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Frontplattenschnittstelle

So nützlich kann ein kleines Bauteil für den Schaltschrank sein

| Autor/ Redakteur: Bastian Baier und Alexander Hornauer* / Ines Stotz

Das wünschen sich Inbetriebnehmer und Servicetechniker: Softwareanpassungen an einer Steuerung durchzuführen, ohne die Schaltschranktüre öffnen zu müssen. Die Frontplattenschnittstellen von Murrelektronik ermöglichen Anlagenbetreuern genau das – nämlich einen unkomplizierten und sicheren Zugang zur Steuerung.

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Überall dort, wo eine hohe Luftfeuchtigkeit herrscht – wie hier in einer Brauerei - ist es besonders nützlich, den Schaltschrank nicht mehr öffnen zu müssen.
Überall dort, wo eine hohe Luftfeuchtigkeit herrscht – wie hier in einer Brauerei - ist es besonders nützlich, den Schaltschrank nicht mehr öffnen zu müssen.
(Murrelektronik)

Um rationell zu fertigen, muss die Steuerungssoftware im industriellen Alltag oft an den aktuellen Prozess angepasst werden. Dazu ist es häufig notwendig, die Steuerung mit Laptops oder mit Diagnosegeräten zu verbinden. Ein direkter Anschluss an den geschlossenen Schaltschrank mit Hilfe einer Schnittstelle wäre praktisch, ist in der Realität aber selten vorhanden. Vielmehr ist die Steuerung oft nur umständlich bei geöffneter Schaltschranktüre zu erreichen. Manchmal ist sie sogar mit spannungsführenden Komponenten zusammen montiert. Dann muss für eine einfache Softwareanpassung aus Gründen der Sicherheit die gesamte Anlage spannungsfrei geschaltet werden. Das kostet Zeit und Geld.

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Bei zwingenden Änderungen im laufenden Betrieb, greifen Inbetriebnehmer und Servicetechniker manchmal – aus Mangel an Alternativen – zu „fliegenden Verdrahtungen“. Was natürlich fehleranfällig ist. Außerdem können Schmutz und Feuchtigkeit leicht durch die geöffnete Tür in das Innere des Schaltschrankes gelangen und anderen Bauteile beeinträchtigen. Auch mit Blick auf EMV-Anforderungen handelt es sich hier um eine unbefriedigende Notlösung.

4000 Kombinationsmöglichkeiten für den Schaltschrank

Mit der Frontplattenschnittstelle Modlink MSDD lässt sich der Anschluss eines Laptops oder Diagnosegerätes an die Steuerung jetzt ohne diese Probleme realisieren. Das modulare System besteht aus standardisierten Einfach- und Doppelrahmen aus Metall oder Kunststoff, die in das Schaltschrankgehäuse integriert werden. Darin können 150 verschiedene Einsätze mit länderspezifischen Steckdosen und Datenschnittstellen (zum Beispiel SUB-D, RJ45 oder USB) eingerastet werden. Das ergibt über 4000 Kombinationsmöglichkeiten.

Interessant ist dies zum Beispiel für Unternehmen mit hohem Exportanteil: Diese integrieren einen Standardrahmen in ihr Gehäuse und setzen die passenden Einsätze für das Land ein, in dem die Anlagen in Betrieb genommen werden.

Besonders häufige Kombinationen bietet Murrelektronik als Set an, die unter einer Artikelnummer bestellbar sind.

Hohe Schutzart und erfüllte EMV-Anforderungen

Die Schutzart IP 65 stellt sicher, dass sich die Frontplattenschnittstellen auch in rauen Umgebungen einsetzen lassen. Mittels EMV-Schirmbleche sind die Datensteckverbinder-Einsätze vollflächig abschirmbar. An diese Bleche können Massebänder angeschlossen werden, die Störungen großflächig ableiten.

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