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Fabrikplanung

MES aus einem Guss

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Ausbau zum kompletten MES mit BDE, Leitstand und SAP-Anbindung

Eine weitere und längerfristige Zielsetzung der neuen Software ist neben den MDE-Signalen auch die Ermittlung der Gesamtanlageneffektivität, also des OEE-Wertes (Overall Equipment Effectiveness). Dieser ist für Von Roll Casting besonders im Hinblick auf den Fertigungsauftrag, den Personalbezug sowie der Qualität enorm wichtig. Er soll weitere Transparenz im Produktionsprozess ermöglichen und schließlich Auskunft über die Produktivität der Fertigung geben. Dazu meint Jakober: „Mit dem neuen System können wir zukünftig genauer eruieren, wo die Ursachen für Probleme konkret liegen und schnelle Lösungen herbeiführen.“ Er und sein Planungsteam sind überzeugt, dass sie mit dem MES-Komplettausbau eine richtige Entscheidung getroffen haben.

Die Fertigungsplanung ist derzeit noch ein „Sorgenkind“ bei Von Roll Casting. Mit dem führenden ERP-System SAP wird eine Grobplanung erstellt, an die sich aber die Produktion oft nur bedingt halten kann. Denn es fehlt eine Fertigungsfeinplanung, die mit begrenzten Ressourcen und unter Bezug auf aktuelle Ist-Daten aus der Fertigung planen könnte. So werden erst durch die Einbindung des Proxia-Leitstandes die verbundenen Ressourcen konkret analysiert, zusammengestellt und geplant. „Wir stellen beispielsweise frühzeitig fest, ob ein Werkzeug überhaupt zur Verfügung steht, oder ob es sich für einen Auftrag überhaupt eignet. Zukünftig werden viele Prozesse effizienter ablaufen und auch Kleinserien lassen sich optimiert produzieren“, erläutert der Leiter Project Office. „Mit dem Proxia MES-System sehen wir den gesamten Produktionsprozess von Anfang bis Ende, also genau wann was und wo passiert. Es ist somit eine eindeutige Rückverfolgbarkeit aller Aufträge gewährleistet, was für alle Produkte wichtig ist und letztendlich entscheidend zu unserer Wettbewerbsfähigkeit beiträgt“, fügt Jakober an.

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Mehr Wissen, weniger Erahnen

Die endgültige Lösung, die mit einer reinen MDE-Anbindung begann, ist für Von Roll Casting greifbar nahe. Die umfangreichen MES-Möglichkeiten werden laufend weiter ausgebaut. „Momentan erstellen wir die ERP-Grobplanung auf SAP-Ebene. Darunter angeordnet sind heute noch Excel-Tabellen mit viel Papier. Dieser gesamte Prozess ist zu starr und benötigt durch manuelle Änderungsarbeit eine Vorlaufzeit von Wochen oder gar Monaten. Das Proxia MES-System wird all diese Probleme lösen. Damit können wir sogar zwei Tage vor Produktionsbeginn noch Änderungen vornehmen. Die Auftragsdaten und der Soll-Ist-Vergleich am dynamischen Proxia-Leitstand sind so aktuell, dass wir genau planen können und jederzeit sehen, welche Maschine frei ist. Schlussendlich haben wir dann auch alle Informationen, wann das Produkt fertig ist, die Spedition verlassen kann und wir können unsere Liefertermine punktgenau zusagen. Auch etwa Lagerverwaltung und Reparaturzyklen werden mit allen Parametern in die Planung mit aufgenommen; damit wird die gläserne Fabrik zur Realität“, resümiert ein sehr zufriedener Ruedy Jakober.

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