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Mitarbeiterführung

Wie Führungskräfte durch konsequentes Verhalten das Unternehmen in der Erfolgsspur halten

| Autor/ Redakteur: Roland Jäger* / Sariana Kunze

In wirtschaftlich schwierigen Zeiten sind die Ressourcen von Unternehmen meist sehr begrenzt. Gerade dann gilt es, das Verschwenden von Zeit und Geld zu vermeiden. Entsprechend konsequent sollte in Krisenzeiten - und sicher nicht nur dann - das Handeln von Führungskräften sein.

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Roland Jäger: „Inkonsequenz bedeutet Verschwendung.“
Roland Jäger: „Inkonsequenz bedeutet Verschwendung.“
( Archiv: Vogel Business Media )

Der Alltag in vielen Unternehmen: Die Geschäftsleitung definiert Ziele, die es im kommenden Jahr zu erreichen gilt. Ein Beispiel dafür ist, dass der Marktanteil für das Produkt x um acht Prozent steigen soll. Daraufhin setzen sich die Führungskräfte der Bereiche mit ihren Mitarbeitern zusammen, um

  • zu ermitteln, was dies für ihre Arbeit bedeutet, und
  • zu vereinbaren, was es zu tun gilt, damit ihr Bereich den nötigen Beitrag zum Erreichen der Ziele leistet.

All das wird genau definiert und auf Papier fixiert. Doch dann kehren die Beteiligten zur Alltagsarbeit zurück und ihr Blick richtet sich wieder auf ihre Schreibtische, die vor Aufgaben überquellen. Dann sind nur wenige Tage später die zahlreichen Vereinbarungen vergessen - solange bis das nächste Mitarbeiter- oder Teamgespräch ansteht, bei dem geprüft wird: Was haben wir geschafft? Dann stellen alle verdutzt fest: Viele Vereinbarungen wurden nicht umgesetzt und manches Ziel wurde nicht erreicht. Insbesondere die qualitativen Ziele wie zum Beispiel

  • die Fehlerquote zu senken,
  • die Lieferfristen zu verkürzen und
  • die Zusammenarbeit zu verbessern

gingen in der Hektik des Arbeitsalltags unter. Die nicht erreichten Ziele werden, sofern sie nicht gestrichen werden, ins nächste Jahr übernommen und erneut schnell vergessen.

In Krisenzeiten ist Konsequenz wichtig

Häufig stört das inkonsequente Verhalten niemanden - solange der Umsatz und Ertrag stimmen. Der Aufschub wird erst dann als bedrohlich empfunden, wenn wie in der aktuellen Wirtschaftskrise vielfach, Marktanteile wegbrechen und neben den Umsätzen auch die Rendite sinkt. Der Führungsmannschaft wird meist erst dann klar das die nötigen Beschlüsse nicht konsequent umgesetzt wurden. Unter anderem,

  • weil das Alltagsgeschäft zu viel Zeit in Anspruch nahm und die wichtigen Aufgaben liegen geblieben sind, und
  • weil bei Registrierung des Versäumnisses, oft der Gedanke auf morgen verschoben wurde.

Eine Ursache dieser Inkonsequenz ist: Die Personaldecke vieler Firmen ist heute sehr dünn. Speziell deren Führungskräfte sind froh, wenn sie am Abend ihr Tagespensum geschafft haben. Oder weil keine andere Funktion in den Unternehmen in den zurückliegenden Jahren ideologisch dermaßen überfrachtet wurde wie die Führungsfunktion. Das verdeutlichen bereits die Attribute, die Führungskräften zugeschrieben werden: Sie sollen Entrepreneurs sein, also unternehmerisch denken und handeln. Sie sollen Leader sein an dem sich ihre Mitarbeiter orientieren können. Außerdem sollen sie Coachs ihrer Mitarbeiter sein, die diese in ihrer Entwicklung und beim Erbringen ihrer Leistung unterstützen.

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