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Interview mit Sigmatek

Im Komplettpaket steckt der Mehrwert für den Kunden

| Redakteur: Dipl. -Ing. Ines Stotz

Seit 25 Jahren entwickelt und produziert der Sigmatek komplette Automatisierungssysteme für den Maschinen- und Anlagenbau. Das Unternehmen mit Sitz in Lamprechtshausen, in der Nähe von Salzburg, bezeichnet sich selbst bescheiden als Zulieferer für seine Kunden. Dahinter steckt aber wesentlich mehr – Elektrotechnik-Redakteurin Ines Näther sprach mit Andreas Melkus, einem der Geschäftsführer.

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Andreas Melkus, Geschäftsführer Entwicklung und Vertrieb, Sigmatek: „Unsere Kunden haben den Vorteil, dass sie einen Partner haben, der die Verantwortung für das komplette Automatisierungssystem übernimmt.“
Andreas Melkus, Geschäftsführer Entwicklung und Vertrieb, Sigmatek: „Unsere Kunden haben den Vorteil, dass sie einen Partner haben, der die Verantwortung für das komplette Automatisierungssystem übernimmt.“
(Bild: Sigmatek)

Herr Melkus, Sigmatek wurde von Ihrer Familie und der Familie Kusejko 1988 gegründet und ist noch immer ein traditionelles, in Österreich verwurzeltes Familienunternehmen. Was war die Gründungsidee und wie charakterisieren Sie Ihr Unternehmen heute?

Theodor Kusejko und ich haben damals richtig erkannt, dass integrierte Paketlösungen, bestehend aus Motion, Steuerung und Visualisierung mit einer gemeinsamen Tool-Kette am Markt fehlten. Genau solche Lösungen zu schaffen, war die Idee – und der Lösungsansatz ist seit nunmehr über 25 Jahren unser Erfolgsrezept.

Der typische Sigmatek-Kunde ist ein Serienmaschinenbauer, der eine Gesamtlösung sucht. Grundsätzlich sind wir auf komplexe, schnelle Prozesse spezialisiert, wo es auf die Kombination aus performanter Steuerung mit schnellen Antrieben und starker Visualisierung ankommt. Uns reizt die Herausforderung. Wir haben ein tiefes Maschinen-Know-how und eine große Applikationsmannschaft. Gemeinsam mit unseren Kunden entwickeln wir – in teils sehr enger Zusammenarbeit – Lösungen, bei denen die Addition der Entwicklungsressourcen am Ende 1+1=3 ergibt, und nicht 1,5. Innovationsgeist, Lösungskompetenz und Qualität setzen sich durch. Wir entwickeln und fertigen übrigens nach wie vor alle Produkte in Österreich.

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Ihr Gesamtpaket ist also Ihre besondere Stärke, die Sie vom Wettbewerb – auch von einigen Großen der Branche – unterscheidet?

Genau, ich denke das Gesamtpaket macht den Unterschied. Wir haben ein rundes Produktportfolio mit dem wir alle Automatisierungsaufgaben integriert lösen können. Und wir sind bereit, für unsere Kunden spezielle Lösungen zu entwickeln. Das machen viele unserer Mitbewerber nicht so gerne beziehungsweise können sie teilweise nicht, weil ihnen die Flexibilität fehlt, die wir als mittelständisches Unternehmen mit eigener Entwicklung im Haus bieten können.

Ein wesentlicher Faktor des Sigmatek-Erfolgrezepts ist zudem LASAL – unsere all-in-one Engineeringplattform – mit der sich alle unsere Produkte, egal ob Steuerung, Visualisierung, Motion, Robotik oder Safety integriert mit einer Software programmieren und konfigurieren lassen. Die Durchgängigkeit unserer Entwicklungsumgebung ist oft ausschlaggebend, dass sich ein Neukunde für uns entscheidet. LASAL hat neue Maßstäbe für Modularität und Wiederverwendbarkeit der Applikationssoftware geschaffen.

Im Jahr 2000 waren wir der erste Automatisierungstechnik-Hersteller der auf die Objektorientierte Programmierung gesetzt hat – das kommt uns heute, wo viele Mitbewerber in die Richtung gehen, zu Gute. Wir haben ein ausgereiftes und bewährtes Tool, das mechatronisches Engineering ermöglicht. Und zudem darf man nicht vergessen: die junge Technikergeneration ist bereits mit Hochsprachen- und Objektorientierter Programmierung aufgewachsen.

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