Karriere

Das sind die 10 aussichtsreichsten Technologiestandorte Deutschlands

| Redakteur: Katharina Juschkat

Die ersten drei Plätze belegen Karlsruhe, Aachen und Ingolstadt. Auffällig ist die deutliche Ballung in Süddeutschland.
Die ersten drei Plätze belegen Karlsruhe, Aachen und Ingolstadt. Auffällig ist die deutliche Ballung in Süddeutschland. (Bild: Joblift)

Welche deutschen Städte sind die mit dem größten Zukunftspotential für Tech-Berufe - außerhalb der großen Metropolen? Genau dieser Frage ging die Jobplattform Joblift nach und stellte einen Zusammenhang zwischen Anzahl der ausgeschriebenen Stellen und Qualität der Universitäten fest.

Dass in Berlin, München und Co. zahlreiche große Firmen mit vielen Jobangeboten angesiedelt sind, ist bekannt. Wo aber befinden sich die Tech-Zentren des Landes außerhalb der großen Metropolen? Die Jobplattform Joblift ist genau dieser Frage nachgegangen und untersuchte alle 17 Millionen Stellenanzeigen der letzten zwei Jahre.

Zur Bewertung zog das Jobportal verschiedene Kriterien heran, darunter das Stellenwachstum der Technologiebranche und der Anteil von Ausschreibungen technischer Jobprofile wie IT-Experten oder Ingenieursberufe an den gesamten Inseraten eines Standorts. Diese Analyse ergab eine Liste von zehn mittelgroßen Städten mit beträchtlichem Potential für den Technologiestandort Deutschland, allen voran Karlsruhe, Aachen und Ingolstadt. Außerdem fand Joblift heraus, dass exzellente technische Universitäten und Lehrangebote in Entrepreneurship die Ansiedlung von Tech-Unternehmen zu begünstigen scheinen.

Qualität der Universitäten spielt wichtige Rolle

Außerhalb der Großstädte scheinen in Deutschland regelrechte Technologiezentren zu entstehen: Allerdings scheint ansonsten vor allem Süddeutschland von diesem Wachstum zu profitieren, denn sechs der zehn High-Tech-Städte liegen in Baden-Württemberg oder Bayern. Einzig die thüringische Stadt Jena vertritt die neuen Bundesländer im Ranking und gehört neben Erlangen mit nur rund 100.000 Einwohnern gleichzeitig zu den kleinsten Technologiestandorten. Während Erlangen aber vor allem vom nahegelegenen Nürnberg profitieren dürfte, positionierte sich Jena im vergangenen Jahr mit mehr als 50 % Zuwachs im Vergleich zu 2016 als die am viertstärksten wachsende Stadt im Tech-Bereich.

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Warum aber siedeln sich High-Tech-Unternehmen in genau diesen Städten an? Neben steigenden Mieten und Grundstückpreisen in allen deutschen Großstädten dürfte ein weiterer Grund immer wichtiger für die Standortwahl werden: Der zunehmende Kampf um begehrte Fachkräfte. Die lokale Nähe zu Universitäten mit hoher technischer Lehrqualität bietet im besten Fall Zugang zu einem großen Angebot an hochqualifizierten Absolventen – in sechs der zehn Tech-Zentren aus dem Joblift-Ranking steht auch eine der 500 besten Universitäten weltweit in der Kategorie Engineering and Technology. Des Weiteren gehen aus Universitäten mit entsprechend fördernden Lehrangeboten, wie Professuren für Entrepreneurship, oft Ausgründungen und Start-ups hervor, deren Gründer sich häufig noch während ihres Studiums oder kurz danach für einen Unternehmensstandort in der Nähe ihrer Universität entscheiden. So belegen beispielsweise die drei meistausschreibenden Tech-Städte Karlsruhe, Mannheim und Bonn auch die Plätze eins bis drei der Städte unter 500.000 Einwohner mit den meisten offenen Stellen in Start-ups.

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