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Industrielle Kommunikation

Dieser Switch wacht über die EMV

Im Zuge von Industrie 4.0 kommt dem Netzwerkmanagement einschließlich der Überwachung auf Stabilität und Sicherheit eine wesentlich größere Bedeutung zu, als ihm derzeit in der Automatisierung beigemessen wird. Darum wird der Switch künftig eine zentrale Rolle spielen, welche viele der derzeit am Markt verfügbaren nicht erfüllen.

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Die Entwicklung des Switches PROmesh P9 bildet die Basis für eine völlig neue Generation Infrastrukturkomponenten, die neben der Steuerung von Datenströmen mehr und mehr Diagnosefunktionen bereitstellen muss.
Die Entwicklung des Switches PROmesh P9 bildet die Basis für eine völlig neue Generation Infrastrukturkomponenten, die neben der Steuerung von Datenströmen mehr und mehr Diagnosefunktionen bereitstellen muss.
(Bild: Indu-Sol)

Die Netzwerkexperten von Indu-Sol haben in den vergangenen Jahren Trends in der industriellen Kommunikation oft frühzeitig erkannt und Forderungen nach Qualitätsparametern und deren Einhaltung maßgeblich mitgeprägt. Ziel ist es dabei stets, die Zuverlässigkeit und Langlebigkeit industrieller Datenkommunikation sicherzustellen – auch und erst recht unter den Bedingungen einer hochvernetzten Produktion. „Die scheinbar unbegrenzten neuen Möglichkeiten der Datenkommunikation, die steigende Bandbreite und niedrige Latenzen sollten uns Anwender aber nicht davon abhalten, gewohnte Selbstverständlichkeiten in Bezug auf standardisierte Diagnosen – „Maintenance Signals“ – sowie die Notwendigkeit eines umfangreichen Netzwerk-Monitorings weiterhin einzufordern“, sagt Karl-Heinz Richter, Geschäftsführer für Marketing & Vertrieb bei Indu-Sol. Im Zuge von Industrie 4.0 stellt sich der Experte die Frage, welchen Einfluss die absehbare Technologieentwicklung auf Stabilität und Zuverlässigkeit der Kommunikation haben wird und für welche Situationen im Netz es kurz-, mittel- und langfristig neuer Lösungen bedarf.

Fortschritt stellt erhöhte Anforderungen an die Kommunikationsnetze

Bislang werden in den meisten Fällen der industriellen Automation Maschinen- und Hallennetz noch getrennt betrachtet. Im Zuge von Industrie 4.0 wird es hier immer stärker zu einer Verschmelzung kommen. Karl-Heinz Richter erwartet in diesem Zusammenhang einen Trend: „Trotz sichtbarem Gerangel um Zuständigkeiten verschmilzt die Informationstechnologie (IT) zunehmend mit der Automatisierung (OT – Operational Technology), wobei die Verantwortlichen noch immer um eine gewisse Abgrenzung bemüht sind. Es ist abzusehen, dass mittelfristig Strukturen und Performance der Kommunikationsnetze von den Anwendern vorausgesetzt werden und dass die Themen Betreuung, Wartung und Pflege von externen Dienstleisternübernommen werden. Sprich: Die Verantwortung und somit Sicherstellung der Verfügbarkeit wird ausgelagert, wie wir das in der IT heute schon sehen. Der Wandel hat eingesetzt und es gilt, sich darauf vorzubereiten.“ Mit dem kürzlich vorgestellten Switch PROmesh P9 legt das Technologieunternehmen den Grundstein dafür, dieser Entwicklung zu begegnen.

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Der Switch
PROmesh P9 im Überblick
  • 9 x 100 Mbit/s RJ45 Ports
  • Ableitstromüberwachung inkl. Frequenzspektrum
  • Grafische Anzeige der Portauslastung (millisekundengenau)
  • Optimierte Schirmkontaktierung
  • Kompakte Bauform
  • Anzeige von Discards auf der Web-Oberfläche
  • Einfacher Gerätetausch mit Wechselmedium
  • Mirror Port, VLAN, SNTP, SMTP und DHCP
  • Redundante Spannungsversorgung

Warum jetzt noch ein Switch, wo doch schon so viele am Markt erhältlich sind?

Switches werden heute in den vielfältigsten Varianten angeboten. Die meisten entstammen jedoch der IT-Welt. Richter erklärt dazu: „Wenn wir über Switches für die zukünftigen Anwendungen im OT-Bereich sprechen, müssen wir eine ganz andere Sichtweise als die Office-Welt an den Tag legen.“ So stellten Switches von Haus aus zum Beispiel vergleichsweise wenige Informationen zur Netzwerkdiagnose, das heißt zum Netzwerkzustand an sich, zur Verfügung. Permanente Überwachung, Telegrammanalyse, Anomalie-Erkennung, Warnung vor dem Ausfall – all das sind Forderungen im Sinne von Predictive Maintenance, welche neben der eigentlichen Switch-Funktion abzudecken sind.

In zunehmendem Maße kommunizieren dezentrale Intelligenzen eigenständig miteinander, die Netzwerke werden immer größer und weitläufiger, der smarte Sensor stellt seine Information mehreren Abnehmern gleichzeitig zur Verfügung und die Kommunikation läuft mehr und mehr ‚an der Steuerung vorbei‘. „Somit verliert die Steuerung ihre zentrale Stellung bei der Netzwerküberwachung und steht für diese Aufgabe nur noch begrenzt zur Verfügung“, erklärt der Fachmann und ergänzt: „Im Sinne des weiteren Technologiewandels hin zu durchgängiger Ethernet-Kommunikation kommt dem Switch eine noch nie gekannte zentrale Bedeutung zu, welche es gilt, entwicklungsseitig vorzubereiten.“

Die Switches von morgen werden also neben ihrer Funktion als intelligente und robuste Schaltzentralen für Datenströme zusätzlich mit umfangreichen Funktionen zur Netzwerkdiagnose ausgestattet sein. Mit der Entwicklung des PROmesh P9 wurde bei Indu-Sol eine Basis gelegt, die vielfältige weitere Optionen eröffnet. Dass sie mehr als nur eine Erweiterung des Indu-Sol Produktportfolios ist, zeigt die Aussage von Richter: „Wir werden uns in den nächsten Jahren neben der Dienstleistung mehr um die Netzwerkverantwortung bei unseren Kunden bemühen und fortführend auch Komplettangebote zur Netzwerkausrüstung im OT-Bereich anstreben.“ Ob eigenständig oder in Allianzen mit gleichgesinnten Mittelständlern, soll sich in nächster Zeit zeigen. Dass es für die nächsten Entwicklungsschritte mehr braucht als nur einen Switch, ist ihm klar: „Ein nächster Schritt könnte unsere derzeit in der Entwicklung befindliche Fog Cloud-Lösung sein.“

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