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Über zwei Logikausgänge lassen sich Aktoren ansteuern. Auch diese Verbindungen sind steckbar ausgeführt. Bei der Spannungszuführung der Netz- und Steuerspannung hat man die Wahl zwischen Kabeleinführung oder Steckanschlüssen.
Intelligenz in die Feldebene verlagern
Bei komplexen Anlagen und speziell bei Verwendung von elektromechanischen Startern mit 24V DC Ansteuerung, bei denen der Einschaltstrom zu einer unpraktikablen Überdimensionierung des Steuerstromkreises führt, ist es erforderlich, mehrere Einspeisungen vorzunehmen. Hilfreich sind hier Netzteile, die in hoher Schutzart im Feld eingesetzt werden können. Die konsequente Verwendung der Stecktechnik ermöglicht eine Inbetriebnahme beim Maschinenbauer und nach Versand an den Endkunden einen fehlerfreien Aufbau der Anlage.
Typisch für die Anwendung dezentraler Architekturen sind Förder- und Montagestrecken. Hier handelt es sich um räumlich weit ausgedehnte Anlagen, bei denen teilweise hunderte von Startern die gleiche Aufgabe erfüllen. Sensoren werden abgefragt, ihr Status entscheidet über den nächsten Arbeitsschritt. Hierdurch wird nicht nur das Netzwerk belastet, sondern auch der Prozessor der Steuerung ist mit Routineaufgaben beschäftigt. Ein ineffizienter Betrieb kann die Folge sein. Die teilweise Verlagerung der Intelligenz in die Feldebene entlastet Prozessor und Netzwerk. Sinnvollerweise bleiben Aufgaben wie die Überwachung der Motorströme, die thermische Auslastung der Motoren, sowie allgemein die Auswertung von Warnmeldungen und Diagnosedaten der zentralen Steuereinheit vorbehalten.
Intelligenz vor Ort
Die Verarbeitung von Sensorik und Aktorik kann jedoch vor Ort in jedem einzelnen Starter erfolgen. Im Falle einer Störung oder sogar eines Ausfalls des Netzwerks kann so eine Notroutine gefahren werden, die unter Umständen Folgeschäden vermeidet. Die Starter der Reihe ArmorStart bieten die Möglichkeit der Vor-Ort-Intelligenz in Form von DeviceLogix-Funktionsblöcken, die in die Firmware integriert sind. Diese verarbeiten sowohl diskrete Ein-/Ausgänge der Starter, Status- und Warnmeldungen, als auch Netzwerksignale. Spezielle Zone Interlocking-Parameter (ZIP) gestatten die „Peer to Peer“- Kommunikation von bis zu 4 Startern über das Netzwerk, ohne die SPS zu belasten. Damit lassen sich komplexe Abläufe einer Förderstrecke sehr viel schneller realisieren, als es durch eine zentrale Abarbeitung möglich wäre.
Gezielte Diagnosemöglichkeiten und einfache Störungsbeseitigung
Ein Schlüsselelement bei der Entscheidung für ein dezentrales System ist die erweiterte Diagnosemöglichkeit. Je präziser und umfangreicher diese Möglichkeiten in den Geräten implementiert werden, desto einfacher und schneller kann man Störungsursachen ermitteln.
Die ArmorStart-Geräte erfassen eine Vielzahl von Diagnosedaten, nicht nur den Motor betreffend, sondern auch interne Baugruppen wie Wartungsschalter, Spannungsversorgungen, Netzwerke etc. Wie schnell die Anlage nach der Störungsermittlung wieder in den Betrieb gehen kann, hängt letztlich auch von der Verfügbarkeit von Ersatzteilen und deren rascher Implementierung ab. Eine umfangreiche, komplizierte Parametrierung der Starter ist dem Servicepersonal allerdings meist nicht zuzumuten, zumal die entsprechenden Konfigurationen dokumentiert und auch verfügbar sein müssen.
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