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Fernwartungsrouter Mit Fernwartungssystem zum perfekten Teig

| Autor/ Redakteur: Helmut Halmburger* / Sariana Kunze

Bei der industriellen Fertigung von Backwaren sind die Prozesse eng getaktet. Kommt es in der Kette zu Störungen, dann muss schnell reagiert werden. Fernwartung leistet hier zuverlässigen Service.

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Zeit ist bei der Teigproduktion ein kritischer Faktor. Fernwartungssystem helfen deshalb Störungen und Stillstände der Anlagen zu vermeiden.
Zeit ist bei der Teigproduktion ein kritischer Faktor. Fernwartungssystem helfen deshalb Störungen und Stillstände der Anlagen zu vermeiden.
(Bilder: Wachendorff/Zeppelin Systems)

Ob Nudeln, Salzstangen oder Weihnachtsplätzchen – Grundlage all dieser Köstlichkeiten ist ein perfekter Teig, der in die richtige Form gebracht, gekocht oder gebacken wird. Im Gegensatz zur heimischen Küche reichen für die industrielle Fertigung Rührschüssel und Mixer bei Weitem nicht aus. Die richtige Dosierung der einzelnen Zutaten, ihre perfekte Durchmischung und die optimale Temperatur gelingen nur mit ausgefeilter Verfahrenstechnik und leistungsfähigen Steuerungen. Ein Unternehmen, das sich schon seit vielen Jahren mit der automatisierten Teigherstellung beschäftigt, ist Zeppelin Systems, die an mehreren deutschen Standorten Engineering-Lösungen für die industrielle Fertigung von Mischerzeugnissen aller Art entwickelt.

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Fernwartungsrouter verhindert Stillstand

Einer dieser Standorte ist Rödermark im Süden Frankfurts. Hier wurden schon vor über 150 Jahren Maschinen für die Backwarenherstellung gefertigt und auch heute noch macht dieser Bereich neben Anlagen für Milchprodukte, Süßwaren uvm. einen Großteil der Aufträge aus. Aber auch im Non-Food-Bereich ist das Unternehmen zuhause. „Letzten Endes geht es immer um das Einlagern und Fördern von Schüttgütern, das Mischen, Wiegen und Transportieren“, erklärt Eloy Martinez, der sich als Projektleiter am Standort Rödermark vorrangig um die Modernisierung von bestehenden Anlagen kümmert. In dieser Eigenschaft hat er mit Kunden aus der ganzen Welt zu tun. Selbst in Japan wird Toner mit Hilfe von Zeppelin-Maschinen hergestellt. „In großen Anlagen kommen schnell 30 km an Rohrleitungen zusammen“, beschreibt Eloy Martinez die Dimensionen, die ohne eine ausgefeilte Steuerungstechnik inklusive Alarmmanagement kaum beherrschbar wären.

Zeit ist bei den meisten Anwendungen ein kritischer Faktor, denn vor allem im Food-Bereich geht es um verderbliche Erzeugnisse, die nicht beliebig lange in der Anlage verbleiben dürfen. Kommt es zu einer Störung und einem Stillstand der Anlage, dann könnte sich die Konsistenz so verändern, dass die Mischungen für den weiteren Prozess unbrauchbar werden oder sogar die Rohrleitungen verstopfen. Deshalb ist ein leistungsfähiges Fernwartungssystem ratsam. „Wir hatten anfangs mehrere Geräte und Systeme hier, die wir getestet haben“, erzählt der Projektleiter. Das Rennen machte damals der Fernwartungsrouter eWon Cosy von Wachendorff Prozesstechnik. Der Vorteil: „Man muss vor Ort beim Kunden weder an der SPS noch am Firmennetzwerk etwas ändern. In einer Viertelstunde ist alles parametriert und läuft“, freut sich Martinez.

Dabei wählt Martinez zwischen dem preisgünstigen Modell eWon Cosy 141, das mit 4-fach Switch und MPI/Profibus on board, oder dort, wo keine Internetverbindung zur Verfügung steht, nutzt Martinez den Router eWon Cosy 131, um über Mobilfunk die erforderlichen Daten austauschen. Obwohl zu jeder Anlage von Zeppelin die Fernwartungsmöglichkeit über eWon angeboten wird, gibt es gelegentlich Vorbehalte seitens der Kunden. Wieder andere möchten nur im Notfall den Datenaustausch ermöglichen. Für diese Anwender bieten die eWon-Router die Möglichkeit, einen Schlüsselschalter an der Anlage anzubringen. Der Kunde kann dann den Fernzugriff nach Bedarf freigeben und behält somit die vollständige Kontrolle. Für eine höhere Akzeptanz der Fernwartung sorgt nach Erfahrung von Martinez vor allem das Sicherheitskonzept der eWon-Router, die mit OpenVPN-Technologie und hohen Authentifizierungs-/Verschlüsselungsstandards (SSL/TLS RSA-2048, HMAC-SHA1) aktuelle Anforderungen gut erfüllen. Die Art des Zugriffs auf die an den Router angeschlossenen Geräte kann detailliert definiert werden. Das Serviceportal Talk2M bietet zusätzlich die Möglichkeit einer zentralen Benutzer- und Geräteverwaltung. Über Talk2M werden auch alle Zugriffe dokumentiert – der Anlagen-/Maschinenbetreiber kann also zu 100 Prozent nachvollziehen, welcher Benutzer wann Zugriff hatte.

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