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Gehäuse Flexible Pult-Systeme

| Autor / Redakteur: Hans-Robert Koch / Reinhard Kluger

Sie sind modular aufgebaut und bieten vielfältigste Möglichkeiten bei Innenausbau und Bestückung: komplette Pulte, die für die klassische Maschinensteuerung konzipiert sind. Auch Kombinationen mit weiteren Mitgliedern der System-Familie — wie mit dem Bediengehäuse Comfort-Panel und den Industrial Workstations — lassen sich einfach realisieren.

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( Archiv: Vogel Business Media )

Sie können eine Menge: Die TopPulte von Rittal erlauben Lösungen nach Maß! Grundsätzlich besteht jedes komplette Pult aus drei Modulen, wobei Unterteile mit Mittel- und Oberteilen kombiniert sind. Im Unterteil ist die Steuerung der Maschine untergebracht und geschützt. Ums Bedienen geht es im Mittelteil, wo z.B. Touchfelder oder Tastaturen installiert sind. Das Oberteil mit TFT-Monitoren und anderen Anzeigegeräten ist dem Beobachten gewidmet.

Verfügbar sind sie mit einer Breite von 800, 1200 und 1600 mm. Neu ist eine 600-mm-Variante. Mit diesem modularen Baukasten lassen sich kompakte XS-Lösungen genauso leicht realisieren wie große XXL-Varianten! Die Pulte fallen schlanker aus als ihre Vorgänger ? und bieten eine größere Montagefläche. So finden in den Mittelteilen, die mit zehn Prozent mehr Einbaufläche im Deckel aufwarten als die bisherigen AP-Pulte, deutlich mehr Komponenten Platz als früher.

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Deutlich optimiert wurden die Montagemöglichkeiten. Typisches Beispiel ist das Pult-Unterteil. Es ist mit einer Montageplatte bestückt, die sich von jetzt an sofort bei allen Varianten bequem im 25-mm-Raster in der Tiefe des Gehäuses verschieben lässt. Ebenfalls nützlich: Die Montageplatte ist mit Maßraster bedruckt, das erleichtert dem Installateur die Arbeit. Zusätzlich sind die Gehäuse-Seiten vorbereitet zur Befestigung von Systemschienen für den individuellen Innenausbau, an denen sich ? wie auch an den Systemlochleisten der Türen ? schnell und sicher etwa Montage-Chassis und andere Komponenten aus dem TS 8-Programm von Rittal installieren lassen. Systematisch wird das Montagezubehör der TS8-Anreihschrank-Serie auch in den Mittel- und Oberteilen genutzt. Dies garantiert einfachen, schnellen und flexiblen Ausbau ? und lässt fast keine Bestückungswünsche offen.

Bedienfreundlichkeit ist ein Plus dieser Pulte. Wo bisher je nach Breite zwei oder drei Schließpunkte betätigt werden mussten, um den Deckel des Mittel- oder Oberteils zu öffnen, kommt das Pult jetzt mit einem einzigen Verschluss aus. Elegant ist er in die Griffleiste integriert. Ein weiteres besonderes Merkmal ist das Prinzip der Ein-Mann-Montage. Das Spektrum reicht von der bequemen Montage der Einzelmodule, die über Rastelemente sicher fixiert und dann über Bolzen verschraubt werden, bis zu durchdachten Details wie einem 5-stufigen Aufsteller, mit dem sich der Deckel vom Mittelteil schnell und sicher öffnen und schließen lässt. Muss man das Gehäuse ? etwa bei eingebauten PCs ? häufiger öffnen, macht sich das praktische Handling besonders bemerkbar.

Kombinationen mit der System-Familie

Einfacher denn je fällt auch die Kabeldurchführung aus. Weil der Übergang zwischen Ober- und Mittelteil angeschrägt ist, hat der Monteur einfach mehr Platz bei der internen Verlegung von Leitungen. Bei dem Pult-System lassen sich mehrere Pulte perfekt nebeneinander anreihen. Möglich macht dies ein 25 mm breiter Spalt zwischen Unter- und Mittelteil. Bei Bedarf lässt sich hier eine Funktionsleiste installieren. Sie ermöglicht das schnelle Befestigen von Zubehör wie z.B. Feuerlöscher, Verbandkasten oder Werkzeughalter. Ebenfalls nützlich: ein Anreihprofil, das den lückenlosen Schulterschluss mehrerer Pulte möglich macht. Bastelarbeiten wie das Bohren von Löchern gehören der Vergangenheit an!

Flexibilität und Kostenkontrolle spielen eine wesentliche Rolle bei den Pulten. So wurden für die Mittel- und Oberteile besondere Teilmontageplatten entwickelt, die individuellen Anforderungen beim Innenausbau optimal gerecht werden. Statt einer durchgängigen Montageplatte als Standardbauteil bietet das pfiffige System exakt die Flexibilität, die der Anwender will. Soll etwa ein PC im Pultdeckel installiert werden, lässt man hier einfach die Teilmontageplatte weg und schafft so die benötigte Einbautiefe. Ist eine durchgängige Montageplatte notwendig, lassen sich die Teilmontageplatten problemlos anreihen. Die Teilmontageplatten gibt es in zwei Breiten: 200 und 500 mm. Beim Anreihen und Befestigen ? oben einhängbar, unten steckbar ? greift wieder das Prinzip der Ein-Mann-Montage: Mit ein paar einfachen Handgriffen sind die Platten passend montiert.

Auch bei der Kabeleinführung steht der Kundenwunsch im Mittelpunkt! Bei den Unterteilen wird auf das beim Kompakt-Systemschrank CM bewährte Bodenblech-Konzept gesetzt. Individuell wählt der Kunde exakt die Bodenbleche für die Kabeleinführung, die seine Anwendung erfordert.

Die Griffleisten beim Pult zeigen auf einen Blick die Verwandtschaft zum Rahmen der Bediengehäuseserie Comfort-Panel. Das markante Design signalisiert deutlich: Das TopPult ist komplett in Rittals große Gehäuse-Familie für die Schnittstelle Mensch-Maschine integriert. Unterschiedliche Kombinationen, wie z.B. Comfort-Panel anstelle eines Pult-Oberteils oder einer Industrial Workstation als Pult-Unterteil, lassen sich problemlos realisieren. Jetzt erstmalig machbar: Die Oberteile des Pult-Systems lassen sich in Verbindung mit Wandbefestigungshaltern „Standalone“ einbauen ? z.B. als Anzeigegehäuse an einer Wand montiert. Merkmale, die Pultsystem auszeichen als echten Allrounder!

Sascha Preußner-Pfaff, Rittal, Projektleiter im Produktmanagement Schaltschrank-Systeme:

„Konsequent haben wir beim TopPult den Systemgedanken umgesetzt. Kunden können immer das gleiche Zubehör einschließlich Sockel nutzen ? egal ob TS8, CM-Kompaktschrank oder jetzt auch TopPult. Unter dem Strich heißt dies: weniger Aufwand für Lagerhaltung, Logistik und Beschaffung, mit dem Ergebnis einer deutlichen Kostenersparnis. Neben Funktionalität und Sicherheit sind die Kosten der wichtigste Faktor auf Kundenseite – und damit auch für uns. Vor dem Startschuss für das Top-Pult haben wir uns intensiv die Frage gestellt: Was brauchen unsere Kunden tatsächlich? Entsprechend haben wir unser Zubehör auf den Prüfstand gestellt und Optionen entwickelt, die der Anwender real nutzen kann. Bestes Beispiel ist das neue Teilmontagenplatten- und Bodenblech-Konzept. Der Kunde bestellt beim TopPult immer nur das, was er auch wirklich braucht. Und nur dafür zahlt er. Das ist echtes Kostenmanagement!“

(klu)

Hans-Robert Koch, Öffentlichkeitsarbeit, Rittal GmbH & Co.KG, Herborn.

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