Industrielle Kommunikation

So lässt sich Profinet in Rekordzeit einbinden

Seite: 2/2

Anbieter zum Thema

Nach intensiver Marktanalyse entschied sich Unglaube für den Einsatz des Profinet Device-Protokoll-Stacks von Softing Industrial Automation. Der Hauptgrund für diese Entscheidung war die Tatsache, dass Softing den Stack aufgrund seiner flexiblen und leicht portierbaren Architektur bereits für den sofortigen Einsatz in einer Windows-Umgebung anbieten konnte. So waren die Voraussetzungen für die Integration in das DataMatrix-Code-Lesesystem schon erfüllt und eine aufwendige Anpassung und Portierung entfiel.

Weiterhin positiv wirkten sich die Möglichkeit der Nutzung des Stacks auf Einzellizenzbasis und damit das gute Preis-/Leistungsverhältnis sowie die bereits gemachten guten Erfahrungen mit anderen Softing-Produkten auf die Entscheidung aus. Schlussendlich trug auch die örtliche Nähe zu Softing zur Entscheidung bei.

Einfach einzusetzen: SDAI - protokollunabhängige Schnittstelle

In einer Windows-Betriebssystemumgebung kann der Profinet Device-Protokoll-Stack von Softing über verschiedene Schnittstellen in eine Anwendung eingebunden werden. Die Experten bei Unglaube entschieden sich für die Verwendung des Simple Device Application Interfaces (SDAI), da diese Schnittstelle protokollunabhängig und damit auch unabhängig von der Profinet-Implementierung ist. Sie kann deshalb ohne detaillierte Profinet-Kenntnisse eingesetzt werden. Dabei nutzt SDAI eine schlanke Architektur und ermöglicht die Realisierung der Geräteinitialisierung sowie des eigentlichen Datenaustauschs mit nur wenigen Funktionsaufrufen.

Zudem kann die SDAI-Schnittstelle aufgrund ihrer Abstraktion von der eigentlichen Implementierung neben der Profinet-Unterstützung auch zur Anbindung weiterer Industrial Ethernet-Protokolle durch eine einheitliche Anwendung genutzt werden.

Erfolgreiche Profinet-Implementierung

Für die schnelle Implementierung der Profinet-Schnittstelle konnte Unglaube eine Beispielanwendung mit passenden Aufrufen der einzelnen SDAI-Funktionen nutzen. Nach einer Einweisung durch Softing wurde darauf aufsetzend in kürzester Zeit die Anwendung des DataMatrix-Code-Lesesystems SmartCam DMRe2u Currera entwickelt. Anschließend stand der gemeinsame Funktionstest an, der zügig erfolgreich abgeschlossen werden konnte. Die reibungslose Umsetzung beruhte vor allem auf der effizienten und guten Zusammenarbeit der jeweiligen Projektteams bei Unglaube und Softing.

In der Zwischenzeit wurde die Profinet-Implementierung des Lesegeräts bereits einige Male in den Werken des Automobilherstellers installiert. Darüber hinaus wird aktuell eine komplett neue Fertigung auf Basis der Profinet-Implementierung realisiert.

Als Ergebnis des Profinet-Projekts kann Unglaube nun eine Lösung mit einfacher Bedienung anbieten, die alle Kundenanforderungen erfüllt. Externe Geräte, die zusätzliche Kosten verursachen, werden nicht mehr benötigt. Damit wurde das Kunden-/Lieferantenverhältnis gefestigt und der Produktumsatz gesteigert.

Richard Albrecht, Entwicklungsleiter bei Unglaube, zieht eine positive Bilanz: „Durch die schnelle Durchführung der Implementierung gemeinsam mit der Firma Softing ist es uns gelungen, unsere Kunden in diesem wichtigen Produktsegment zu halten. Weiterhin hat sich mit diesem Lösungsansatz für uns die Möglichkeit ergeben, auch andere Windows-basierte Produkte mit einer Profinet-Schnittstelle auszustatten. Wir sehen daher positiv in die Zukunft und sind davon überzeugt, mit unseren Produkten auch weiterhin auf dem Markt zu punkten.“

* Georg Süss, Operational Marketing, Softing Industrial Automation

(ID:42479776)