Antriebstechnik

"Als ein großer Fisch in kleineren Teichen mitschwimmen"

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Noch mal Motorfeedback: Rein in den wettbewerbsintensiven Servo-Markt?

Ja, die Zeit ist reif. Die Hersteller haben genug von proprietären Schnittstellen, hier treffen wir etwa mit dem offenen Protokoll SCS Open Link und die Einkabel-Lösung den Nerv der Zeit. Wichtig dabei, SCS Open Link ist verfügbar, im Feld schon getestet und wir sind hier Teil einer Community mit zwei Marktbegleitern. Weitere Hersteller auf Slave- und Drive-Seite sind herzlich eingeladen beizutreten. Das Geschäftsfeld Motorfeedback befindet sich also gerade sehr im Wandel.

Also keine Neuausrichtung, sondern eher eine logische Weiterentwicklung?

Ja, so könnte man das vielleicht sagen. Ein schönes anderes Beispiel ist ja die lagerlose Technik. Ein Trend, den wir nun nicht nur mitgehen, sondern gestalten, auch weil wir uns viel Know-how aufgebaut haben, beispielsweise in der Simulation von Magnetfeldern.

Vor ein paar Jahren war es noch undenkbar, dass wir lagerlose Systeme in die Nähe einer Bremse bringen. Und nun geht das.

Reduziert das den Markt für optische Drehgeber?

Optische Geber wird es weiterhin geben, aber die lagerlosen Drehgeber vergrößern unsere Möglichkeiten.

Und können Sie Ihre Vision beziffern? Welches Ziel peilen Sie mit Ihrem Entwicklungsmarathon an?

Unsere Investitionen werden sich schon nächstes Jahr, vor allem aber ab 2019 mit entsprechenden Wachstumsraten auswirken. In den Ziel-Segmenten möchten wir technologisch vorne sein, um so eine führende Position einnehmen zu können.

Unsere Vision geht aber über den reinen Entwicklungsmarathon hinaus. Wir möchten, wo immer wir in der Welt sind, mit dem Kunden gemeinsam die Zukunft gestalten.

Und geografisch: Wo will Kübler da noch hin?

Von der Verteilung her erzielen wir derzeit knapp 30 Prozent Umsatz in Deutschland, rund ein Drittel in Europa, den Rest in der Welt. Wir sehen großes Potenzial in den USA für uns. Auch in China wachsen wir sehr erfolgreich. In Südamerika haben wir uns noch nicht sehr engagiert, wenn ich ehrlich bin, weil wir in den klassischen Märkten doch noch einiges Potenzial sehen.

Und Deutschland bleibt für uns ein wichtiger Wachstumsträger der Zukunft. Warum? In Feldern wie Industrie 4.0 und Motorfeedback, da spielt ein ganz großer Teil der Weltmusik in Deutschland. Wenn wir da Erfolg haben, haben wir in der Welt Erfolg.

Alles recht sportliche Ziele ...

Wir bewegen uns gern. Das schaffen wir.

Vielen Dank, Herr Kübler!

SPC IPC 2017, Halle 7a, Stand 506

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