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Autonomes Fahren Wenn das Auto zum mobilen Wohnzimmer wird

| Redakteur: Carina Schipper

In Filmen wie „Zurück in die Zukunft“ oder „I-Robot“ fuhren schon in der Vergangenheit Autos mit futuristisch anmutendem Design ganz von selbst. In der Gegenwart ist die Technik nicht mehr allzu weit von solchen Szenarien entfernt. Daimler zeigt mit dem Prototyp F 015 wie automatisiertes Fahren aussehen kann.

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Einen Ausblick, wie sich „Intelligent Drive“ morgen gestalten könnte, ermöglicht Mercedes-Benz mit seinem autonom fahrenden Forschungsfahrzeug F 015 Luxury in Motion.
Einen Ausblick, wie sich „Intelligent Drive“ morgen gestalten könnte, ermöglicht Mercedes-Benz mit seinem autonom fahrenden Forschungsfahrzeug F 015 Luxury in Motion.
(Bild: Daimler Powertrain AG)

„Intelligent Drive“ bedeutet bei Mercedes-Benz die Vernetzung von Systemen, Sensoren und Algorithmen für mehr Komfort und Sicherheit. Die Umsetzung des Konzepts spiegelt das autonom fahrende Forschungsauto F 015 Luxury in Motion wieder. Eine Vielzahl neuer Systeme und Sensoren verleiht dem Fahrzeug Komfort, Sicherheit, Effizienz und Dynamik. Die intelligente Betriebsstrategie der neuen Plug-In Hybride regelt im Hintergrund automatisch das Zusammenspiel von Verbrennungsmotor und E-Maschine, erklärt der Automobilhersteller. Die Strategie hängt nicht nur vom Ladezustand der Batterie, sondern auch vorausschauend vom Verkehr oder der Strecke ab.

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Genutzt wird dazu die verbesserte Umfeldsensorik mit mehrstufigen Radarsensoren und weiterentwickelten Kameras. Intelligente Innovationen wie das so genannte haptische Fahrpedal unterstützen den Fahrer darüber hinaus in bestimmten Fahrsituationen beim Kraftstoffsparen. „Es steckt bereits heute sehr viel Intelligenz in jedem Mercedes-Benz. Das macht unsere Autos zu den sichersten der Welt. Aber auch der Antrieb profitiert von der intelligenten Sensorik an Bord. So lässt sich etwa Dank vorausschauender Betriebsstrategie die Effizienz von Plug-In Hybriden spürbar steigern“, berichtet Prof. Dr. Herbert Kohler, Leiter Konzernforschung und Nachhaltigkeit bei der Daimler AG.

„Intelligent Drive“ heute und morgen

Schon heute registrieren die Fahrzeuge von Mercedes-Benz dank „Intelligent Drive“ viele gefährliche Situationen im Straßenverkehr und verhalten sich situationsgerecht, heißt es aus Stuttgart. Der Collision Prevention Assist beispielsweise gehört von der A- bis zur S-Klasse zur Serienausstattung. Das radargestützte Assistenzsystem schlägt bei Kollisionsgefahr automatisch Alarm. Die weiterentwickelte Version kann sogar autonom bremsen. Viele aktuelle Mercedes-Benz Modelle von der C- bis zur S-Klasse bewegen sich teilautonom im öffentlichen Straßenverkehr. Distronic Plus mit Lenk-Assistent und Stop&Go Pilot beherrscht teilautonomes Staufolgefahren. Der Aktive Park-Assistent mit Parktronic manövriert das Auto mit aktiven Lenk- und Bremseingriffen alleine in Längs- und Querparklücken. Einen Ausblick, wie sich „Intelligent Drive“ morgen gestalten könnte, ermöglicht Mercedes-Benz mit seinem autonom fahrenden Forschungsfahrzeug F 015 Luxury in Motion. Die Funktion des Autos verschiebt sich noch stärker vom reinen Fortbewegungsmittel hin zum komfortablen Rückzugsraum. Es bleibt dem Fahrer überlassen, ob er selbst fahren, sich von den intelligenten Systemen unterstützen oder sich autonom fahren lassen möchte, behaupten die Experten. „Die Zeit im Auto erhält damit eine völlig neue Qualität – durch die Freiheit, sich beim Fahren mit anderen Dingen zu beschäftigen als Lenken, Beschleunigen und Bremsen.“, so Daimler.

Sechs hochauflösende Displays sitzen in der Armaturentafel und in den Rück- und Seitenwänden. Die Passagiere können jederzeit über Eyetracking, Gesten oder Berührung der Bildschirme mit dem Fahrzeug kommunizieren, sich über die Umgebung informieren, das Entertainment-Angebot nutzen, Videokonferenzen führen oder sich virtuelle Welten ins Fahrzeug holen, versprechen die Entwickler. Die größte Rolle des innovativen Interieur-Konzepts spielt das variable Sitz-System mit vier drehbaren Lounge-Chairs. Der F 015 besitzt eine hochauflösende Sensorik, mit der er sein Umfeld rundum und permanent beobachtet und die Kommunikation und Interaktion zwischen dem Fahrzeug, den Passagieren und der Außenwelt gewährleistet. Die großen interaktiven LED-Felder an Front und Heck und das hochpräzise Laserprojektionssystem geben frühzeitig Auskunft über andere Fahrzeuge und Passanten oder über bestimmte Verkehrssituationen. Beispielsweise kann der F 015 einen Zebrastreifen vor sich auf die Fahrbahn projizieren, um Passanten das Überqueren der Straße zu erleichtern.

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