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Schaltschrank

So lassen sich Prozesse im Schaltschrankbau verbessern

| Autor/ Redakteur: Christian Großmann* / Ines Stotz

„Der Druck steigt” – ein häufig verwendeter Satz, wenn es um die Gesamtkosten im Umfeld der produzierenden Industrie geht. Beispielhaft dafür steht der Schaltschrankbau, der durch einen hohen Prozesskosten-Anteil gekennzeichnet ist. Hier lässt sich ansetzen, um die Wirtschaftlichkeit zu verbessern.

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Als Ergebnis einer detaillierten und individuell angepassten Fertigungsstrategie ist eine Anlage zur automatisierten Fertigung von Klemmenleisten entstanden.
Als Ergebnis einer detaillierten und individuell angepassten Fertigungsstrategie ist eine Anlage zur automatisierten Fertigung von Klemmenleisten entstanden.
( Bild: Phoenix Contact )

Klassisch ist der Schaltschrankbau von eher werkstattorientierter und manueller Arbeit geprägt. Die Prozesse erweisen sich zumeist als arbeitsintensiv und es ist wenig Automation oder Materialfluss zu finden. Kaum vorhandene Skaleneffekte und die oftmals geringe Beachtung durch das Management verstärken den Eindruck einer Industrie, die seit etwa vier Jahrzehnten hinsichtlich der Fertigungstechnik stagniert. Denn obwohl sich die im Schaltschrank installierten Produkte und Lösungen fortwährend weiterentwickeln, sind die vorherrschenden Prozesse vor allem im Fertigungsbereich gleich geblieben. Mit dem Clip-X-Konzept von Phoenix Contact lassen sich nun Lösungsansätze erarbeiten, die auf erprobten Kerntechnologien sowie einem breiten Know-how im Umfeld des Engineering sowie der IT-Integration, Produktion und Logistik basieren.

Einbeziehung auch von Engineering und Logistik

Im Gegensatz dazu sind Maschinen und Anlagen durch technisch bedingte Änderungen und Neuerungen charakterisiert, deren Funktionen sich häufig auf Software gründen. Diese Tatsache bildet sich wiederum in der Bedeutung des Schaltschranks ab, beispielsweise bei der Betrachtung des stetig steigenden Wertschöpfungsanteils an der Gesamtanlage oder der Forderung nach einer späten Individualisierung. Gleichzeitig müssen Lieferzeiten verkürzt, Fehler reduziert und eine engere Verzahnung von Entwicklung und Fertigung erreicht werden. Es ist also zwingend notwendig, die Bereiche Entwicklung und insbesondere Fertigung den gestiegenen Anforderungen anzupassen, um auf zukünftige Herausforderungen vorbereitet zu sein.

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Phoenix Contact hat mit dem Clip-X-Konzept Lösungsansätze erarbeitet, die die individuellen Bedürfnisse des Schaltschrankbaus berücksichtigen sowie die spezifischen Eigenheiten einer Produktion aufgreifen. So lässt sich gemeinsam ein kundenspezifisches Konzept auf der Grundlage der bestehenden Kerntechnologien sowie des fundierten Engineering-, Fertigungs- und Logistik-Know-hows aufbauen und die erforderlichen Maßnahmen aus einer Hand umsetzen. Die Bedeutung des Ansatzes wird bei der Darstellung der Kosten für einen einfachen Verbindungspunkt im Schaltschrank deutlich. Mehr als 75 Prozent der Gesamtkosten entfallen hier auf den Prozess, während die Materialkosten meist eine untergeordnete Rolle spielen. Dieses zunächst erstaunliche Ergebnis birgt großes Potential. Bedeutet es doch, dass die Prozesskosten von jedem produzierenden Unternehmen direkt beeinflusst werden können. Eine Optimierung in diesem Bereich bleibt zudem langfristig und nachhaltig bedeutsam. Wichtig ist dabei, dass nicht nur der Fertigungsbereich in die Überlegungen einzubeziehen ist. Dem Engineering und der Logistik kommt eine ebenso große Bedeutung zu.

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