianz planen – auf Basis existierender Standards wie I/O Link, OPC UA und Rami – ein sogenanntes Open Industry 4.0 Framework für die Gesamtstrecke vom Objekt in der Werkhalle bis zum Service. Kunden haben damit die Auswahl aus einem Baukasten modularer, kompatibler und skalierbarer Lösungs- und Dienstleistungskomponenten.

Die Anbindung an die Lösungen von SAP soll die Geschäftsprozesse eines Unternehmens sowie die Kollaboration mit Partnern über Firmengrenzen hinweg integrieren. Die offene Architektur stellt die Anbindung weiterer Systemlandschaften sicher.

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