Elektrische Verbindungstechnik Steckverbinder sorgt für starke Leistung auf der Leiterplattee

Autor / Redakteur: Jörn Picker* / Dipl. -Ing. Ines Stotz

Die Nachfrage nach möglichst kleinen und robusten Komponenten wächst – gleichzeitig müssen sie auch unter schwierigsten Einsatzbedingungen mit Vibrationen und Schocks einen zuverlässigen Betrieb gewährleisten. Ein neues Steckverbindersystem baut jetzt nicht nur bis zu 30 Prozent kleiner. Durch seine technologischen Eigenschaften erfüllt es zudem die hohen Ansprüche an Sicherheit, Handhabung, Anschlusstechnik und Variantenvielfalt.

Firmen zum Thema

Der Picomax-Steckverbinder baut aufgrund seines innovativen Designs bis zu 30 Prozent kleiner.
Der Picomax-Steckverbinder baut aufgrund seines innovativen Designs bis zu 30 Prozent kleiner.
(Bild: Wago)

Obwohl es genau darauf hinausläuft, ist elektrische Verbindungstechnik weit mehr als das bloße Zusammenführen zweier oder mehrerer Leiter. Über die eigentlichen technischen Kenndaten hinaus, sind die Anforderungen an entsprechende Steckverbindersysteme beachtlich.

Sowohl die Anwender als auch die späteren Anwendungen sowie das Bestückungsverfahren stellen eine Vielzahl an Ansprüchen: einfache und intuitive Handhabung gepaart mit größtmöglichem Fehlsteckschutz, kompakte und robuste Bauweise mit hoher Vibrationssicherheit, hochwertige Isolierstoffe und maximale Wirtschaftlichkeit.

Bildergalerie
Bildergalerie mit 5 Bildern

Hinter elektrischer Verbindungstechnik steckt also weit mehr – nämlich echte Hightech-Komponenten, die auf jahrzehntelangem Know-how und sorgfältiger Entwicklung beruhen.

Das Steckverbindersystem für die Leiterplatte: Picomax

So zumindest ist es Standard bei Wago in Minden, wo Picomax als eines der neuesten Produkte den Weg aus der Entwicklung in die Praxis gefunden hat. Ein Key-Feature des neuen Leiterplatten-Steckverbindersystems – aus einer Fülle von Innovationen – ist das völlig neue Kontaktsystem.

Picomax nutzt die Kontaktkraft einer einzigen Cr-Ni-Stahlfeder doppelt: für die Klemmung des angeschlossenen Leiters und für die Kontaktierung des Steckerstiftes. Auf diese Weise entstanden Federleisten mit geringerer Bauhöhe und eine neue Generation Stiftleisten. Im Vergleich zu konventionellen Systemen mit herkömmlichem Design hat Picomax eine um bis zu 30 Prozent verringerte Baugröße.

Weil sie keine federnde Funktion erfüllen muss, kann die schwimmend gelagerte Kontaktbrücke aus Elektrolytkupfer gefertigt werden. Mit der kürzeren Kontaktbrücke verkürzt sich zudem die Länge des Strompfades durch den Buchsenkontakt. Daraus resultiert wiederum ein niedrigerer Spannungsfall und damit eine höhere Stromtragfähigkeit. Der Klemmpunkt des angeschlossenen Leiters und der Klemmpunkt des eingeführten Steckerstiftes liegen sich gegenüber und sorgen so für eine gleichmäßige Masseverteilung. Die Federleiste taucht überdies fast vollständig in die Stiftleiste ein, sodass sie von der Stiftleistenwanne umschlossen und gehalten wird.

Das Ergebnis ist eine besonders hohe Schock- und Vibrationssicherheit von bis zu 20 g – und zwar ohne kostenintensive Zusatzmaßnahmen wie Verschraubungen. Üblich sind bei anderen Systemen lediglich 4 bis 6 g.

Intuitive und komfortable Handhabung

Die Verdrahtung der Federleisten ist im gesteckten und ungesteckten Zustand möglich. Innerhalb eines Stiftleistengehäuses können die Federleisten polverlustfrei aneinandergereiht werden. Eine integrierte Verriegelung verhindert dabei das unbeabsichtigte Trennen von Stift- und Federleisten.

Die ebenfalls integrierten Betätigungsdrücker sowie der Entriegelungsschieber gestalten die Handhabung zudem intuitiv und besonders komfortabel.

Im Servicefall ein Steckverbinder: Picomax Ecom

Ohne Stiftgehäuse, dafür aber nochmals wirtschaftlicher und kompakter: Picomax Ecom ist die Leiterplattenklemme, die im Servicefall zum Steckverbinder wird. Im Auslieferungszustand sind die Federleisten mit Lötstiften bestückt, wodurch sie sich – wie klassische Leiterplattenklemmen – direkt in die Leiterplatte einlöten und anschließend verdrahten lassen. Das Besondere ist, dass bei Bedarf die gesamte Federleiste ohne Eingriff in die Verdrahtung abgezogen und auf eine Ersatzplatine aufgesteckt werden kann.

(ID:38419610)