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Rockwell Automation Dezentrale Automatisierung mit Motorstartern

| Autor / Redakteur: Markus Schindler / Reinhard Kluger

Produktivität, in Zusammenhang mit einer hohen Maschinenverfügbarkeit und –flexibilität, sind entscheidende Faktoren für Maschinenbauer. Den daraus entstehenden Anforderungen an Diagnosemöglichkeiten und Modularität kann letztlich nur ein vernetztes System gerecht werden. Dieses sollte nicht nur die Möglichkeit bieten, auftretende Fehler zu identifizieren und zu melden, sondern auch dazu in der Lage sein, kritische Fehler bereits im Vorfeld zu erkennen und durch einen schnellen Modultausch zu beheben.

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Neben der Standardausführung an Motorschutzstartern in Schutzart IP67/NEMA4 ist nun auch eine Variante in Schutzart IP69K/NEMA4X erhältlich, die sich für den Einsatz in der Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie eignet
Neben der Standardausführung an Motorschutzstartern in Schutzart IP67/NEMA4 ist nun auch eine Variante in Schutzart IP69K/NEMA4X erhältlich, die sich für den Einsatz in der Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie eignet
( Archiv: Vogel Business Media )

Dezentrale, vernetzte Motorstarter haben sich insbesondere in räumlich ausgedehnten Anlagen in der jüngsten Vergangenheit als vorteilhaft gegenüber dem herkömmlichen Schaltschrankaufbau erwiesen. Auf der Hand liegen hier die erheblichen Kosteneinsparungen aufgrund des geringen Verdrahtungsaufwands. In einer dezentralen Architektur führen nämlich maximal drei Leitungen - Leistungsbus, Steuerstromkreis und Netzwerk - aus dem Schaltschrank. Da dezentrale Motorstarter in der Regel auch über integrierte I/O-Baugruppen verfügen, lässt sich Sensorik und Aktorik direkt vor Ort einbinden. Ebenso ist es möglich, einen Teil der Steuerungsintelligenz in diese Startereinheiten auszulagern. Das entlastet die Hauptsteuerung und füjrt über die schnellere Abarbeitung der Produktionsschritte zu einem höheren Produktionsvolumen. Allerdings stehen diesen Ersparnissen die höheren Hardwarekosten der Feldkomponenten entgegen.

Deshalb ist es für Hersteller, die sich für den Einsatz von feldinstallierbaren Motorstartern entschieden haben, auch besonders wichtig, die genannten Zeit- und Kostenersparnisse auch wirklich zu realisieren. Allerdings müssen dazu neben den elektrischen auch die mechanischen Eigenschaften mit der jeweiligen Anwendung harmonieren.

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Variante für Food und Beverage

Moderne, dezentrale Motorstarter wie zum Beispiel die ArmorStart-Produktreihe von Rockwell Automation kommen diesen hohen Anforderungen entgegen. Neben der Standardausführung in Schutzart IP67/NEMA4 ist nun auch eine Variante in Schutzart IP69K/NEMA4X erhältlich, die sich für den Einsatz in der Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie eignet.

Abhängig von der Anwendung können Kunden zwischen elektromechanischen Schützlösungen als Direkt- und Wendestarter (7,5 kW) oder rein elektronischen Startern in Form von Softstartern (5,5 kW) bzw. Frequenzumrichtern (3 kW) wählen. Direkt- und Wendestarter sind mit einem Überlastrelais geschützt. Die Auslöseklassen 10, 15, 20 sind wählbar, um den optimalen Motorschutz sicherzustellen. Der Softstarter ist voll gesteuert, erlaubt Strom begrenzende Starts, Softstarts und auch Softstops und ist darüber hinaus auch mit einem Überlastrelais ausgerüstet. Startmodi, Startzeiten, Anfangsstrom und -drehmoment sind die Parameter, die den Softstarter optimal an die Applikation anpassen. Optional lässt sich der Softstarter mit einem Schütz zur Ansteuerung einer externen elektro-mechanischen Bremse ausrüsten.

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