Koppelrelais in Kühlanlagen Verringerung der Verdrahtungszeit bei höherem Bedienkomfort

Autor / Redakteur: Andreas Wöhrmeier / Dipl. -Ing. Ines Stotz

In der Lebensmittelindustrie kommt der Kühlung der Ware eine wesentliche Bedeutung zu. Zu diesem Zweck werden in vielen europäischen Kühlhäusern Steuerungsanlagen von Kreuzer Elektrotechnik eingesetzt. Das in Swisttal ansässige Unternehmen nutzt für die elektrische Signalkopplung Koppelrelais von Phoenix Contact, die sich insbesondere durch ihre wirtschaftliche Montage und Verdrahtung auszeichnen.

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Koppelrelais tragen dazu bei, dass die Lebensmittel stets frisch in den Penny-Filialen angeliefert werden
Koppelrelais tragen dazu bei, dass die Lebensmittel stets frisch in den Penny-Filialen angeliefert werden
( Archiv: Vogel Business Media )

Die Steuerungen von Kreuzer Elektrotechnik kontrollieren Kühlanlagen in ganz Europa. Denn der mittelständische Familienbetrieb hat sich seit seiner Gründung im Jahr 1984 auf den Markt der Kälte-, Klima- und Lüftungsbranche spezialisiert. Darüber hinaus sind die Mitarbeiter auch im Maschinen- und Anlagenbau sowie der Biotechnologie tätig.

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Verschiedene Kältezonen produktgerecht steuern

Eines ihrer aktuellen Projekte befindet sich im nahe gelegenen Köln-Bocklemünd, wo das Unternehmen die Steuerung für das 31.000 Quadratmeter große Zentrallager von Penny geplant, hergestellt, montiert und zusammen mit der von der Bremer Kreutzträger-Kältetechnik gelieferten Kälteanlage in Betrieb genommen hat. Nach seiner Fertigstellung im zweiten Quartal 2010 werden aus dem Lager, das bundesweit zu den modernsten Depots des Discounters zählt, mehr als 160 Penny-Märkte in der Region beliefert. Weil in den Räumlichkeiten unterschiedliche Waren wie Tiefkühlkost, Obst, Gemüse und Fleisch bevorratet werden müssen, sind verschiedene Klimazonen notwendig, die von Temperaturen im Plusbereich bis zu minus 24°C reichen. Das stellt große Anforderungen an die Kälteanlage und damit auch an die Steuerung.

Eine Kälteanlage besteht im Prinzip aus den wesentlichen Komponenten Verdichter, Kondensator, Drosselorgan und Verdampfer. Im Penny-Zentrallager werden die Verdichter durch Antriebsmaschinen mit einer Leistung bis zu 355 KW angetrieben. Abgesehen davon, dass die Motoren für den Verdichter zum Teil frequenzgeregelt sind, erfolgt die Steuerung des Kältebedarfs über die elektrische Verstellung der Drosselorgane im Kühlkreislauf. Die 230V-Stellmotoren der Drosselorgane werden durch Schütze geschaltet. Um die 24V-Signale der speicherprogrammierbaren Steuerung auf die 230V-Ebene umzusetzen, nutzt Kreuzer Elektrotechnik Koppelrelais von Phoenix Contact.

Die Vorteile bewährter Anschlusstechniken verbinden

Das Swisttaler Unternehmen baut mehr als 900 Schaltschränke pro Jahr. „In jedem Schaltschrank sind eine Vielzahl von Koppelrelais installiert, weshalb die effiziente Montage und Verdrahtung eine wichtige Rolle spielt“, betont Michael Schönenberg, Geschäftsführer bei Kreuzer Elektrotechnik. Und genau bei der wirtschaftlichen Verdrahtung setzt die neue Anschlusstechnik von Phoenix Contact an, die auch in der PLC-Relaisserie verfügbar ist. Die auf dem Druckfederprinzip basierende Push-In-(PIT)-Direktstecktechnik setzt dabei neue Maßstäbe hinsichtlich des Bedienkomforts und der Ergonomie. Dazu verbindet sie die Vorteile traditioneller Anschlusstechniken wie Zugfeder- oder Schraubanschluss. „Früher haben wir Relaismodule mit Schraub- oder Zugfedertechnik verwendet“, erläutert Schoenenberg, „doch die PIT-Anschlusstechnik hat uns wirklich überzeugt, denn sie kombiniert die Eigenschaften, die für uns wichtig sind.“

So bietet PIT eine definierte und unveränderbare Leiterkontaktkraft wie die Zugfeder, was insbesondere in vibrationsgefährdeten Anlagen vorteilhaft ist. Außerdem ist die Anschlusstechnik ebenso intuitiv zu bedienen wie eine Schraube. In der Praxis kann nicht immer ausgeschlossen werden, dass Verdrahtungsarbeiten unter anliegender Spannung durchzuführen sind. Deshalb sorgt das Drückerelement für einen sicheren Berührschutz, indem es die internen Spannung führenden Teile vom Bedienwerkzeug trennt, bei dem es sich in der Regel um einen Schraubendreher handelt. Auf diese Weise ist eine Gefährdung des Anwenders durch einen elektrischen Schlag ausgeschlossen. Der größte Nutzen der PIT-Anschlusstechnik liegt jedoch in der Verringerung der Verdrahtungszeit sowie dem deutlich erhöhten Bedienkomfort. Mit PIT lassen sich selbst kleine Leiter ab einem Querschnitt von 0,34 mm2 einfach, sicher und schnell ohne Werkzeug stecken, denn die Leitersteckkraft ist um rund 50 Prozent reduziert. Weniger Kraftaufwand bedeutet höherer Bedienkomfort und schnellere Verdrahtung, was die Kosten senkt.

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