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Automatisierungs-Plattform

Effizienter Automatisierungsprozess mit einheitlicher Software

| Redakteur: Rebecca Näther

Jetter präsentiert auf der SPS IPC Drives in Nürnberg seine Automatisierungs-Plattform. Das durchgängige Software-Konzept soll den Einstieg in Industrie 4.0 erleichtern.

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Die aufeinander abgestimmten Softwaremodule bilden zusammen eine Automatisierungsplattform, die den hohen Anforderungen von Industrie 4.0-Anwendungen entsprechen soll.
Die aufeinander abgestimmten Softwaremodule bilden zusammen eine Automatisierungsplattform, die den hohen Anforderungen von Industrie 4.0-Anwendungen entsprechen soll.
(Bild: Jetter )

Der Automatisierungsspezialist stellt auf der Messe die ganze Bandbreite ihrer Software-Lösungen vor. Die aufeinander abgestimmten Softwaremodule bilden zusammen eine Automatisierungsplattform, die den Anforderungen von Industrie 4.0-Anwendungen entspricht. In Zeiten von Industrie 4.0 gewinnt die eingesetzte Software für den Anwender in der Steuerungstechnik stetig an Bedeutung – hier laufen alle Automatisierungsfunktionen zusammen. Die Firma unterteilt die Toolchain in einzelne Bereiche, die die speziellen Anforderungen von Ingenieuren, Programmierern, HMI-Designern oder Support-Mitarbeitern berücksichtigen sollen. Gleichzeitig soll die tiefe Integration der einzelnen Tools untereinander für einen sicheren Daten- und Informationsaustausch sorgen.

Zentrale Entwicklungsumgebung

Jet-Sym ist die zentrale Programmierumgebung des Anbieters. Sie unterstützt bei Konfiguration, Debugging und Diagnose sowie bei der Inbetriebnahme einer Maschine. Der Entwickler kann damit beliebig viele Konfigurationen eines Projekts anlegen und so während der Phase der Inbetriebnahme unterschiedliche Maschinenvarianten erstellen und testen. Die Programmierumgebung soll die Arbeit des Programmierers mit Hilfestellungen wie Eingabevorschlägen, der visuellen Hervorhebungen wichtiger Aspekte im Code oder der Vorlagen-Verwaltung erleichtern. Der Programmierer kann Projekte als Templates anlegen und sie später wiederverwenden. Weitere Soft- und Hardwarekomponenten können angeschlossen werden: Neue Module erkennt die Software automatisch und konfiguriert sie, sodass sie direkt genutzt werden können. Für die Entwicklungsumgebung hat das Unternehmen die Programmiersprache STX entwickelt, deren Syntax auf IEC 61131-3 ST beruht. STX bildet die realen Prozesse einer Anlage direkt ab, soll den Entwicklungsaufwand und die Testphase reduzieren und einen modularen Programmaufbau für eine erleichterte Teamarbeit ermöglichen.

HMI-Lösung zur leichteren Maskenerstellung

Jet-View-Soft ist die HMI-Lösung des Herstellers. Der Editor ist auch per Touch-Display bedienbar. Der objektorientierte Ansatz der Lösung soll die Maskenerstellung erleichtern: Der Designer kann Objekte einmal definieren und anschließend beliebig oft verändern. Die Oberfläche stellt er per Drag-and-Drop aus vorhandenen grafischen Objekten zusammen. Als Vektorgrafiken sind alle Objekte in ihrer Größe anpassbar. Auch der Import von SVG-Dateien direkt in die Visualisierung ist möglich, eine umständliche Konvertierung fällt weg. Erstellt der Anwender eigene Vorlagen, kann er sie in der Objektbibliothek ablegen. Zusätzlich sind vordefinierte Standard-Icons verfügbar. Der HMI-Designer kann Aussehen und Verhalten der Visualisierung mit einem Simulator bereits in der Projektphase testen. Die Performance des Editors erlaubt ihm, selbst während der Laufzeit die Grafikobjekte der HMI-Oberfläche zu aktualisieren. Das ermöglichen die Dynamic IOs der Lösung; ein zusätzlicher Programmcode ist nicht nötig. Für Sicherheit sorgen das Rechtemanagement und das automatische Alarmhandling. Unterschiedliche Benutzer haben verschiedene Rechte und der Bediener bekommt bei Normabweichungen eine Alarmmeldung auf seinen Bildschirm.

Sicherheitskonforme Steuerungsprogramme erstellen

Jet-Safe ordnet die jeweiligen Sensoren und Funktionen einer Maschine den Ein- und Ausgängen der Geräte und der Sicherheitssteuerung zu. Vorkonfigurierte Befehlsgeräte und Sensoren der Sicherheitstechnik wie beispielsweise Lichtgitter, Türkontakte, Freigabetaster oder Not-Halt-Vorrichtungen kann der Bediener direkt über Icons anwählen und sie per Drag-and-Drop auf der grafischen Benutzeroberfläche mit logischen Operatoren verknüpfen. Die Funktionen kann er parametrieren. Der Ingenieur kann so Stillstände, Geschwindigkeiten, Beschleunigungen, Positionen, Bereiche und Richtungen mehrerer Achsen überwachen. Jet-Safe generiert automatisch einen Klemmenplan und weist darin die Elemente genau dem Sicherheitsmodul zu, mit dem sie physikalisch verbunden sind. Dabei übernimmt das Tool bereits geprüfte Sicherheitsmodule in die Bibliothek. Hier kann der Anwender die Module verwalten und sie für weitere Projekte hinterlegen. Nachdem der Ingenieur die Sicherheitssteuerung Jet-Safe-Control sowie die Sensorik und Aktorik konfiguriert hat, erstellt Jet-Safe automatisch einen Verdrahtungsplan.

Vernetzung über Geräte hinweg mit Cloud-kompatibler Steuerung

Bei Industrie 4.0 geht die Integration der Automatisierungsfunktionen über die Gerätegrenzen hinaus. Maschinen vernetzen sich über lokale Netze oder per Cloud miteinander. Dabei reduziert die Nutzung einer einheitlichen Kommunikationsplattform die Anzahl der Schnittstellen und ermöglicht einen transparenten Zugriff auf die gesamte Anlage. Während die meisten Unternehmen bei der Kommunikation von Automatisierungskomponenten zur Cloud auf zusätzliche Systeme, zum Beispiel Gateways, setzen, bietet das Unternehmen mit der Steuerung Jet-Control 440 MC eine Cloud-kompatible Steuerung. Laut der Firma ist der direkte Zugriff auf die Daten aus der Steuerung die flexiblere Lösung, denn hier stehen bereits alle anfallenden Daten zur Verfügung – auch Änderungen von Datentypen und -mengen während der Projektphase werden erfasst.

Hochspezialisierte Automatisierungslösungen für ausgewählte Branchen

Außer den Softwaremodulen präsentiert der Anbieter integrierte Branchenlösungen der Industrieautomation für Handling und Montage, Abfüllen und Verpacken, die alle Systemanforderungen bezüglich Visualisierung, Steuerung, Antrieb und Motor abbilden sollen. Am Beispiel einer Verschließmaschine können sich die Besucher live von der Integration von Hardware und Software überzeugen lassen. Ein weiterer Messeschwerpunkt ist die mobile Automation. Insbesondere Automatisierungslösungen für Anbaugeräte aus der Landtechnik werden präsentiert. Abgerundet wird die Messepräsentation durch den Schaltschrankbau. Für diesen Bereich übernimmt die Firma die gesamte Projektierung von der Montage aller Komponenten in eigenen Produktionsstätten bis hin zur Installation und Inbetriebnahme beim Kunden.

SPS IPC Drives: Halle 7, Stand 106

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