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Robotik & Handhabungstechnik Aktuell: Vier Produkte zum Thema Robotik

| Redakteur: Gudrun Zehrer

In einem aktuellen Themencluster zu Robotik und Handhabungstechnik haben wir einige Neuheiten zusammengefasst: Drei-Finger-Greifer für flexibles Handling zylindrischer Objekte, Roboter für Aufgaben in der mittleren Traglastklasse,mobiler Roboter für Intralogistik auf beengtem Raum sowie ein Anwendungskit für Cobots.

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On Robot bringt seinen ersten Drei-Finger-Greifer auf den Markt. Der elektrische 3FG15 ist für die Maschinenbeschickung konzipiert und ermöglicht flexibles Handling auch zylindrischer Objekte.
On Robot bringt seinen ersten Drei-Finger-Greifer auf den Markt. Der elektrische 3FG15 ist für die Maschinenbeschickung konzipiert und ermöglicht flexibles Handling auch zylindrischer Objekte.
(Bild: On Robot)

Drei-Finger-Greifer für flexibles Handling zylindrischer Objekte

On Robot bringt seinen ersten Drei-Finger-Greifer auf den Markt: Der elektrische 3FG15 stellt eine Alternative zu konventionellen, pneumatisch betriebenen Drei-Finger-Greifern dar. Mit einer Tragkraft von 15 kg und einer Spannweite von 150 mm kann er Objekte unterschiedlichster Form und Größe flexibel handhaben. So eignet er sich mitunter für die Maschinenbeschickung mit schweren Teilen.

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Mit seinen drei Fingern kann der Greifer zylindrische Teile handhaben, was bislang als schwierig zu automatisieren galt. Er ist speziell für die Maschinenbeschickung konzipiert. Mit einer Greifkraft von 20 bis 240 N zentriert er das gegriffene Werkstück automatisch, was einen stabilen Griff sowie eine genaue Platzierung im Maschinenfutter erlaubt. Zudem eignet sich der Greifer für Verpackungs- und Palettierungsaufgaben. Mit der One-System-Solution von On Robot, die einheitliche mechanische Schnittstellen zwischen den Roboterarmen aller marktgängigen Hersteller und On Robots End-of-Arm-Tooling ermöglicht, ist auch der 3FG15 mit den Roboterarmen zahlreicher Hersteller kompatibel.

Eigenschaften:

  • Griff mit automatischer Zentrierung
  • Spannweite von 150 mm für Teile von 20 mm bis 150 mm
  • Formschluss- als auch Kraftschlussverfahren möglich
  • 15kg Traglast
  • Gewicht 1,15kg, Greifkraft 20-240N

Roboter für Aufgaben in der mittleren Traglastklasse

Kuka stellt eine Produktserie im Bereich der mittleren Traglastklasse vor – der KR Iontec folgt auf den KR 60-3. Er ist flexibel, bietet einen großen Arbeitsbereich und wurde für den Einsatz in klassischen und digitalen Produktionswelten entwickelt.

Der KR Iontec kann in allen Einbaulagen eingesetzt werden. Auch die Möglichkeit zur Traglastumrüstung bei installiertem Roboter von 30 auf bis zu 70 kg macht ihn flexibel. Außerdem verfügt er mit einer Reichweite von maximal 3.100 mm laut Kuka über den größten Arbeitsbereich seiner Klasse. Der geringere Platzbedarf des Roboters durch einen um 30 Prozent kleineren Footprint und die um 10 Prozent schlankere Störkontur ermöglicht zudem ein kompaktes Zellen-Design.

Die Wartungskosten werden unter anderem dadurch gesenkt, dass der Roboter weniger Ersatzteile benötigt und der Ölwechsel im Durchschnitt nur alle 20.000 Betriebsstunden durchgeführt werden muss. Durch den reduzierten Energieverbrauch, der sich aus der verbesserten Antriebstechnik und dem verminderten Eigengewicht des Roboters ergibt, werden zudem die laufenden Kosten gesenkt. Die technische Verfügbarkeit liegt bei über 99 Prozent und die Mean Time Between Failures bei rund 400.000 Betriebsstunden.

Der Roboter ist mit verschiedenen Motion-Modes ausgestattet. Über diese Software-Add-ons lässt sich der Roboter flexibel an verschiedene Produktionsprozesse anpassen: Der Performance-Mode sorgt für standardmäßig hohe Leistung, Dynamik und Effizienz. Der Path-Mode ermöglicht exaktes Bahnfahren bei allen Geschwindigkeiten sowie absolute Genauigkeit und Präzision. Mit dem Dynamic-Mode lassen sich die Taktzeiten minimieren. Der KR Iontec ist seit Januar 2020 bestellbar. Die Auslieferung der ersten Modelle ist für April vorgesehen.

Mobiler Roboter automatisiert Intralogistik auf beengtem Raum

Mobile Industrial Robots (MIR) bringt mit dem MIR 250 sein bislang agilstes Modell auf den Markt. Der autonome Transportroboter eignet sich für den Einsatz in beengten und stark frequentierten Umgebungen. Damit ermöglicht er Anwendern, Intralogistik-Prozesse effizienter zu automatisieren.

Der Roboter passt beispielsweise durch nur 80 cm breite Türöffnungen. MIR 250 ist eine Lösung, die sich in engen Räumen navigieren, Aufzüge benutzen und Kurven zügig umfahren kann. Einige Standardkomponenten wurden durch robustere Alternativen ersetzt, sodass der Roboter noch besser für den Einsatz in rauen Industrieumgebungen gewappnet ist. Mit einer Geschwindigkeit von bis zu 7,2 km/h kann der Roboter Transportaufträge zügig erledigen. Zudem bietet er eine verlängerte Betriebsdauer.

Mithilfe von Aufsatzmodulen kann der Roboter schnell an die individuellen Bedürfnisse der Anwender angepasst werden. Mit der Hubvorrichtung namens Shelf Carrier kann der Roboter Regale selbständig aufnehmen und absetzen. Zudem stehen durch das umfangreiche Partner-Netzwerk Rollenförderer, Roboterarme, Regalmodule und andere An- und Aufbauten für den Roboter zur Verfügung.

Anwendungskits vereinfachen Einsatz von Cobots

Universal Robots erweitert seine UR+Plattform für zertifizierte Partnerprodukte um Anwendungskits, die den Schritt hin zur industriellen Automatisierung für kleine, mittlere und große Unternehmen noch leichter machen sollen. Auf der UR+-Plattform sind nun 20 bewährte Soft- und Hardware-Kits für die gefragtesten Cobot-Anwendungen verfügbar. Die Plattform stellt ein umfassendstes Ökosystem dar, dessen Produkte für die nahtlose Integration zusammen mit UR-Cobots zertifiziert sind. Die Cobot-Peripheriegeräte muss nicht mehr stückweise ausgewählt und angepasst werden, sondern ist stattdessen in einem Set mit den wichtigsten Komponenten enthalten. Wiederkehrende Entscheidungen bei der Konstruktion gängiger Anwendungen werden durch die Plug-and-Produce-Kits reduziert. Sie legen die Basis für eine schnelle Implementierung von Cobots in Aufgabenbereichen wie Endbearbeitung, Qualitätsprüfung, Montage, Maschinenbeschickung, Materialentfernung, Dispensierung und Materialumschlag.

Je nach Bedarf sind die Kits weltweit oder in ausgewählten Regionen oder Ländern erhältlich. Sie basieren auf der Software UR-Cap, die es den Benutzern ermöglicht, alle Peripheriegeräte des UR-Cobots direkt über dessen Teach-Pendant mit einer ganzheitlichen 3D-Benutzeroberfläche zu steuern.

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