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Prozesssteuerung Automatisierte Mischung

| Redakteur: Carina Schipper

95 % der Straßen, auf denen wir fahren, bestehen aus Asphalt. Unterschiedliche Rezepturen und präzise Dosierung spielt bei der Herstellung eine wichtige Rolle. Kalt zu verarbeitende, energieeffiziente Varianten setzen sich durch. Die Steuerung BLS-3000 von Benninghoven basiert auf der B&R-Prozessleittechnik Aprol und sorgt für das passende Mischverhältnis.

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Die Mühlheimer produzieren Asphaltmischanlagen mit über 80% Fertigungstiefe.
Die Mühlheimer produzieren Asphaltmischanlagen mit über 80% Fertigungstiefe.
(Bild: B&R)

Innerhalb der letzten 50 Jahre hat sich die Zahl der Mixturen vervielfacht, so der Anlagenbauer. Umweltschutz, Ressourcenschonung und Energiesparsamkeit fordern niedrige Prozesstemperaturen. Die Technik entscheidet, inwieweit die Temperaturen beim Mischen und verarbeiten gesenkt werden können. Technologische Verfahren, wie Schäumung von Bitumen durch den Zusatz von Wasser, fördern die Energieeffizienz bei der Herstellung und die Qualität des Mischgutes. Damit steigt der Automatisierungsanteil bei der Asphaltproduktion. „Schon vor Beginn der Evaluierung war uns klar, dass wir ohne die Funktionalität eines echten Prozessleitsystems zukünftig nicht mehr auskommen würden“, berichtet Hans Adam, Leiter der Elektroabteilung bei Bennighoven. Eine direkte Prozesssteuerung in Echtzeit erfüllt die Kriterien für umfangreiche Mischungen, genaue Dosierung und Qualitätssicherung. Entsprechend der Projektausschreibung müssen die Mühlheimer eine Vielzahl technologischer Einzelmodule zusammenstellen.

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Module reduzieren den Projektierungsaufwand

„Schnell wurde klar, dass klassische Prozessleitsysteme diese Anforderungen nicht erfüllen können“, erläutert Adam das weitere Vorgehen. Die unter dem Namen BLS3000 in Serie verfügbare Anlagensteuerung arbeitet in allen Anlagen. Der dezentralen Aufbau der Automatisierungsebene und die Migrationseigenschaften ermöglichen dem Anwender, das System zur Umrüstung technisch veralteter Anlagen zu verwenden, heißt es von der Mosel. Im Einzelnen besteht die Anlage aus Teilkomponenten oder technologischen Modulen. In Sachen Hardware verspricht das Unternehmen freie Kombinationsmöglichkeiten aus dem gesamten Portfolio der X20/X67-Komponenten. Der Echtzeitfeldbus Powerlink verbindet die Bestandteile und überträgt die Dosierdaten zeitsynchron und genau. Die absolute Topologiefreiheit im Powerlink trägt ebenfalls zu dieser Konstruktionsweise bei. „Dass dieser Aufbau für die geplante Erweiterung mit integrierter Sicherheitstechnik nicht geändert werden muss, ist ein weiteres Plus für B&R“, betont Adam. Softwareseitig bilden selbst entwickelte Hypermakros die einzelnen Technologiefunktionen objektorientiert ab. Die Basisfunktionen beziehen die Entwickler aus der umfangreichen Funktionsbibliothek des Aprol-Systems von B&R. Damit beteiligen sie sich am ständigen Ausbau. „Uns ist wichtig, dass das Know-how in unseren Händen bleibt. Nur so können wir uns am Markt behaupten“, verdeutlicht Adam. Bei der Planung einer Anlage fließen die Informationen aus der zentralen Datenbank an den Standort. Dort führen die Projektmitarbeiter die Funktionen zusammen.

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