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Ethernet-Schnittstelle Kleiner flinker Held: neuer Steckverbinder will die RJ45-Welt erobern

| Autor / Redakteur: Matthias Fritsche und Jonas Diekmann* / Dipl. -Ing. Ines Stotz

Die Welt der industriellen Produktion steht vor großen Umbrüchen. Neue Probleme, Risiken aber auch Herausforderungen und große Chancen gilt es zu bewältigen und zu nutzen. In unsicheren Zeiten braucht es Orientierungspunkte und Vorbilder. Manchmal auch kleine Helden – wie Hartings Symbolfigur Captain ix.

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(Bild: Harting)

Die Kommunikation und Netzwerke sind im Umbruch. Die Entwicklung von Industrie 4.0 und IoT sorgt für eine stetige Ausbreitung und Anbindung von immer mehr Komponenten und Teilnehmern im industriellen Umfeld an Ethernet-Netzwerke. Ethernet erobert so immer mehr Bereiche unseres Lebens und wird in Zukunft bis in die letzten Strukturen eines Unternehmens vordringen. Der Weg führt weg von co-existenten Ethernet- und Bus-Systemen für Daten und Sensorik, hin zu einem durchgängigen Ethernet-System von der Cloud bis in die letzten Winkel der industriellen Produktion. Dazu gehört neben einheitlichen Protokollen auch die entsprechende Infrastruktur, die aufgrund immer kleiner werdender Endgeräte und Sensor-/Aktorsysteme mit schrumpfen muss. Die Anforderungen an die Nervenbahnen und Synapsen der Industrie von morgen sind klar. Die Geräteschnittstellen, sowie auch die Systemkabel, müssen kleiner, leistungsfähiger und gleichzeitig robuster werden. Genug Herausforderungen aber auch Chancen warten auf Anwender und Hersteller. Hartings neuer ix Industrial Steckverbinder ist ein klares Bekenntnis zur Miniaturisierung und setzt einen neuen Standard in Sachen Robustheit und Performance für IP20 Ethernet-Verbindungen.

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Ethernet-Schnittstelle bisher ̶ Hassliebe RJ45

Bisheriger Inbegriff der Ethernet-Schnittstelle in IP20-Umgebung ist der RJ45-Steckverbinder. Dieser sicher weltweit am meisten verwendete Stecker ist überall präsent und wird von den Anwendern deshalb so geliebt. In Anbetracht der mangelhaften Robustheit durch gebrochene Verrastungshebel oder gelegentliche Kontaktprobleme, verbindet viele Anwender allerdings eher eine Hassliebe mit dem RJ45. Mit Blick auf immer kleiner werdende Geräte, wie flache Mobilgeräte, Displays, kleinere Automatisierungsgeräte, Kameras und Sensoren, beschränkt die Baugröße des RJ45 die mögliche Miniaturisierung. Somit steht eine kleinere und robustere Steckverbindung auf der Wunschliste vieler Anwender und Entwickler, die gleichzeitig eine Cat.6A-Performance für 1/10Gbit/s Ethernet in der Steuerungsebene stemmt.

Und ab jetzt?

Das Espelkamper Unternehmen präsentiert mit dem Harting ix Industrial ein auf all diese Anforderungen passendes, durchgängiges System. Die im Vergleich zum RJ45 um 70 Prozent verringerte Baugröße der Buchsen erlaubt Geräteherstellern einen Einsatz in wesentlich kleineren Geräten, die so leichter der Notwendigkeit der Miniaturisierung gerecht werden können. Das können immer weiter schrumpfende Kamerasysteme sein, an denen eine herkömmliche RJ45-Buchse schon den meisten Platz im Gehäuse einnimmt oder auch Steuereinheiten und kleine Industriecomputer. Hier wird ebenfalls schnelles Ethernet über eine kleine Schnittstelle benötigt, wie auch in Switchen, WLAN Access Points, Routern und anderen Netzwerkkomponenten.

Aber auch abseits der Industrie kann der kleine Superheld seine Stärken ausspielen. Auch in Bahnfahrzeugen und Bussen im öffentlichen Personenverkehr können Displays und Passagierinformationssysteme über die ix Schnittstelle gleichzeitig mit Daten und via PoE/PoE+ auch mit Power versorgt werden. Vibrationen oder andere mechanische Beanspruchungen stellen dabei kein Problem dar.

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