Fujitsu Product Compliance Center

Countdown für die Anwendbarkeit von RoHS-Ausnahmen läuft

| Redakteur: Ines Stotz

Der Countdown für die Anwendbarkeit von RoHS-Ausnahmen (Restriction of Hazardous Substances) läuft: IT- und Elektronikhersteller, die bestehende Ausnahmen von den Stoffverboten weiter nutzen möchten, mussten bis 21. Januar 2015 entsprechende Anträge stellen. Wer jetzt noch Hilfe braucht, kann sich vom Product Compliance Center von Fujitsu beraten lassen.

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Das Fujitsu Product Compliance Center bietet Herstellern und Zulieferern das Komplettpaket von Messungen, Beratung und Mitarbeiterschulungen in allen Bereichen des RoHS-Konformitätsnachweises.
Das Fujitsu Product Compliance Center bietet Herstellern und Zulieferern das Komplettpaket von Messungen, Beratung und Mitarbeiterschulungen in allen Bereichen des RoHS-Konformitätsnachweises.
(Fujitsu )

Lehnt die zuständige EU-Kommission eine Verlängerung ab, müssen RoHS-konforme Alternativen gefunden und geeignete Prozesse für das Ausphasen der Komponenten installiert werden (Lagerbestände bereinigen, Ersatzteil-Logistik anpassen, etc.). Insofern sind Zulieferer in besonders hohem Maße von dem Thema betroffen.

Unterstützung in allen Bereichen des RoHS-Konformitätsnachweises von der Messung RoHS-relevanter Substanzen bis zur Beratung bei der Implementierung der notwendigen Prozesse zur Qualitätssicherung bietet das Product Compliance Center von Fujitsu in Augsburg.

Im Moment umfassen die Stoffverbote die Schwermetalle Blei, Quecksilber, Cadmium, sechswertiges Chrom und die Flammschutzmittel PBB und PBDE. Die laufenden Ausnahmen von diesen Stoffverboten gelten für fast alle Produktkategorien der RoHS noch bis Juli 2016 (nicht für medizinische Geräte und Überwachungs- und Kontrollinstrumente).

Aus heutiger Sicht ist zu erwarten, dass die Ausnahme 7b (Blei in Loten für Server und Telekommunikationseinrichtungen) nicht verlängert wird. Ob es Verlängerungen bei den derzeit oft genutzten Ausnahmen für Blei in Legierungen (6a, 6b, 6c) gibt, ist angesichts mittlerweile vorhandener technischer Alternativen abzuwarten. Produkte oder Komponenten, die eine ausgelaufene Ausnahme in Anspruch nehmen, dürfen nach dem Ablaufdatum nicht mehr innerhalb der EU in den Verkehr gebracht werden.

Weitere Stoffverbote im Juli zu erwarten

Nach aktuellem Stand werden im Juli 2017 voraussichtlich weitere Stoffverbote in die RoHS aufgenommen. Auf der „Kandidatenliste“ stehen folgende Phthalate, die oftmals als Weichmacher in Kunststoffen eingesetzt werden: Diethylhexylphthalat (DEHP), Dibutylphthalat (DBP), Benzylbutylphthalat (BBP), Diisobutylphthalat (DIBP). Sollte die RoHS um weitere Stoffverbote ergänzt werden, dann gilt für die Anwendung eine Übergangszeit von zwei Jahren ab dem Zeitpunkt der Veröffentlichung.

Implementierung und Dokumentation

Zu den Herstellerplichten im Rahmen der RoHS-Richtlinie gehören die technische Dokumentation entsprechend der harmonisierten Norm EN 50581, die interne Fertigungskontrolle, die Konformitätserklärung und CE-Kennzeichnung. Alle Wirtschaftsakteure haben auch bei bereits in Verkehr gebrachten Produkten entsprechende Kontrollpflichten und müssen bei Verdacht auf Nicht-Konformität bestimmte Maßnahmen ergreifen.

Im Kern geht es darum, entsprechende Prozesse für die RoHS-Konformitätsbewertung nicht nur zu implementieren, sondern sie auch auditfähig zu dokumentieren und einen normgerechten Umgang mit Risikokomponenten zu finden.

Fujitsu-Dienstleistungsspektrum

Die nötigen internen Anpassungen betreffen verschiedenste Unternehmensbereiche und sind erfahrungsgemäß mit einem hohen Aufwand verbunden. Das Product Compliance Center von Fujitsu bietet externen Kunden Unterstützung bei der Bewältigung dieser Herausforderung: das Dienstleistungsspektrum umfasst neben Messungen der RoHS-relevanten Stoffe Beratung in allen Bereichen des RoHS-Konformitätsnachweises und Seminare für mit der Umsetzung der RoHS betraute Mitarbeiter.

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