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5G Smart Factory OWL mit 5G-Netz ausgestattet

| Redakteur: Katharina Juschkat

Eines der ersten privaten 5G-Netze ist jetzt in der Smart Factory OWL entstanden. Das Netz soll genutzt werden, um verschiedene Anwendungsfelder zu erproben.

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5G-Forschung für die Industrie aus Lemgo (vlnr): Dr. Lukasz Wisniewski (inIT), Sebastian Schriegel (Fraunhofer IOSB-INA) und Prof. Dr.-Ing. Jürgen Jasperneite Leiter Fraunhofer IOSB-INA)
5G-Forschung für die Industrie aus Lemgo (vlnr): Dr. Lukasz Wisniewski (inIT), Sebastian Schriegel (Fraunhofer IOSB-INA) und Prof. Dr.-Ing. Jürgen Jasperneite Leiter Fraunhofer IOSB-INA)
(Bild: Fraunhofer IOSB-INA)

In der Smart Factory OWL, einer gemeinsamen Initiative des Fraunhofer IOSB-INA und der TH OWL, wird seit März eines der ersten privaten 5G-Netze betrieben. 5G ist vor allem für die Industrie interessant, denn hier ist drahtlose, flexible und schnelle Kommunikation gefragt. Ziel sind neue industrielle Anwendungen und Geschäftsmodelle für die Automation und die Produktion. Denn hier geht es vor allem um Zuverlässigkeit, Sicherheit und Geschwindigkeit.

Hardware für eigenes 5G-Netz

Prof. Jürgen Jasperneite, Leiter des Fraunhofer IOSB-INA, erklärt: „Vor zwei Wochen haben wir die Frequenzuteilung und die Betreibererlaubnis durch die Bundesnetzagentur für ein privates Netz bekommen. Jetzt haben wir die entsprechende Hardware für die 5G-Basisstation und das Kernnetzwerk im Haus, sodass wir ab sofort gemeinsam mit Partnern in Forschungs- und Industrieprojekten unterschiedlichste Anwendungsfälle bearbeiten und erproben können.“

Zunächst unscheinbar: Eine behördliche Urkunde der Bundesnetzagentur, eine Basisstation mit Antenne, ein Funkmessplatz und ein Transportroboter, der aussieht wie ein ferngesteuertes Auto. Was die drei Lemgoer Wissenschaftler jedoch zeigen, könnte die Datenkommunikation der Zukunft in den produzierenden Unternehmen sein: 5G wird heute die Eigenschaften zugeschrieben, die das weithin verbreitete WLAN und die bisherigen Mobilfunksysteme nicht bieten können: eine garantierte Übertragungsqualität mit fest definierten Bandbreiten und Übertragungszeiten.

5G für mobile Roboter und führerlose Transportsysteme

Das Besondere an der 5G-Funktechnolgie: Sie ist geeignet für Anwendungen, die Übertragungs- bzw. Reaktionszeiten unter einer tausendstel Sekunde erfordern. Im Gegensatz zum WLAN besteht der wesentliche Vorteil darin, dass die sogenannte Dienstgüte (Geschwindigkeit und Übertragungszeit) mit Hilfe des „Network Slicing“ garantiert werden kann. Damit hat der Betreiber eines „privaten“ 5G Netzwerks die vollständige Kontrolle über die verfügbaren Ressourcen und ein hohes Maß an Flexibilität. Zusammen mit einem bereits in der Smart Factory OWL vorhandenen Rechencluster (Edge Computing) besteht ein Testfeld für viele Echtzeit-Anwendungen.

Ein Anwendungsgebiet für 5G in der Industrie sind die Steuerung mobiler Roboter oder die Fernbedienung von automatisierten Maschinen und Anlagen. Ein anderes Beispiel sind führerlose Transportsysteme in der Intralogisitik, deren Steuerung gebündelt, von einem Rechencluster in der Fabrik aus erfolgen kann.

„Alle datenintensiven Anwendungen mit hohen Anforderungen an die Bandbreite, z.B. Virtual Reality- oder Big Data-Anwendungen – in Produktanlaufphasen oder Servicefällen, finden mit 5G eine geeignete Technologie“, fasst Jasperneite zusammen.

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