7 Experten zum Thema IO-Link - Teil 3

Nachgefragt: Wie wählt der Anwender ein geeignetes Produkt aus?

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Wie wählt der Anwender ein geeignetes Produkt aus?

Klaus Ebinger:Produktmanager Interfacetechnik bei Turck
Klaus Ebinger:Produktmanager Interfacetechnik bei Turck
(Turck)
Klaus Ebinger, Produktmanager Interfacetechnik bei Turck: Wie bereits erwähnt, ergeben sich die Vorteile aus der Anwendung heraus. IO-Link bietet hierzu vielfältige Möglichkeiten. Schon alleine die Einsparungen durch einen reduzierten Verkabelungsaufwand können für Anwender interessant sein. Gegenüber der Analogsignal-Übertragung ist IO-Link schneller, präziser, sicherer und günstiger. Wer also viele analoge Signale, beispielsweise 4 bis 20 mA oder 0 bis 10 V, verarbeiten muss, wird bei IO-Link-Geräten eine echte Alternative finden.

Turck bietet heute bereits ein breites Produktportfolio an IO-Link-Geräten. Neben IO-Link-Mastern sind die wichtigsten Prozessparameter wie etwa Druck, Temperatur und Strömung abgedeckt. Positionssensoren für lineare und radiale Anwendungen bietet Turck ebenfalls mit der IO-Link Schnittstelle an, ebenso wie einen Verteilerbaustein zum Einsammeln konventioneller Binärsignale und Weitergabe über die einfache IO-Link-Schnittstelle.

Christian Gemke;Market Management I/O Systems im Geschäftsbereich I/O and Networks bei Phoenix Contact Electronis, Bad Pyrmont
Christian Gemke;Market Management I/O Systems im Geschäftsbereich I/O and Networks bei Phoenix Contact Electronis, Bad Pyrmont
(Phoenix Contact)
Christian Gemke, Market Management I/O Systems im Geschäftsbereich I/O and Networks bei Phoenix Contact Electronis: Das Produkt-Portfolio von Phoenix Contact umfasst eine breite Palette von IO-Link-Master-Modulen in Schutzart IP 20 und IP 65/67. Darüber hinaus werden alle wesentlichen Netzwerke von Interbus und Profibus über Profinet, Ethernet/IP und Modbus TCP bis zu Ethercat und Sercos bedient. Somit muss sich der Anwender bei Nutzung von IO-Link nicht für ein System entscheiden. Er kann die Sensoren und Aktoren vielmehr sukzessive über die I/O-Systeme Inline, Axioline E und zukünftig auch Axioline F mit IO-Link vernetzen. Die derzeit am Markt erhältlichen Sensoren und Aktoren sowie die IO-Link-Master für die Feld- und die Schaltschrank-Installation decken die Anforderungen des Marktes gut ab. Um den Übergang von der Analog- auf die IO-Link-Technologien zu vereinfachen, bietet Phoenix Contact Analog-auf-IO-Link-Konverter an, die ein schrittweises Anpassen der Anlagen sicherstellen. Somit stellt IO-Link einen wichtigen Bestandteil des Automatisierungskonzepts dar.

Thorsten Schröder: Produktmanager Innovative Optische Sensoren bei Pepperl+Fuchs
Thorsten Schröder: Produktmanager Innovative Optische Sensoren bei Pepperl+Fuchs
(Pepperl+Fuchs)
Thorsten Schröder, Produktmanager Innovative Optische Sensoren bei Pepperl+Fuchs: Wir raten dem Anwender, sich so früh wie möglich mit dem Thema IO-Link auseinanderzusetzen. Die Vorteile von IO-Link sind vielfältig. Daher sollte der Anwender diese Potenziale erkennen und verstehen. Nur so kann er für seinen Einsatzfall eine qualifizierte Entscheidung über den Einsatz von IO-Link treffen. Pepperl+Fuchs unterstützt diesen Prozess mit Dokumentation, aber auch mit entsprechendem Support bei der Integration in die aktuell vorhandene Steuerungswelt. Darüber hinaus bieten wir für den Anwender eine einzigartige Toolwelt für die Kommunikation mit IO-Link-Sensoren. Das Angebot umfasst neben den Hardwarekomponenten und den obligatorischen IODDs das FDT-Framework PACTware sowie alle erforderlichen DTMs. Alle Softwaretools werden kostenlos zur Verfügung gestellt. Damit geben wir jedem Anwender die Möglichkeit, IO-Link Funktionalitäten zu nutzen, ohne eine Systementscheidung zu treffen.

Armin Hänsler:Leiter Produktbereich Sensorik bei Sensopart Industriesensorik, Gottenheim
Armin Hänsler:Leiter Produktbereich Sensorik bei Sensopart Industriesensorik, Gottenheim
(Sensopart Industriesensorik)
Armin Hänsler, Leiter Produktbereich Sensorik bei Sensopart Industriesensorik: Wir raten den Anwendern, sich bezüglich ihrer Anforderungen von den Anbietern beraten zu lassen. Die Komponenten besitzen oft Funktionen, die neue ungeahnte Möglichkeiten in der Gesamt-Anlagenfunktion bieten. Häufig entstehen im Beratungsgespräch neue Ideen, durch die der Prozess sicherer und einfacher wird. Wir empfehlen jedoch, dass die Anwender darauf achten, dass die Standard-Funktionen der IO-Link-Schnittstelle (Smart Sensor Profile) im Sensor verwendet werden, um zukünftig herstellerunabhängig agieren zu können. Sensopart bietet optische Sensoren für Objekterkennung, Kontrastsensorik, Abstandsmessung und besonders IO-Link-Geräte im Miniaturformat mit Standard-Schnittstelle an.

Ergänzendes zum Thema
Rekordbeteiligung bei IO-Link

IO-Link präsentierte sich auf der SPS IPC Drives 2013 mit einer noch nie erreichten Geräteanzahl: mit 127 Geräten von 29 Herstellern. Eine Vielzahl von Neuheiten bietet dem Anwender noch mehr Vorteile und rundet das IO-Link Produktspektrum ab.

Mehr denn je stand die große Bandbreite an verfügbaren IO-Link Produkten im Vordergrund. So wurden 30 komplett neue Produkte in Nürnberg gezeigt, die auch neue Gerätekategorien erschließen. So wurden auf der IO-Link Wand erstmalig Master mit Device Net und mit Sercos-Anschluss gezeigt. Aber auch bei den Devices waren neue Kategorien hinzugekommen, so zum Beispiel IO-Link Koppler, Signalleuchten, Signalkonverter oder auch kapazitive Sensoren.

Als herstellerübergreifender Standard für einfache Verkabelungs- und Kommunikationslösungen setzt sich IO-Link im Maschinen- und Anlagenbau immer mehr durch. Inzwischen kommt IO-Link in zahlreichen Branchen und Maschinen zum Einsatz. Der Anwender konnte sich in Nürnberg selbst davon überzeugen, wie groß die Produktvielfalt mittlerweile ist und wie schnell IO-Link wächst. Im Dialog mit den Anwendern wird weiterhin an neuen Geräten gearbeitet für produktive, flexible und Kosten senkende Automatisierungsprodukte.

Nicht nur das Produktspektrum sondern auch die IO-Link Gemeinschaft wächst kontinuierlich. So zählt das IO-Link Konsortium mittlerweile 59 Mitglieder. Allein dieses Jahr sind bereits drei neue Firmen der Gruppe beigetreten.

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