Konjunktur Auslandsgeschäft sorgt für leicht positives erstes Halbjahr

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Der Auftragseingang im deutschen Maschinen- und Anlagenbau ist im ersten Halbjahr 2026 leicht gestiegen. Vor allem das Auslandsgeschäft und Großanlagenaufträge aus Nicht-Euro-Ländern sorgten für das Plus, während die Inlandsnachfrage verhalten blieb.

Der VDMA meldet eine positive Momentaufnahme, geprägt durch das Auslandsgeschäft.(Bild:   /  Pixabay)
Der VDMA meldet eine positive Momentaufnahme, geprägt durch das Auslandsgeschäft.
(Bild: / Pixabay)

Die Unternehmen des Maschinen- und Anlagenbaus verzeichneten im ersten Halbjahr 2026 insgesamt einen leicht positiven Auftragseingang. Getragen wurde die Entwicklung vor allem von Sondereffekten im Großanlagengeschäft. Im Juni lagen die Bestellungen real 21 Prozent über dem Vorjahresniveau. Für die ersten sechs Monate ergibt sich ein Plus von 5 Prozent.
 

„Der Zuwachs im Juni wird vom Großanlagengeschäft mit Nicht-Euro-Ländern getragen. Die Euro-Länder verzeichnen dagegen deutliche Rückgänge beim Auftragseingang. Ein Grund dafür ist, dass der Bestelleingang im Juni 2025 überdurchschnittlich hoch war. Das Inlandsgeschäft bleibt verhalten. Die Verunsicherung und Investitionszurückhaltung infolge globaler Krisen sind weiterhin groß. Zugleich besteht am Standort Deutschland und in Europa grundlegender Reformbedarf, um die Rahmenbedingungen für Unternehmen zu verbessern“, erläutert VDMA-Konjunkturexpertin Anke Uhlig.

Der Überblick:

  • Im Juni sanken die Bestellungen aus den Euro-Ländern real um 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das Inlandsgeschäft legte dagegen leicht um 1 Prozent zu. Deutlich positiver entwickelte sich das Auslandsgeschäft: Insgesamt stiegen die Bestellungen um 29 Prozent. Dabei verzeichneten die Nicht-Euro-Länder ein Plus von 54 Prozent, während die Bestellungen aus den Euro-Ländern um 17 Prozent zurückgingen.
  • Im zweiten Quartal 2026 gingen aus dem Inland 3 Prozent weniger Aufträge ein. Das Auslandsgeschäft legte dagegen um 12 Prozent zu. Die Bestellungen aus den Nicht-Euro-Ländern stiegen um 24 Prozent, während die Euro-Länder ein Minus von 15 Prozent verzeichneten. Insgesamt erhöhte sich der Auftragseingang von April bis Juni um 7 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
  • Im ersten Halbjahr 2026 sank der Auftragseingang im Inlandsgeschäft um 2 Prozent. Die Auslandsbestellungen legten hingegen um 9 Prozent zu. Aus den Nicht-Euro-Ländern gingen 16 Prozent mehr Aufträge ein. Die Bestellungen aus dem Euro-Raum gingen dagegen um 8 Prozent zurück. Insgesamt ergab sich dadurch ein Auftragsplus von 5 Prozent.

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