Studie Wie KI-fit sind deutsche Unternehmen?

Quelle: Pressemitteilung PwC 2 min Lesedauer

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Eine PwC-Studie zeigt, dass der Großteil der KI-Wertschöpfung weltweit auf wenige Unternehmen entfällt. Deutschland schneidet im AI Fitness Index gut ab, nutzt KI bislang jedoch vor allem zur Effizienzsteigerung und weniger für Wachstumspotenziale.

Die Nutzung von KI in operativen Anwendungen wächst, wird jedoch bislang selten gezielt zur Erschließung neuer Geschäftspotenziale eingesetzt.(Bild:   / Pexels)
Die Nutzung von KI in operativen Anwendungen wächst, wird jedoch bislang selten gezielt zur Erschließung neuer Geschäftspotenziale eingesetzt.
(Bild: / Pexels)

Ein Großteil der KI-Wertschöpfung konzentriert sich weltweit auf wenige Unternehmen. Laut der AI-Performance-Studie 2026 von PwC entfallen 74 Prozent der KI-getriebenen Wertschöpfung auf nur 20 Prozent der Unternehmen. Für die Studie wurden 1.217 Führungskräfte aus 25 Branchen befragt. Deutschland erreicht im PwC AI Fitness Index 5,6 Punkte und liegt damit leicht über dem globalen Median sowie vor den USA, Großbritannien und Japan.

Über die studie

Die AI-Performance-Studie 2026 von PwC basiert auf einer Befragung von 1.217 Führungskräften aus 25 Branchen weltweit. Bewertet werden 60 Management- und Investitionspraktiken im Rahmen des AI Fitness Index.

Starke Grundlagen, schwache Monetarisierung

Deutschland schneidet bei den KI-Grundlagen vergleichsweise gut ab, insbesondere bei Governance und Risikomanagement. Gleichzeitig bleibt die wirtschaftliche Nutzung hinter den Möglichkeiten zurück: Nur 25 Prozent der befragten Unternehmen setzen KI gezielt für Umsatzwachstum ein, während 52 Prozent den Fokus auf Effizienz legen.

Bei der konkreten Nutzung von KI in Prozessen und Entscheidungen zeigt sich eine deutliche Lücke zu den internationalen Spitzenreitern. Während Deutschland hier auf 5,4 Punkte kommt, erreichen die KI-Leader 7,1 Punkte.

„Deutschlands KI-Fitness ist international wettbewerbsfähig – und lässt insbesondere wegen der soliden Grundlagenarbeit etablierte Märkte wie die USA, Großbritannien oder Japan hinter sich. Jetzt gilt es, diese Basis in KI-getriebenes Umsatzwachstum zu übersetzen“, so Nico Reichen, Lead Data & AI bei PwC Deutschland.

KI-Leader setzen stärker auf Wachstum

Die leistungsstärksten Unternehmen erzielen eine 7,2-fach höhere KI-getriebene Performance als der Rest. Entscheidend ist dabei nicht Effizienz, sondern die Nutzung von KI für neue Geschäftsmodelle und Wachstumspotenziale.

Die leistungsstärksten Unternehmen erzielen eine 7,2-fach höhere KI-getriebene Performance als der Rest. Entscheidend ist dabei nicht Effizienz, sondern die Nutzung von KI für neue Geschäftsmodelle und Wachstumspotenziale.

„Die Studiendaten zeigen: Der größte Mehrtwert durch KI entsteht nicht durch schnellere Fertigung oder effizientere Prozesse, sondern durch neue Geschäftsmodelle an Branchengrenzen. Deutsche Unternehmen haben in diesen Sektoren die Ingenieurskompetenz und die Datenbasis – aber der Sprung vom Effizienz- zum Wachstumshebel steht noch aus“, so Reichen.

Skalierung und Vertrauen als Erfolgsfaktoren

KI-Leader setzen KI häufiger in operativen Prozessen ein und automatisieren stärker. Gleichzeitig verfügen sie häufiger über strukturierte Governance-Modelle, was das Vertrauen in KI-Anwendungen erhöht. Mitarbeitende vertrauen KI-Ergebnissen dort mehr als doppelt so häufig wie in deutschen Unternehmen.

Für deutsche Unternehmen ergibt sich daraus eine klare Aufgabe: Bestehende Stärken bei Daten und Governance müssen stärker in skalierbare Anwendungen und wirtschaftliche Effekte überführt werden.

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