Anbieter zum Thema
Der Vorteil von viBlu besteht darin, dass das Funksystem mit der weit verbreiteten S7-Steuerung kompatibel ist. Es muss nicht eigens in der Management-Software konfiguriert werden. Die übertragenen Daten sind damit für die Steuerung völlig transparent. Eine Veränderung des S7-Programms ist ebenfalls nicht notwendig. Alle Parametrierungen und Einstellungen an den Baugruppen werden wie bei einer Kabelverbindung vorgenommen.
Master-Slave-Prinzip sorgt für flexible Architektur
Der Systemaufbau folgt dem üblichen Master-Slave-Prinzip mit einem übergeordneten Funk-Modul – dem Master-Modul – und untergeordneten Slave-Modulen. Sie lassen sich für viBlu einfach mit der im Lieferumfang enthaltenen Parametriersoftware konfigurieren. Dabei werden die Funkstrecken durch MAC-Adressen eindeutig gekennzeichnet. Eine gegenseitige Beeinflussung ist dadurch ausgeschlossen. Auch der Aufbau von parallelen Funkstrecken ist möglich. Je Profibus-Master-Funkmodul lassen sich bis zu drei Slave-Module anschließen.
Das Master-Funkmodul von viBlu wird über eine externe Spannungsversorgung mit DC 24 V versorgt. Eine 9-polige SUB-D-Buchse dient zur Profibus-Ankopplung. Und über die integrierte USB-Schnittstelle lassen sich die Funkmodule einfach parametrieren. Gut lesbare LED-Anzeigen informieren den Anwender über den jeweiligen Betriebszustand auf der Profibus- und auf der Funkseite. Die Einstellungen und Informationen zur Funkübertragung können auch in der CPU des Gesamtsystems diagnostiziert und ausgewertet werden.
Stabile Lösung mit zwei Funkstrecken
Die in der ZKA Schrobenhausen umgesetzte Profibus-Funklösung umfasst zwei Funkstrecken, die über ein gemeinsames Master-Funkmodul viBlu 200 realisiert werden. Das mit der CPU des S7-Gesamtsystems verknüpfte Master-Modul ist in einem zentral gelegenen Funktionsgebäude auf dem ZKA-Gelände untergebracht. Eine Radialantenne an der Außenwand gewährleistet die einwandfreie Funkübertragung.
Die erste Funkstrecke umfasst rund 60 Meter. Sie bindet zwei Slave-Module an, die sich an den Rundräumern von zwei Klärbecken befinden. Von dort übertragen sie verschiedene Sensor-Daten zur Schlammspiegelmessung, Antriebsüberwachung sowie zum Betrieb von Schwimmschlammpumpe und Rinnenreinigungsbürste. Die zweite Funkstrecke führt über etwa 80 Meter zum Räumer des Vorklärbeckens. Dort werden Messdaten zu Schlammspiegel, Sauerstoffgehalt und Position des Räumers kontinuierlich erfasst und übertragen.
So konnten insgesamt mit dem Funksystem von Helmholz die störungsanfälligen Schleifringe ersetzt werden, die bisher die Integration von beweglichen Anlagenteilen ermöglichten. Und das hat letztlich den Wartungsaufwand minimiert und die Anlagenverfügbarkeit erhöht.
* Karsten Eichmüller, Sales Director und Andy Schirmer, Application Engineer bei Systeme Helmholz in Großenseebach
(ID:31682620)