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Time Sensitive Networking Wie TSN in Profinet integriert werden kann

| Redakteur: Katharina Juschkat

Profibus & Profinet International zeigt erste konkrete Umsetzungen mit Time Sensitive Networking (TSN) und demonstriert, wie sich TSN in Profinet integrieren lässt.

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PI zeigt, wie sich TSN in bestehende Profinet-Netze integrieren lässt.
PI zeigt, wie sich TSN in bestehende Profinet-Netze integrieren lässt.
(Bild: gemeinfrei / CC0 )

Profibus & Profinet International (PI) zeigte auf der diesjährigen Hannover Messe anhand einer Demoapplikation, wie sich Time Sensitive Networking (TSN) in Profinet integrieren lässt und weist damit den Weg für die weiteren Spezifikations- und Standardisierungsarbeiten.

Bestehende Profinet-Netze in TSN integrieren

Vor über zwei Jahren startete PI die Industrie 4.0 Working Group mit der Aufgabe, die Anforderungen von Industrie 4.0 und dem IIoT (Industrial Internet of Things) an Profinet zu erarbeiten. Unter Mitwirkung zahlreicher Unternehmen wurden die Anwendungsfälle beschrieben und die Anforderungen an fünf essentielle Technologien – nämlich TSN, OPC UA, Security, Semantik und IPv6 – erarbeitet. Laut PI zeigt sich gerade bei TSN, dass die zugrundeliegenden IEEE-Standards sehr viel Freiraum für die Nutzung erlauben. Daher war es wichtig, die industriellen Randbedingungen genau zu definieren.

BUCHTIPP Ohne eine herstellerunabhängige Vernetzung von Geräten und Anlagen ist Industrie 4.0 nicht umsetzbar. OPC UA ist genau dafür konzipiert – doch der Einstieg ist nicht immer einfach. Das Fachbuch „Praxishandbuch OPC UA“ hilft weiter.

Für Profinet bedeutet dies, dass vor allem die Anwendersicht, also wie die Nutzer die Technologie erleben, sich möglichst nicht von der heutigen Welt unterscheiden soll. Ferner ist es notwendig, dass TSN auch Verbesserungen bringt, z. B. ein „Plug & Work“-Verhalten. Das zeigte PI erstmals auf der Hannover Messe: Die Live-Demo besteht aus einem TSN-Netz, bei dem sich die Topologie zur Laufzeit ändern lässt, ohne das Netz neu konfigurieren zu müssen. Ein sichtbarer Vorteil gegenüber der heutigen IRT-Welt, bzw. einer statischen TSN-Konfiguration. Auch wird gezeigt, wie sich bestehende Profinet-Netze und Geräte integrieren lassen. Dies ist für einen einfachen und fließenden Umstieg auf TSN unerlässlich.

„Die Industrie 4.0 Working Group hat wieder einmal gezeigt, dass PI sich zuallererst um die Wünsche der Anwender kümmert,“ meint Karsten Schneider, Vorstandsvorsitzender der PNO und Chairman von PI. „Eine neue Technologie muss immer auch neue Anwendungen ermöglichen und konkrete Herausforderungen unserer Kunden lösen.“ Im nächsten Schritt wird nun die Spezifikationsarbeit hinsichtlich der Integration von TSN in Profinet weiter vorangetrieben, die bis zur Hannover Messe 2019 vorliegen soll.

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