Beckhoff-Produkte finden sich in Hightech-Geräten der Medizintechnik, in Windenergieanlagen, in Maschinen zur Produktion von Halbleitern, in der Herstellung von Batterien und Solarzellen sowie in der Elektromotorfertigung.
So stattet Beckhoff beispielsweise die weltweite Automobilfertigung der BMW Group mit Industrie-PCs und Multitouch-Control-Panel aus. Beckhoff bietet der BMW Group dabei die Möglichkeit, jüngste Intel-Core-i-Prozessoren in verschiedensten Bauformen zu nutzen. Aufgrund kurzer Innovationszyklen könnten auch kommende Prozessorgenerationen integriert werden. HIer noch weitere Innovationen, die man im Auge behalten sollte:
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1. Eine Baseplate ersetzt den Schaltschrank
Im vergangenen Jahr hat Beckhoff wieder Neu- und Weiterentwicklungen in den Produktwelten aus Industrie-PCs, I/O- und Antriebstechnikkomponenten sowie Automatisierungssoftware auf den Markt gebracht. Mit der Vorstellung seines MX-Systems präsentierte das Unternehmen aber eine bahnbrechende Revolution und erweitert sein Portfolio um einen komplett neuen Produktbereich, wie man betont. Das MX-System ist nämlich ein modularer Automatisierungsbaukasten. Das Besondere: sämtliche Funktionen, die bisher im Schaltschrank untergebracht wurden, lassen sich durch entsprechende Module nun einfach auf eine Baseplate montieren. Die robuste Bauweise des Systems ermögliche die direkte Montage an der Maschine. Ein zusätzliches Schutzgehäuse braucht es nicht. Das als einfach zu handhaben bezeichnete System ist deshalb für die Elektrifizierung einer Maschine ein echter Umwälzer. Profitieren werden der Maschinenbau, die Prozesstechnik oder die Messtechnik. „Das MX-System wird die Automatisierung nachhaltig verändern“, ist sich Hans Beckhoff deshalb sicher.
2. Energie und Daten berührungslos übertragen
Sein lineares Transportsystem XTS hat Beckhoff durch die Möglichkeit zur berührungslosen Energie- und Datenübertragung für die sogenannten Mover erweitert. Durch die berührungslose Spannungsversorgung und synchrone Echtzeit-Datenkommunikation sollen sich die einzelnen Mover zu mobilen Handling- und Bearbeitungsstationen erweitern. Das kann als weitere Revolution bezeichnet werden, die nun in der Maschinenflexibilität punkten wird. Und für die NCT (No Cable Technology) wurde der XTS-Baukasten um ein spezielles Motormodul sowie eine am Mover montierbare Elektronik erweitert. Die zur Übertragungstechnik benötigte Hardware sei nun vollständig in das Motormodul integriert. Die bestehenden Funktionalitäten und der kompakte Aufbau bleiben erhalten. Es sind nun keine zusätzlichen Anschlüsse und Zuleitungen mehr erforderlich. Dabei ist die Ansteuerung der auf dem Mover befindlichen Hardware vollständig in Twincat implementiert. Alle bekannten Twincat-Funktionen stehen nun für eine einfache Projektumsetzung zur Verfügung.
3. Servomotorische Alternative zum Pneumatikzylinder
Die Elektrozylinder der Serie AA3000 stehen für Kraft und Dynamik, gepaart mit den Vorteilen der Servotechnik wie etwa geregelte Positionierung, sicheres Halten im Stillstand und hohe Energieeffizienz. Das prädestiniere sie als Direktantriebe für lineare Applikationen mit hohen Prozesskräften und -geschwindigkeiten. Die integrierte Mechanik beinhaltet stabile Wälzlager, Kugelgewindetriebe und Führungen, was bei den AA3000 für eine spielfreie, rein translatorische Bewegung sorgt. Das Konzept mache sie auch besonders kompakt. Das Wellenende der Spindel verfügt dabei über ein Außengewinde, auf dem sich handelsübliche Adapter aus dem Pneumatik- und Hydrauliksortiment montieren lassen. Man denke etwa an Kugelköpfe oder Spannhaken.
4. So gelingt die Hochvolt-Spannungsmessung zuverlässig
Hochgenaue und zuverlässige Messungen bis zu 1.000 Volt in der Elektromobilität und den erneuerbaren Energien ermöglicht die Ethercat-Messtechnikklemme ELM3002-0205. Sie soll so die Effizienzsteigerung von Windenergieanlagen über die direkte Umrichteransteuerung bringen. Die Grundvoraussetzung hierfür sei eine Spannungsmessung im 1.000-Volt-Bereich direkt am Generator. Ähnliche Anforderungen stelle das Segment Elektromobilität: beispielsweise bei der weltweit stark zunehmenden Großserienproduktion hochwertiger Autobatterien und -akkumulatoren. Die 2-kanalige Messtechnikklemme erreicht mit der sogenannten Oversampling-Funktion eine maximale Samplingrate von 50 Kilosamples pro Sekunde und pro Kanal, betont Beckhoff. Diese hohe Abtastrate für Hochspannungsapplikationen ermögliche noch tiefergehende Einblicke in die jeweilige Energieanwendung. So ließe sich am Generator eine schnellere Reaktionszeit erreichen, sowie durch die hohe Messgenauigkeit auch eine exaktere Frequenzerfassung realisieren, was wiederum zu einer verbesserten Frequenzstabilisierung im Stromnetz führt. Im Anwendungsfeld Batterietestung könnten durch die hohe Abtastrate Belastungs- und Qualitätstests zuverlässig durchgeführt werden.
Stand: 08.12.2025
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