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Bilanzpressekonferenz

Wago erreicht mit 932 Mio. Euro Umsatz angestrebtes Ziel

| Redakteur: Sariana Kunze

Wago gibt im Rahmen einer Bilanzpressekonferenz am Stammsitz Minden den erfolgreichen Abschluss des Geschäftsjahres 2018 bekannt. Die Unternehmensgruppe konnte den Umsatz auf 932 Mio. Euro steigern, was einem Plus von 8,1 Prozent entspricht. Für die Zukunft möchte Wago weiter investieren und wachsen.

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Die Wago-Geschäftsführung gibt ein Gruppen-Wachstum von 8,1 Prozent für 2018 bekannt (von links): Christian Sallach, Chief Marketing Officer & Chief Digital Officer, Sven Hohorst, Chief Executive Officer, Jürgen Schäfer, Chief Sales Officer, Ulrich Bohling, Chief Operating Officer, Kathrin Pogrzeba, Chief Human Resources Officer, und Axel Börner, Chief Financial Officer.
Die Wago-Geschäftsführung gibt ein Gruppen-Wachstum von 8,1 Prozent für 2018 bekannt (von links): Christian Sallach, Chief Marketing Officer & Chief Digital Officer, Sven Hohorst, Chief Executive Officer, Jürgen Schäfer, Chief Sales Officer, Ulrich Bohling, Chief Operating Officer, Kathrin Pogrzeba, Chief Human Resources Officer, und Axel Börner, Chief Financial Officer.
(Bild: Wago)

Wago konnte auch im Geschäftsjahr 2018 die positive Geschäftsentwicklung fortsetzen. „Mit einem Umsatz von 932 Mio. Euro haben wir unsere angestrebten Ziele erreicht“, erklärt Wago-CEO Sven Hohorst. Auch für das aktuelle Geschäftsjahr erwartet der Anbieter von elektrischer Verbindungs- und Automatisierungstechnik ein Wachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich.

Laut dem Firmenchef sei die Verteilung nach Landesmärkten im Vergleich zum Vorjahr gleichgeblieben. Dabei stellt Deutschland mit einem Umsatzanteil von 28 Prozent traditionell den wichtigsten Markt für Wago dar. Das übrige Europa erreichte 42 Prozent. Es folgen die Märkte in Asien mit 17 Prozent, wobei Indien hier ein besonders gutes Wachstum verzeichnet, und Amerika mit 13 Prozent, so das Unternehmen.

Wago erteilt antieuropäischer Politik eine Absage

In Europa lassen sich positive Entwicklungen sowohl in Südosteuropa als auch in Skandinavien feststellen. So ist das Unternehmen beispielsweise in Norwegen im Bereich der Anbindung von E-Mobility-Säulen erfolgreich. „Das Wachstum in Landeswährung fällt noch deutlich höher aus; die Wechselkurseffekte sind gerade in der Türkei, in Russland und in Indien stark spürbar“, erklärt der CEO und betont außerdem die globalen politischen Einflüsse etwa durch die Einfuhrzölle der USA oder die Situation in der Türkei und Brasilien. Die Europäische Union spiele in diesem Zusammenhang eine zentrale Rolle. „Wir erwirtschaften rund 2/3 unseres Umsatzes in Europa. Der Abbau der tarifären und nichttarifären Handelshemmnisse in dieser Region hat deutliche positive Effekte auf unsere Geschäftsentwicklung gehabt. Deshalb hat auch das Fortbestehen der Europäischen Union für uns große Bedeutung für unsere Zukunftsfähigkeit“, kommentiert Hohorst.

Neuheiten von Klemmen bis Cloud

Auch auf der Hannover Messe 2019 stellte Wago wieder einige Neuentwicklungen vor: „Unsere Familie der Hebelklemmen wird um immer mehr Produkte mit der intuitiven und leicht bedienbaren Anschlusstechnik erweitert“, erklärt Jürgen Schäfer, Chief Sales Officer bei Wago. Auch wird die Wago Steuerungstechnik durch Funktionen ergänzt, die es erleichtern, Open-Source-Anwendungen einzubinden. „Docker ist eine Technologie, mit der andere Programmelemente einfach auf einer Steuerung ergänzt werden können“, sagt Schäfer. Darüber hinaus spiele Cloud-Connectivity eine zunehmend wichtige Rolle. „Mithilfe der Cloud können Unternehmen durch global verfügbare Daten in einer digitalisierten Produktion die Transparenz und Effizienz ihrer Betriebs- und Produktionsprozesse deutlich steigern “, erläutert Schäfer. „Die Digitalisierung von Maschinen und Anlagen ist für uns ein zentrales Zukunftsthema. Mit unserer Lösung lassen sich die Steuerungen dieser Anlagen einfach und sicher mit der Cloud verbinden.“

Stromversorgung Pro 2 mit Wirkungsgrad von 96 Prozent

Die zunehmende Vernetzung hält auch im Schaltschrank Einzug; Effizienzsteigerung und Miniaturisierung sind weitere Anforderungen. Hier stellt Wago die Stromversorgung Pro 2 vor. Bei der kompletten Gerätefamilie wurde laut dem Anbieter die Planung, Installation, Konfiguration und Inbetriebnahme konsequent weitergedacht. Die Schaltnetzteile können über IO-Link in die Automatisierungssysteme eingebunden werden – und das bei geringerem Energieverbrauch und Emissionen durch den hohen Wirkungsgrad von bis zu 96 Prozent. „Mit der Pro 2-Netzgerätegeneration haben wir nicht nur ein Netzgerät, sondern vielmehr ein kommunikationsfähiges Element einer gesamten Infrastruktur entwickelt, dessen Daten remote abgefragt werden können“, erläutert Schäfer.

Wago investiert 120 Mio. Euro

Die Wago-Gruppe ist mit 29 internationalen Gesellschaften und 80 Vertretungen global aufgestellt. Ein deutlicher Investitionsschwerpunkt liegt aber weiterhin in Deutschland. Etwa 70 Prozent der Gesamtinvestitionen von 120 Mio. Euro sind in die Standorte in Minden, Päpinghausen und Sondershausen geflossen. In diesem Jahr soll die Investitionssumme noch weiter steigen – bei ähnlicher Verteilung. „Für uns ist unser Produktions-Know-how hier in Deutschland ein entscheidender Wettbewerbsfaktor“, betont Chief Financial Officer Axel Börner. „Deshalb investieren wir auch weiterhin vor Ort, um nachhaltige Wachstumskapazitäten zu sichern und möglichst flexibel in Produktion und Logistik agieren zu können.“ Beispielsweise ist aktuell das größte Projekt das neue Automatenmontagewerk und Einzelteillager in Minden/Päpinghausen, in das rund 50 Mio. Euro fließen. Die Fertigstellung ist für Herbst 2019 geplant. „Auch wenn unser Investitionsschwerpunkt weiterhin in Deutschland liegt, gelingt weiteres erfolgreiches Wachstum nur im Zusammenspiel aller Werke weltweit“, beschreibt Axel Börner. Wago produziert international an neun verschiedenen Standorten. Im vergangenen Jahr wurde ein zweites Werk unweit des polnischen Standortes Wróblowice eingeweiht. 2019 wird die Erweiterung des Logistikbereichs in China abgeschlossen; die Produktion wird hier in den kommenden Jahren weiter vergrößert.

Wago beschäftigt weltweit 8.500 Menschen

Zum Jahresende beschäftigte Wago mehr als 8.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weltweit – über 3.900 von ihnen in Deutschland, davon 2.900 am Mindener Stammsitz und über 1.000 in Sondershausen/Thüringen. Um seinen Bedarf an qualifizierten Nachwuchskräften auch zukünftig decken zu können, setzt Wago stark auf die eigene Ausbildung. 281 Auszubildenden und dual Studierenden waren zum Stichtag 31.12.2018 im Unternehmen beschäftigt – Tendenz steigend.

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