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Gewusst wie: 5 Tipps für den Innenausbau von IT-Racks

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Kabelführung horizontal oder vertikal?

Vor dem Kauf und der Konfiguration des Serverschranks sollte die interne und externe Kabelführung präzise geplant sein. Dies beginnt schon bei der Energieversorgung: Viele aktive IT-Komponenten verfügen über eine redundante Stromversorgung und haben dafür zwei Netzteile eingebaut. Für den Innenausbau heißt das, dass auch die Power Distribution Units (PDUs) entsprechend redundant ausgelegt sein müssen. Dadurch erhöht sich der Aufwand für die Verkabelung. Es ist darauf zu achten, dass Datenleitungen aus Kupfer von der Stromversorgung getrennt verlegt werden. Auch bei Lichtwellenleitern ist auf den minimal erlaubten Biegeradius zu achten, um unnötige Signaldämpfungen zu vermeiden.

Ist die Stellfläche mit einem Doppelboden ausgestattet, können die Stromzufuhr und die Netzwerkanbindung bequem über den Boden erfolgen. Alternativ werden häufig Kabelführungen unter der Decke montiert und die Leitungen durch das Dach in das Innere des IT-Racks geführt. Hierbei ist auf die richtige Gestaltung der Dachbleche zu achten: Mit Bürsten verschlossene Öffnungen vereinfachen die Kabelführung bei gleichzeitigem Abdichten des IT-Schranks. So tragen sie dazu bei, die Energieeffizienz des IT-Schranks aufrecht zu erhalten. Zubehör wie etwa mehrteilige Dachbleche sind so konzipiert, dass sich diese auch nach der Kabelmontage noch einfach entfernen lassen – für leichtere Wartung und Nachrüstung.

Um die Kabel optimal zu verlegen, werden Kabelführungselemente angeboten. So bleibt bei der Installation genügend Raum für die individuelle Gestaltung. Offene oder geschlossene Kanalsysteme für Kabelführung ermöglichen die offene oder verdeckte Führung – sowohl horizontal, vertikal als auch zwischen den Klimazonen. Hierbei ist darauf zu achten, dass die Schottung und die Druckverhältnisse erhalten bleiben, damit kalte und warme Luftmassen sich nicht vermischen. Bei der Entwicklung des TS IT Serverschranks hat Rittal zum Beispiel die Luftzirkulation verschiedener Ausbauszenarien berechnet und so passende Komponenten für die Kabelinstallation entwickelt.

Kabelführung außerhalb?

Ist der IT-Schrank durch eine Mischbestückung bereits sehr dicht zugebaut und lässt kaum noch Spielraum für neue Komponenten, gibt es beim Kabelmanagement noch eine echte Alternative: nämlich die Kabelführung außerhalb des IT-Racks. So erlauben es manche Schränke, einen Kabelkanal auf der einen Seite herauszuführen, die Leitungen über das Dach zu verlegen und auf der gegenüberliegenden Seite wieder in den Schrank zu führen. Diese Methode kann sehr viel Platz sparen, bringt im Servicefall jedoch unter Umständen etwas mehr Arbeit mit sich, da das Nachverfolgen einzelner Leitungen umständlicher ist.

Wer generell hohen Wert auf einen einfachen Service legt, sollte die Kabel im Schrank möglichst strukturiert führen. Im Fall eines Fehlers oder bei einer Umkonfiguration ist es für den Techniker damit deutlich einfacher, einzelne Leitungen zu identifizieren und auszutauschen.

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