Frequenzumrichter

Wie geschnitten Brot: Holzdielen vom laufenden Band

| Autor / Redakteur: Gunthart Mau / Karin Pfeiffer

Der Doppelendprofiler von Kraft Maschinenbau fräst in sehr hoher Stückzahl Längs- und Quernuten in Fußbodendielen; verbaut sind Frequenzumrichter und Getriebemotoren von SEW Eurodrive.
Der Doppelendprofiler von Kraft Maschinenbau fräst in sehr hoher Stückzahl Längs- und Quernuten in Fußbodendielen; verbaut sind Frequenzumrichter und Getriebemotoren von SEW Eurodrive. (Bild: SEW-Eurodrive/Kraft Maschinenbau)

Weil mehr Ausstoß Stückkosten senkt, hat ein Dielenhersteller in eine Sägeanlage von Kraft Maschinenbau investiert. Im Doppelendprofiler regeln Servo-Mehrachsverstärker Moviaxis von SEW-Eurodrive die Drehzahl geberlos mit hoher Überlastfähigkeit.

Bereits in siebter Generation besteht das Familienunternehmen Kraft Maschinenbau in Rietberg-Mastholte, rund 30 km westlich von Paderborn. Heute arbeiten hier etwa 300 Mitarbeiter. Die Firma ist bekannt dafür, Ideen für rationelle Fertigungsabläufe zu entwickeln und umzusetzen. Die Anlagen kommen in unterschiedlichen Branchen weltweit zum Einsatz; einen Schwerpunkt bildet die Holzbearbeitung.

Andreas Wapelhorst ist der Technische Leiter des Unternehmens. Schon vor Jahren begann er, Teillösungen zu standardisieren. Sie gehören zum Beispiel zu Sägen, Portalen, Doppelendprofilern, Bearbeitungsmaschinen, Verpackungsmaschinen, Förderanlagen und Lagersystemen.

Wenn eine technische Veränderung Vorteile bringt, entstehen auch Optimierungen innerhalb eines Produktionsablaufs. Jedes Mal geht es darum, für den Kunden die bestmögliche Gesamtkonzeption zu finden und umzusetzen. „Wir realisieren Lösungen, an die sich andere nicht wagen“, erklärt Wapelhorst.

Millionenfach mit Holzdielen bestücken

Ein führender Hersteller von Holzdielen mit Klickprofil etwa stellt auf mehreren Bearbeitungslinien jährlich etwa 70 Mio. m² her. „Bei diesen sehr großen Stückzahlen zeigt sich in der Produktionstechnik, was Qualität ist", bemerkt Sergej Sperling, Projektleiter bei Kraft Maschinenbau, nicht ohne Stolz. Das sieht auch der Dielenhersteller so, denn er kaufte bereits mehrere Bearbeitungslinien von Kraft. Für die erste Beschickungs- und Profilierungslinie betrug seine Vorgabe an den Maschinenbauer acht Monate. Für die neueste Linie musste es sogar noch schneller gehen.

„Wir hatten exakt sechs Monate — von der Auftragsvergabe im Oktober 2014 über die Konstruktion bis zur Auslieferung", berichtet Andreas Wapelhorst. Der Produktionsstart war Ende April 2015. „Mit Hilfe unseres Baukastensystems ist es möglich, auch unter Zeitdruck individuelle Maschinenkonzepte umzusetzen und so die Anforderungen des Kunden bestmöglich zu erfüllen.“

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