Automation Valley Messe-Talk in Hannover präsentierte Kooperationen zum Thema Automatisierung

Redakteur: Reinhard Kluger

„Yes, we do!“ So der motivierende Ausruf von Norbert Bedau, Wieland Electric, Bamberg, bei seiner Eröffnung des Hannover-Messe-Talks in Halle 11. „Denn nur durch intensive Kommunikation untereinander und den Willen zum gemeinsamen agieren, werden wir als erste unsere Stärke wieder erlangen.“

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Davon überzeugt ist auch Markus Lötzsch, Hauptgeschäftsführer der IHK Nürnberg für Mittelfranken. „Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten zeigt sich, dass die Unternehmen, die in Kooperationen investieren um gemeinsam flexibel und schnell auf die Bedürfnisse des Marktes reagieren zu können, als Gewinner hervorgehen werden“.

Vom Automation Valley nach Kasachstan: Energienetz modernisiert

Beispielhaft und stellvertretend für erfolgreiche Kooperationen präsentierten am zweiten Messetag das Automation Valley Nordbayern und der Cluster Mechatronik & Automation zwei Konsortien aus dem Netzwerk, die beide nur positive Ergebnisse zu berichten hatten. „Hätten wir die Firma Trips GmbH in Grafenrheinfeld nicht in unserem Netzwerk, hätten wir möglicherweise hohe Konventionalstrafen zahlen müssen“, so Dr. Martin Seidel, Siemens AG, über die Partnerschaft mit dem Siemens Solution Provider. Hintergrund der Kooperation war eine von Siemens gewonnene Ausschreibung, die das gesamte Energienetz Kasachstans modernisieren und neu aufbauen mussten. Bei einem Flächenland der acht-fachen Größe Deutschlands keine einfache Herausforderung. Kooperationspartner teilten sich die Aufgaben

Mehrere 1.000 Schaltschränke in über 60 Stationen

„Hätten wir die Firma Trips GmbH in Grafenrheinfeld nicht in unserem Netzwerk, hätten wir möglicherweise hohe Konventionalstrafen zahlen müssen“, so Dr. Martin Seidel, Siemens AG, über die Partnerschaft mit dem Siemens Solution Provider (Archiv: Vogel Business Media)

Mehrere 1.000 Schaltschränke in über 60 Stationen verteilt über das Land galt es zu projektieren und zu konfigurieren. Diese Aufgabe teilte sich die Firma Trips mit der Wieland electric GmbH, Bamberg. Rainer Schilkowsky, Projekt-Ansprechpartner bei Wieland, war sich der Herausforderung anfangs nicht bewusst, doch in enger Abstimmung und Kooperation mit den Partnern verbaute man Klemmleisten von Wieland in allen Schaltschränken. „Die große Herausforderung bestand in der Logistik, mehr als 25.000 km wurden die Schaltschränke auf dem Landweg auf z.T. schwierigem Untergrund nach und durch Kasachstan gebracht, und jeder der Schaltschränke hat von Beginn an einwandfrei gearbeitet“, so Christian Trips, Geschäftsführer der Trips GmbH.Massenfertigung von Photovoltaik zu vertretbaren Kosten.

„Nur durch hochautomatisierte Fertigung wird die Photovoltaik (PV) -Massenfertigung zu vertretbaren Kosten möglich“, so Dr. Elzenheimer (re.), Reis, „und da hat sich Reis Robotics zum europäischen Marktführer entwickelt.“ (Archiv: Vogel Business Media)
Harald Preiml, Vorstand der Heitec AG, Erlangen, informierte über „Automatisierte Montage von Solarmodulen“ (Archiv: Vogel Business Media)

In einem weiteren Projekt berichteten Dr.-Ing. Jens Elzenheimer, Betriebsleiter der Reis GmbH & Co. KG Maschinenfabrik (Reis Robotics) aus Obernburg sowie Harald Preiml, Vorstand der Heitec AG, Erlangen, über „Automatisierte Montage von Solarmodulen“. „Nur durch hochautomatisierte Fertigung wird die Photovoltaik (PV) -Massenfertigung zu vertretbaren Kosten möglich“, so Dr. Elzenheimer, „und da hat sich Reis Robotics zum europäischen Marktführer entwickelt.“ Die Gesamtanlage zur Montage von PV-Modulen hat dabei nicht selten einen Gesamtumfang von mehr als 30 Robotern und umfasst einen Kostenrahmen von bis zu zehn Mio. Euro oder auch mehr.

Netzwerken brachte die Kontakte

Weitere Kooperationspartner in diesem Projekt waren die Unternehmen Baumüller-Nürmont-Gruppe, Nürnberg, die die Montage der Anlagen übernahm sowie die elektrischen Antriebe lieferten, und die Intego GmbH, Erlangen, die Kameraprüfsysteme zur Qualitätssicherung einbrachte, sowie die Eplan GmbH, Eckental/Monheim, die das Engineering, vor allem aber die Elektroplanung E-CAD beisteuerte. Außerdem am Projekt beteiligt waren das Unternehmen APE Engineering in Niedernberg sowie die Firma Mainsite aus Obernburg.

Bei allen Unternehmen handelt es sich um langjährige Mitglieder des Automation Valley Nordbayern und des Clusters Mechatronik & Automation. Die Kontakte für die Kooperation kamen großteils über regionale Netzwerkveranstaltungen zustande.

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