Touch Panel Mobiles Touch Panel als Kommandozentrale für die Qualitätssicherung

Redakteur: Reinhard Kluger

Das Touch Panel als Tausendsassa: Damit kann man Prüfeinrichtungen steuern, Prozessdaten aufzeichnen — und im Bedarfsfall sogar die ganze Anlage stoppen.

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Wie wird eigentlich sicher gestellt, dass bei einer gerade produzierten Glühlampe alles in Ordnung ist? Dass der Glühfaden vollständig vorhanden und funktionsfähig ist, und dass der Aufdruck nicht nur vorhanden, sondern auch lesbar ist, damit der Glühlampentyp eindeutig identifiziert werden kann? Ganz einfach: Man schaut sich am besten jede Glühlampe genauestens an! Und weil dies eine Tätigkeit ist, die sehr viel Konzentration erfordert und gleichzeitig ermüdend ist, bietet sich eine Automatisierung des Prüfvorganges an. Damit werden vor allem reproduzierbare Ergebnisse unter gleich-bleibenden Bedingungen erzielt.

Scharf hingeschaut

Eine solche Prüfeinrichtung für Glühlampen aus der Produktion eines Automobilzulieferers haben Spezialisten des Fachbereichs Automation und Robotik der euro engineering AG entwickelt. Ziel der Entwicklung war es, die Glühlampen den folgenden Tests zu unterziehen:

Bildergalerie
  • Prüfung des Glühfadens auf Vorhandensein bzw. Vollständigkeit und
  • Prüfung des Aufdrucks auf dem Glaskolben der Lampe auf Vorhandensein und Lesbarkeit.

Das System, das die Ingenieure der euro engineering AG hierfür entwickelt haben, besteht im Wesentlichen aus einem Bildverarbeitungssystem der in Chemnitz ansässigen Fusion Systems und einem Roboter von Kuka. Der Roboter führt das gesamte Handling der Glühlampen aus. Dieses besteht zur Hauptsache aus den verschiedenen Transportbewegungen für die Zuführung der Prüflinge, den Abtransport der für gut befundenen Teile sowie das Ausschleusen der defekten Lampen. Außerdem muss der Roboter die Prüflinge vor der Hintergrundbeleuchtung in verschiedenen Lagen so positionieren, dass die Bildverarbeitung die verschiedenen geforderten Tests durchführen kann.

Fernzugriff aufs Touch Panel möglich

Sämtliche Abläufe für die Prüfung sind in der Robotersteuerung hinterlegt. Zwischen der Steuerung und der Bildverarbeitung werden lediglich Handshake-Signale ausgetauscht, über die beispielsweise Messzyklen in der Bildverarbeitung bzw. Teilabläufe in der Steuerung gestartet werden. Für die Bedienung der Prüfeinrichtung wurde ein mobiles Touchpanel von Pro-face mit 5,7“ TFT-Display und VGA-Auflösung (640 x 480) ausgewählt. Mit diesem Touchpanel lässt sich die gesamte Anwendung steuern, werden die verschiedenen Betriebsarten der Prüfeinrichtung verwaltetet, gestartet und gestoppt. Zusätzlich kann das Panel Prozessdaten mitloggen sowie Fehlermeldungen anzeigen und archivieren. Diese Daten werden im Touch Panel integrierten CF-Karte im CSV-Format ausfallsicher abgespeichert. Sie können per Ethernet mittels FTP ausgelesen werden. Die Pro-face Software „GP-ViewerEX“ ermöglicht zusätzlich einen 1:1-Fernzugriff auf das Touch Panel, so dass jeder autorisierte PC auf die Anlage zugreifen kann. Die Vernetzung und Einbindung des Prüfplatzes in die weitere Verfahrenskette ist hier also über das Touch Panel realisierbar. Auf der Abbildung deutlich zu erkennen ist außerdem der so genannte Schnell-Stopp-Taster, mit dem sich die gesamte Anwendung im Bedarfsfall sehr schnell stillsetzen lässt.

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