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DGA-Monitoring

Zustandsüberwachung von Transformatoren ganz ohne Fehlalarme

| Redakteur: Sariana Kunze

Ineffiziente Zustandsüberwachung von Transformatoren beeinträchtigt die Produktivität im Energiesektor. Um Budgetüberschreitungen langfristig in den Griff zu bekommen und die Leistung von Anlagen zu steigern, müssen kostenintensive Fehlalarme vermieden und die Zuverlässigkeit der DGA-Überwachung gesteigert werden.

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Ohne Fehlalarme von DGA-Monitoren vor Ort werden keine Wartungspläne von Versorgungsunternehmen mehr durcheinander gebracht.
Ohne Fehlalarme von DGA-Monitoren vor Ort werden keine Wartungspläne von Versorgungsunternehmen mehr durcheinander gebracht.
(© Kalinovskiy - Fotolia)

Im Bereich der internationalen Energieerzeugung und -übertragung werden häufig DGA-Verfahren zur Prüfung großer Leistungstransformatoren eingesetzt. Ihre Zuverlässigkeit und Wirtschaftlichkeit lässt allerdings noch Verbesserungsspielräume offen. Laut Vaisala, einem Unternehmen auf dem Gebiet von Umwelt- und Industriemessungen, bereiten Fehlalarme von DGA-Systemen, die vor Ort installiert sind, sowie Fehler bei den routinemäßigen Ölproben den Anlagenbesitzern nach wie vor große Probleme. Versorgungsbetriebe können diesen Herausforderungen mit einer zuverlässigen Zustandsüberwachung in Echtzeit begegnen. Damit können sie nicht nur ihre Wartungskosten reduzieren, sondern können auch die Stabilität ihrer Stromnetze erhöhen und verbessern dadurch ihr Finanzergebnis. Ein Transformatorausfall zieht immer schwerwiegende finanzielle Folgen nach sich. Bei einer Komplettwartung liegen die Kosten bei mehr als 100.000 Euro, ein Transformatortausch liegt unter Umständen sogar bis zu 4 Mio. Euro. Zudem treiben die damit einhergehenden Produktionsausfälle die Kosten für die Betreiber noch weiter in die Höhe. Aus diesem Grund setzt sich die DGA-Zustandsüberwachung als Standardpraxis für alternde Transformatorbestände durch, so Vaisala. Sie ermöglicht die proaktive Diagnose und Vermeidung von sich anbahnenden Fehlern, bevor diese kostenintensive Ausfälle verursachen. Deshalb ist es wichtig, die Überwachungsabläufe kontiniuerlich zu optimieren und die Fehlerwahrscheinlichkeit zu reduzieren.

Potenzielle Fehler vermeiden und reduzieren

Fehlalarme von DGA-Monitoren vor Ort bringen die Wartungspläne von Versorgungsunternehmen oft durcheinander und verursachen unvorhergesehene Kosten. Zudem müssen Vor-Ort-Daten durch regelmäßige Labortests validiert werden, was die Komplexität und den Zeitaufwand des Prüfverfahrens erhöht. Zusammengenommen machen diese Faktoren den steigenden Bedarf nach einem verlässlichen DGA-Monitor deutlich, so Vaisala. Diese Monitore müssen nicht nur den Onlinezugriff auf kritische Performancedaten rund um die Uhr in Echtzeit bieten, sondern auch Fehlalarme vermeiden und potenzielle Fehler reduzieren. Eine Möglichkeit für diese Problemstellung bietet der Vaisala Optimus DGA-Monitor für Transformatoren, der auf dem Cigre 2016 (Conseil International des Grands Réseaux Électriques) in Paris von dem finnischen Unternehmen dem europäischen Markt vorgestellt wird. Der robuste Optimus DGA Plug-and-Play-Monitor, der sich in weniger als zwei Stunden installieren lässt, arbeitet mit partieller Vakuumextraktion und liefert damit eine repräsentative Probe aller gelösten Gase im Transformatorenöl, so der Hersteller. Öltemperatur, -druck oder -typ sollen keinen Einfluss auf die Messwerte haben, die vom integrierten Infrarotsensor erfasst werden. Zudem kalibriert sich das System in regelmäßigen Abständen selbst, um absolut konsistente und zuverlässige Daten zu liefern. Diese Daten werden über eine Onlineschnittstelle zur Verfügung gestellt, was die laufende und verlässliche Echtzeitanalyse der Transformatorleistung ermöglicht – ganz ohne Fehlalarme.

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