Physical AI BMW testet humanoide Roboter für Bauteil-Handling

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Die BMW Group baut ihre Kompetenzen im Bereich Physical AI aus: Das Werk Landshut entwickelt Software für humanoide Robotersysteme – von offenen Plattformen bis zu Vision-Language-Action-Modellen.

BMW Group Werk Landshut entwickelt Software für humanoide Robotik in der Komponentenfertigung.(Bild:  BMW)
BMW Group Werk Landshut entwickelt Software für humanoide Robotik in der Komponentenfertigung.
(Bild: BMW)

Die BMW Group erweitert ihre Kompetenzen im Bereich Physical AI. Das BMW Group Werk Landshut übernimmt zentrale Entwicklungsaufgaben für Software im Bereich KI-gestützter Robotik in der Komponentenfertigung. Im Fokus stehen offene Softwareplattformen, das Generieren und Aufbereiten von Trainingsdaten, Simulation und Bewegungsplanung sowie das Trainieren von Robotersystemen. Die Aktivitäten ergänzen die laufenden Pilotprojekte zur humanoiden Robotik in den Werken Leipzig und Spartanburg.

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Offene Softwarearchitektur als technologische Basis

Kern der Entwicklung ist eine offene Softwarearchitektur, die klassische, deterministische Programmierung mit modernen KI-Modellen kombiniert – insbesondere Vision-Language-Action-Modelle (VLA), die Bildinformationen, Sprachverständnis und Roboterhandlungen verbinden. Ziel ist ein modulares Robotik-Ökosystem für verschiedenste industrielle Anwendungsfälle.Für das Training der Systeme erfasst das Projektteam Daten aus realen Produktionsumgebungen und bildet sie in Robotersimulationen ab, um Bewegungsabläufe vorab zu testen. 
Zusätzlich lernen humanoide Robotersysteme durch demonstrationsbasiertes Lernen: Arbeitssequenzen werden vom Team vorgeführt und über Kamerasysteme, Motion-Capture-Anzüge und Datenhandschuhe erfasst. Aus diesen Daten entstehen generalisierbare Verhaltensmodelle ("Policies"), die auf unterschiedliche Aufgaben übertragbar sind.

Für uns ist entscheidend, die Technologie sehr nah an realen Anforderungen zu entwickeln. Wir prüfen nicht nur, was technisch möglich ist, sondern wo humanoide Robotik in der Komponentenfertigung tatsächlich einen belastbaren Nutzen bringen kann.

Christoph Jagoda, Projektleiter Physical AI im BMW Group Werk Landshut

Zentraler Partner ist Athenyx Robotics, ein Spin-off des Werkzeugmaschinenlabors (WZL) der RWTH Aachen, das sich in unmittelbarer Nähe des BMW Werks Landshut angesiedelt hat. Gemeinsam entwickeln beide Seiten einen "Intelligence Stack", der Wahrnehmung, Lernen, Simulation und Entscheidungsfindung verbindet – mit dem Ziel, dass humanoide Roboter komplexe Aufgaben in industriellen Umgebungen eigenständig ausführen können. Ergänzend kooperiert Landshut mit der Hochschule Landshut bei Datengenerierung und Simulation.

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