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Überspannungsschutz So lassen sich Anlagen und Gebäudeinfrastruktur vor Schäden sichern

| Redakteur: Ines Stotz

Blitzeinschläge können verheerende Schäden an Gebäuden und Anlagen verursachen. Im Hitzejahr 2018 waren das laut GDV rund 280 Millionen Euro. Ein geeignetes Blitz- und Überspannungsschutz-Konzept vermeidet Schäden und Ausfallzeiten.

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Der Weidmüller Überspannungsschutz ist nach den internationalen IEC-/EN- und UL-Normen zertifiziert und somit weltweit einsetzbar.
Der Weidmüller Überspannungsschutz ist nach den internationalen IEC-/EN- und UL-Normen zertifiziert und somit weltweit einsetzbar.
(Bild: Weidmüller)

Der Schutz vor Blitz- und Überspannungen ist eine existenzielle Anforderung beim Neubau von Anlagen und Energiesystemen. Für den Planer und Installateur stehen darüber hinaus eine Risikominimierung sowie zukunftssichere technische Eigenschaften zur Effizienzsteigerung im Mittelpunkt der Auswahl für den geeigneten Überspannungsschutz. Mit Varitector PU AC bietet Weidmüller eine umfangreiche Überspannungsschutz-Familie an, die passgenau für einen Einsatz in Energiesystemen zugeschnitten ist, egal ob für Gebäude-, Industrie- oder Prozessanlagen.

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Normgerechter weltweiter Einsatz

Die Kombi-Ableiter VPU AC I und II für die Energieeinspeisung und -verteilung ermöglichen einen vorsicherungsfreien Betrieb bis 315 A Hauptsicherungswert. Ein speziell entwickelter Abtrennmechanismus ermöglicht diesen kostengünstigen Einsatz ohne zusätzliche Vorsicherung vor dem Überspannungsschutz. Das Gerät ist zertifiziert nach den internationalen IEC-/ EN-Normen sowie dem UL Standard 1449 Ed.4, somit ist ein normgerechter, weltweiter Einsatz gewährleistet. Die UL-Klassifizierung als 1CA ermöglicht einen Einsatz in den anspruchsvollsten Anwendungsklassen. Die steckbaren, selbstüberwachenden und für alle Netzformen zugelassenen Überspannungsschutzmodule gibt es in verschiedenen Ausführungen, wahlweise 1-, 2-, 3- oder 4-polig mit oder ohne Fernmeldekontakt.

Überspannungsschutz mit optischer Statusanzeige

Der Überspannungsschutz VPU Typ II schützt Niederspannungs-Verbraucheranlagen inkl. der elektronischen Geräte gegen Überspannungen, die durch atmosphärische Entladungen (Gewitter) oder durch Schaltvorgänge (Transienten) entstehen. Der VPU AC II Überspannungsschutz verfügt über eine optische Statusanzeige – wie bei einer Ampel: grün – Schutzfunktion ist in vollem Umfang gegeben, gelb – Schutzfunktion ist noch vorhanden, der Überspannungsschutz sollte bald ausgetauscht werden, rot – der Überspannungsschutz hat ausgelöst, das Modul ist auszutauschen.

Varianten mit Vorwarnanzeige (gelb) ermöglichen eine unterbrechungsfreie Absicherung, denn der Fernmeldekontakt meldet schon das Vorwarnsignal an externe Überwachungssysteme.

Überspannungs-Schutzableiter – sichere Funktion

Die Produktvarianten VPU AC 3+1 und VPU AC 1+1 sind mit N/PE Überspannungs-Schutzableiter ausgestattet, die optisch den Status des Schutzelementes anzeigen und ihn über den Fernmeldekontakt weitergeben. Ausgestattet mit einem Ableitstromvermögen von 50 kA sind die Module als 75 V, 150 V, 300 V, 350 V, 480 V, 750 V (35 kA) und 1.000 V (40 kA) Varianten mit oder ohne Fernmeldekontakt erhältlich.

Varitector PU AC lässt sich sicher und einfach anwenden. Der Verriegelungsmechanismus der Module gewährleistet einen zuverlässigen Betrieb, auch in rauer Umgebung. Der Verriegelungsclip ist nur mit einem Schraubendreher zu öffnen – was eine hohe Vibrationsfestigkeit und einen erhöhten Schutz bei unsachgemäßer Handhabung durch Laien garantiert. Ein durchdachtes Kodierungssystem verhindert das Vertauschen von Überspannungs-Schutzableitern. Offeriert werden 1- bis 4-polige Überspannungs-Schutzmodule sowie 1+1 und 3+1 Ausführungen. Sie gibt es für folgende Netzformen: TN-C, TN-S, TT und IT. Das mobile und intuitiv zu bedienende Prüfgerät V-TEST II ermöglicht eine nach Norm verpflichtende Funktionsprüfung der verschiedenen Überspannungs-Schutzableiter.

Normativ geforderte Mindestquerschnitte

Beim Mindestquerschnitt der Leitung ist der Typ des SPD ausschlaggebend: Handelt es sich um einen Blitzschutz, also um einen Typ 1-Ableiter, dann sollen Installateure einen Kupferleiter mit mindestens 16 mm2 auswählen, das Mindestmaß für die Blitzstromtragfähigkeit. Außenleitungen des externen Blitzschutzes werden in dieser Größe ausgelegt.

Für Typ 2-Ableiter, also dem Überspannungsschutz, ist in dieser Anschlusskonstellation ein Mindestquerschnitt von 6 mm2 in Kupferausführung erforderlich. Diese Anschlussleitungen entsprechen der Verbindung zwischen dem SPD und der Haupt-Erdungsschiene.

Die Anschlüsse zwischen SPD und den Außenleitern müssen dagegen nicht so umfassend ausgelegt sein: Entsprechend der DIN VDE 0100-443 müssen sie nur der zu erwartenden Kurzschluss-Strombelastung standhalten. Die Leitungsquerschnitte im Rahmen der Impulsstrom-Tragfähigkeit für einen Typ 1-SPD dürfen nicht unter 6 mm2 in Kupfer liegen. Für einen SPD des Typs 2 darf der Querschnitt nicht kleiner als 2,5 mm2 Kupfer sein.

Zuverlässige Prüfung für den Energieschutz

Das mobile Prüfgerät V-Test II wird zur Funktionsüberprüfung der steckbaren Überspannungs-Schutzableiter eingesetzt und gestattet die problemlose Einhaltung von Wartungsintervallen, welche die IEC 62305-3 / VDE 0185-305-3 fordert. Das betrifft alle Anwendungen, insbesondere die der Gebäudeinfrastruktur.

Das handliche, akkubetriebene Prüfgerät erkennt den Überspannungsschutztyp und prüft automatisch, ob das Modul am Ende seiner Lebensdauer steht. Die Verfügbarkeit der Anlage bleibt somit erhalten, unnötige Servicekosten werden vermieden bzw. reduzieren sich deutlich. V-Test II verfügt über ein robustes Gehäuse und ist mit dem mitgelieferten Ladegerät wiederaufladbar. Das Testgerät ist mit einem TFT-Farbdisplay ausgestattet und intuitiv über einen Touchscreen bedienbar.

Seminartipp

Das Seminar „Spannungsqualität und Netzrückwirkungen“ vermittelt die Grundlagen, um Störungen im Netz zu erkennen, Messkonzepte durchzuführen und die Messdaten zu analysieren.

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