Industrielle Kommunikation

Update: 5 Produktneuheiten aus der Feldkommunikation

| Redakteur: Gudrun Zehrer

Der DeviceNet-Buskoppler verbindet den DeviceNet-Bus mit den Peripheriemodulen. Zum Start werden immer ein Buskoppler und mindestens ein Peripheriemodul benötigt. Insgesamt können an den Buskoppler jedoch bis zu 64 beliebige Module angereiht werden. Der Buskoppler unterstützt Hot-Plug für den Tausch von Modulen im Betrieb.
Der DeviceNet-Buskoppler verbindet den DeviceNet-Bus mit den Peripheriemodulen. Zum Start werden immer ein Buskoppler und mindestens ein Peripheriemodul benötigt. Insgesamt können an den Buskoppler jedoch bis zu 64 beliebige Module angereiht werden. Der Buskoppler unterstützt Hot-Plug für den Tausch von Modulen im Betrieb. (Bild: Helmholz)

Wir haben fünf aktuelle Produkte aus der Feldkommunikation zusammengefasst: Dabei geht es um einen DeviceNet-Buskoppler für I/O-System, einen LWL-Medienkonverter für EtherCAT, ein Handheld zur Analyse und Fehlerdiagnose von CAN- und CAN-FD-Netzwerken sowie ein Arduino-kompatibles, industrielles I/O-Modul, für das sich auch für Studierende und Maker interessieren.

DeviceNet-Buskoppler für I/O-System

Helmholz hat sein modulares, dezentrales I/O-System TB20 um einen Buskoppler für DeviceNet erweitert. Damit können Anlagenbauer ihre dezentralen Anlagenteile schnell und bedienerfreundlich in ihre bestehenden Anlagen einbinden. Neben DeviceNet unterstützt das TB20 inzwischen sechs unterschiedliche Feldbusse, wie Profinet und EtherNet/IP. Als Gruppe 2 Server unterstützt der Koppler das „Predefined Master/Slave Connection Set“ und die Slave-Software ermöglicht mittels Unconnected Message Manager (UCMM) die dynamische Einrichtung multipler Kommunikationskanäle. Helmholz-Kunden haben die Wahl zwischen unterschiedlichen Kombinationsmöglichkeiten ihrer E/A-Daten. Dabei unterstützt der Koppler mit Polled-, Bit-Strobe- und Change-of-State-Verbindungen alle drei DeviceNet-Kommunikationsverfahren.

Managed Switches für die Profinet-Infrastruktur

Mit den Helmholz 4- und 8-Port managed Profinet-Switches können Anwender die Möglichkeiten ihrer Profinet-Netzwerke ausschöpfen. Denn eine der wichtigsten Funktionen eines managed Profinet-Switches ist die Priorisierung des Profinet-Telegramm-Verkehrs im Maschinennetzwerk. Der Switch kann unterscheiden, ob es sich bei dem Telegramm um eine Webanfrage, eine FTP-Dateiübertragung, einen Medienstream oder ein Profinet-Telegramm handelt. Bei hoher Übertragungslast können somit die wichtigen Telegramme priorisiert werden, um zu verhindern, dass es zu Telegrammverlusten kommt. Mittels GSDML-Datei werden die Switche in die Automatisierungsumgebung integriert. Sie sind kompakt und industrietauglich zur Hutschienenmontage gebaut und besitzen ein Webinterface zur Konfiguration und Diagnose. Die Übertragungsgeschwindigkeit von bis zu 100 Mbit/s, welche pro Port festgelegt werden kann, gehört ebenso zu den Standards wie die Profinet Conformance Class B und der MRP-Client für Übertragungssicherheit durch Ringredundanz.

LWL-Medienkonverter überbrückt EtherCAT

In einem EtherCAT-Netzwerk gelten große Distanzen und starke elektromagnetische Felder als eine große Herausforderung. Die Lichtwellenleitertechnik (LWL) bietet aufgrund ihrer Leistungsfähigkeit und Übertragungssicherheit eine Alternative zur herkömmlichen EtherCAT-Verkabelung. Die Medienkonverter der ECAT-2511 Serie von ICPDAS setzen die EtherCAT-Daten von 100Base-TX auf 100BASE-FX (LWL) um. Im Single-Mode lassen sich Distanzen von bis zu 25 km überbrücken. Um das Troubleshooting zu erleichtern, werden Fehlermeldungen und der Betriebszustand direkt über LEDs am Gerät angezeigt. Die kompakte Bauform und die Hutschienen-Montage erleichtern die Integration in bestehende EtherCAT-Netzwerke. Der erweiterte Temperaturbereich von -25 °C bis 75 °C und der redundante Spannungseingang der ECAT-2511 Medienkonverter bieten zusätzliche Sicherheit im rauen industriellen Umfeld.

Handheld für CAN- und CAN-FD-Busse

Mit dem PCAN-Diag FD bringt PEAK-System Technik eine mobile Lösung für die Analyse und Fehlerdiagnose von CAN- und CAN-FD-Netzwerken auf den Markt. Mit dem Handheld gelingt eine Diagnose auf Protokoll- und physikalischer Ebene mit symbolischer Darstellung eingehender Nachrichten, Aufzeichnung und Wiedergabe, Messung der Buslast oder Terminierung. Ein speziell für CAN ausgelegtes Oszilloskop erlaubt eine anschauliche Untersuchung einzelner CAN-Frames. Mit Hilfe der Daten- und Bildspeicherung können nachträglich zusätzliche Auswertungen durchgeführt werden. Gegenüber der Vorgängerversion wurde die Größe und Auflösung des Displays sowie die Gerätebedienung verbessert. Neben dem Drehtaster gewähren vier konfigurierbare Hotkeys den schnellen Zugriff auf verschiedene Funktionen. Mit USB-C und Micro-HDMI wurden auch die Anschlüsse modernisiert. Letzterer dient der Bildausgabe an einem externen Monitor oder Beamer. Das PCAN-Diag FD verfügt über interne Akkus und kann mit dem Netzteil oder der optionalen Ladestation mit Schnellladefunktion aufgeladen werden.

Für Bastler: Industrielles I/O-Modul ist Arduino-kompatibel

RS Components (RS) hat das Simatic IOT2000 Modul von Siemens ins Sortiment aufgenommen. Es handelt sich um ein Arduino-kompatibles Modul, das zusätzliche digitale und analoge Ein-/Ausgabe-(I/O-)Konnektivität in einem industriellen Umfeld ermöglicht. Für den Einsatz mit den Simatic IOT2020 und IOT2040 Industrie IoT-Gateways kann das Modul direkt an lokale Sensoren angeschlossen werden. So lassen sich Prozesse auslösen, die nicht zeitkritisch sind. Ansprechbar über Allzweck-I/O und programmierbar über Hochsprachen, ist das robuste IOT2000 Modul oder Schield CE- und UL-zertifiziert und für den industriellen 24/7 Betrieb konzipiert. Der I/O-Bereich umfasst fünf digitale 24V-Eingänge und zwei -Ausgänge. Hinzu kommen zwei wählbare Analogeingänge mit 9 Bit Auflösung und für Spannungen von 0 bis 10 V oder Ströme von 0 bis 20 mA.

Das IOT2020 bietet auch Schülern und Studierenden eine Plattform für einen schnellen Einblick in die Welt der praktischen Entwicklung. Start-ups und Maker können damit Ideen in offener Weise zu professionellen Anwendungen und Projekten entwickeln. Mit einer Vielzahl von Schnittstellen wie Ethernet, USB und Micro SD ist das Produkt mit Open-Source-Software einschließlich der Arduino IDE und Yocto Linux kompatibel und kann mit Hochsprachen wie Java, C ++ und JSON programmiert werden. Das IOT2020 war z.B. Gegenstand eines Wettbewerbs der Hackster Developer Community, der im Mai 2017 endete. Dabei ging es darum, dass Ingenieure, Maker und Studierende innovative Anwendungen und Lösungen auf der Basis des IoT Gateways entwickeln.

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