Zustandsüberwachung

Wenn Leichtsteuergehäuse und intelligente Safety nicht nur effektiv sind

| Redakteur: Sariana Kunze

Lumberg überwacht die eigene Entwicklung und Produktion von Steckverbindern, elektromechanischen Bauelementen und mechatronischen Komponenten mit Lösungen von Bernstein.
Lumberg überwacht die eigene Entwicklung und Produktion von Steckverbindern, elektromechanischen Bauelementen und mechatronischen Komponenten mit Lösungen von Bernstein. (Bild: Bernstein)

Bei der Zustandsüberwachung spielt die Optik meist eine untergeordnete Rolle. Die Lumberg-Gruppe setzt jedoch in einem ihrer Werke eine effektive Überwachung mit wandelbaren Leichtsteuergehäusen und intelligenten Safety Sensoren von Bernstein um, die auch ästhetische Ansprüche erfüllt.

Das reibungslose und langfristig wirtschaftliche Funktionieren von Maschinen und Anlagen steht im Fokus jeder Zustandsüberwachung. Die Frage nach der Optik stellen sich die meisten mittelständischen Unternehmen hingegen selten, die nach kalkulierbaren Kosten ist wiederum vielfach präsent. Die Lumberg-Gruppe ließ sich in ihrem Werk 2 am Standort Cloppenburg auf einen Versuch ein: Zuverlässige und (kosten-)kalkulierbare Überwachung sicherheitsrelevanter Zustände sowie das Erfüllen ästhetischer Ansprüche. Hierfür holte sich das Unternehmen Unterstützung von Bernstein aus Porta Westfalica.

Steckverbinder-Produktion sicher überwachen

Lumberg zählt zu den führenden Anbietern von Steckverbinder- und Kontaktsystemen. Die Kompetenz besteht in der eigenen Entwicklung und Produktion von Steckverbindern, elektromechanischen Bauelementen und mechatronischen Komponenten. Das Unternehmen steht für eine hohe interne Fertigungstiefe: Konzeption und Bau von Montagelinien oder auch von Werkzeugen stellt eine Kernkompetenz des Hauses dar. Im Fokus hat das Unternehmen dabei Werkzeugkonstruktion und Werkzeugbau für Präzisions-Folgeverbundwerkzeuge, Stanz- und Spritzgießwerkzeuge, Entwicklung und Herstellung von Hochleistungsmontageanlagen für die eigenen Steckverbindersysteme (Leistung bis 3.000 Kontakte/Minute), hohe Spezialisierung auf modulare Werkzeugtechnik zur Reduzierung der Werkzeugvielfalt, Entwicklung von anspruchsvollen Kameraprüftechniken inklusive Program- mierung und die Verarbeitung von hochwertigen Materialien und Werkstoffen. Spezialisiert ist es auf die Geschäftsfelder Automobil-, Gebäude-, Hausgeräte- und Mobilfunktechnik. Das in dritter Generation inhabergeführte Unternehmen mit 1.300 Mitarbeitern weltweit setzt sowohl für die eigenen Maschinen als auch für Kunden-Anlagen auf das CC-4000 Leichtsteuergehäuse von Bernstein, um Bedieneinheiten, IPCs oder Anzeigekomponenten zu kapseln.

Technische Ausstattung beherbergen und schützen

„Wir waren auf der Suche nach einem Gehäuse, das die technische Ausstattung in unseren Anlagen sicher beherbergen und vor Beschädigungen schützen kann. Doch jede neue Anlage, die wir für unsere Kunden bauen, bringt auch andere Anforderungen mit sich. Eine Standardlösung hätte uns nicht weitergeholfen. Mit Bernstein haben wir einen Partner gefunden, der genauso flexibel und individuell agieren kann, wie wir selbst es für unsere Kunden tun“, begründet Rainer Schwinefot von Lumberg die Entscheidung. Seit 2017 sind über 100 Gehäuse von Bernstein bei Lumberg zum Einsatz gekommen – weitere folgen. Das Unternehmen Bernstein bietet ein umfassendes Portfolio an Gehäusen, Bedienterminals und Tragsystemen sowie industrieller Sicherheitstechnik – individuelle Lösungen, die international gültige Sicherheits- und Maschinenricht- linien erfüllen. Die Aluminiumprofile des Leichtsteuergehäuses können auf jede gewünschte Länge zugeschnitten und mit Aluminium-Eckmodulen flexibel zusammengesetzt werden. Kombiniert man darüber hinaus unterschiedliche Profile miteinander, wird das Gehäuse beliebig tief. Im nächsten Schritt ist eine Anbindung an die Maschine erforderlich: „Die Auswahl des passenden Tragsystems berücksichtigt das Gewicht des Gehäuses, die Position des Bedieners und den Winkel, in dem er auf den Bildschirm schaut. Drehen, Neigen, Kippen, Hängen, Stellen – grundsätzlich ist alles möglich“, beschreibt Christoph Heselmeyer, der für Bernstein die Umsetzung des Projekts bei Lumberg begleitet. Er verweist dabei auch auf individuell für den jeweiligen Steckverbindertyp konfigurierbare Halbautomaten, die ebenfalls eine Entwicklung der Firma Lumberg sind und mit Bernsteins CC-4000 ausgestattet wurden. Es handelt sich dabei um Halbautomaten, die dem Bediener das Abisolieren des Kabels und Anschlagen der Kontakte für Lumbergs Steckverbinder erleichtern. Derzeit schmieden die Unternehmen Pläne für eine weitere Zusammenarbeit: „Neben den CC-4000 Gehäusen interessiert Lumberg sich auch für den Smart Safety Sensor SRF zur sicheren Überwachung“, erklärt Christoph Heselmeyer.

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Diagnosesystem bringt Daten auf's Smartphone

Der Sensor (Safety RFID) überwacht beweglich trennende Schutzeinrichtungen, beispielsweise Klappen, Türen oder Schutzgitter. Der kleine Sensor bewahrt Mitarbeiter vor Verletzungen, indem er Maschinen und Anlagen abschaltet oder erst gar nicht in Betrieb nimmt, solange die trennende Schutzeinrichtung nicht ordnungsgemäß geschlossen ist. „Nach und nach werden wir auf den SRF von Bernstein umrüsten“, bestätigt Rainer Schwinefot. Der Fokus wurde bei dieser Entwicklung auf das zum Sensor zugehörige Diagnosesystem gelegt: Es liest eine Vielzahl an Daten aus und macht sie zentral und flexibel im Sinne einer intelligenten Produktion verfügbar. Die Diagnosedaten werden beispielsweise über IO-Link in die Maschinensteuerung eingelesen oder alternativ per NFC Technologie auf dem Smartphone angezeigt. [kun]

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